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Persona Non Grata auf neuer Seite

Dies ist das Blog-Archiv des Magazins Persona Non Grata. Bis alle Artikel in die neue Seite eingepflegt sind, bleibt diese Seite online.
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Donis, Reznik & System Boogie DJ Set … der Familienfeier ihre Zeremonienmeister

Wir haben ihn aus seinem Kellerclub bekommen: Leipzig Superstar Donis lässt sich auch nach neuerlicher Affirmation unverrottbaren Lokalruhms im Stadtmagazin Kreuzer nicht beirren und bespielt das Lokal Berlin am Freitag (MORGEN!) gemeinsam mit Reznik (Berlin) und System Boogie DJ Set (Audiolith, Hamburg). Das große Familientreffen. 3 Städte. 3 Bands. 3 DJs. Die Gästeliste ist längst voll mit lieben Brüdern und Schwestern, die für Persona Non Grata schreiben, zeichnen oder sich sonstwie den Arsch aufreißen. Aber diesen Deal hier haben wir für die ersten 50 zahlenden Gäste: die brandneue Ausgabe des Magazins mit den großen Themen Familie und Sub Pop gibt’s am Einlass und am Persona-Non-Grata-Devotionalien-Stand für den halben Preis.

Releaseparty Persona non Grata # 76

Freitag, 1. August ab 21h
Lokal Berlin, Rosenthaler Strasse 71

PnG #76 Release-Party am 1. August in Berlin!

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(Continued)

“Die größte Überraschung trägt jeder in sich selbst”
Interview mit Stefan Reichmann (Haldern Pop Festival)

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Es gibt nicht viele Festivals in Deutschland, die einen derart hohes Ansehen bei Publikum und Künstlern genießen wie das Haldern Pop Festival. Schon seit nunmehr 25 Jahren sorgt ein Team von Begeisterten für eine gemütlich entspannte und doch immer wieder unglaublich eindrückliche Atmosphäre auf dem Alten Reitplatz in Rees. Wir sprachen mit dem Hauptverantwortlichen Stefan Reichmann über Geschichte, Zukunft und Gegenwart dieses einzigartigen Festivals. (Continued)

Franco Godi - Herr Rossi & La Linea OST

rossi.jpglinea.jpgGestatten: Rossi. Meine kindliche Liebe zu dem kleinen, knollennasigen Männchen und seinem Hund Gaston hat sich bis in die Gegenwart gehalten. Während einige Helden der Kindheit den Alterprozess nicht überlebt haben und heute so infantil wirken, wie sie es damals vermutlich eh schon waren, schau ich mir die lakonischen Abenteuer des Italieners auch heute noch gerne an. Dass ich damit nicht alleine bin, beweist die auch schon vor einiger Zeit erschienene Wiederveröffentlichung der kompletten Serie auf DVD. Die psychedelische Komponente war und ist aber auch absolut einzigartig im deutschen Kinderfernsehen (in dem Herr Rossi heute freilich nicht mehr zu sehen ist), ebenso wie die Musikalität der Serie. (Continued)

Rocken musses! sagt Jensor

Natürlich gilt diese simple Weisheit auch im Jahre 2008. Ganz ohne Arschtreten will die Welt nun mal nicht recht funktionieren – ein triftiger Grund, einer entsprechenden Ansammlung von Tonträgern dem passenden Test zu unterziehen. (Continued)

Ani DiFranco - Live At Babeville DVD

live-at-babeville-dvd.jpgDass Ani DiFranco schon seit fast 20 Jahren ganz unbeirrt ihren Weg geht, ist nichts Neues. Diesen schreitet sie auch wieder ganz majestätisch auf ihrer neuen Veröffentlichung ab: einer Live-DVD inklusive Bonus Audio CD. Was will das Fanherz also mehr? Das Babeville ist übrigens DiFrancos ganz eigenes Venue, das vormals eine alte, heruntergekommene Kirche war. Die Songwriterin aus Buffalo schütze das alte Gebäude vor dem Abriss, indem sie eine moderne Konzerthalle daraus machte. Die Atmosphäre spricht jedenfalls für sich, wenn man die DVD einlegt und DiFranco in ihrer Heimatstadt frenetisch empfangen wird. Dieses Gänsehautgefühl schwindet allerdings nicht nach dem Abebben der Geräuschkulisse, sondern kann zumindest stellenweise während des gesamten Sets aufrecht erhalten werden. (Continued)

Mamallapuram 2008 Wird alles anders

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Was hier los ist! Manche Menschen scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, lang gehegte Pläne kurz vor der Vollendung zu zerstören. So geschehen mit dem von uns präsentierten Mamallapuram-Festival: Urplötzlich sah sich die Stadt Storkow, auf dessen Burg das Festival bisher ausgerichtet wurde, befugt, ein Experten-Gutachten vorzulegen, dass - wie auch immer - bewies, dass das Mamallapuram aus Sicherheitsgründen nicht mehr in ihrer Gemeinde stattfinden darf. Fraglich ist, warum es die Jahre davor reibungslos funktionierte und weshalb jetzt auf einmal Beschwerden kamen. Dass die Nerven bei den Organisatoren erst mal blank lagen, da die ganze Angelegenheit kurz vorm Kippen stand, ist klar; umso erstaunlicher und erfreulicher ist, dass innerhalb weniger Tage Ersatz gefunden werden konnte, und zwar in Form der Burg Friedland, zwischen Berlin, Leipzig und Cottbus gelegen. Nach kurzzeitiger Aufregung und Anspannung kann also wieder aufgeatmet werden: Mama findet statt, am 8. und 9. August, und alles wird gut.
Das Line-Up musste im Übrigen auch noch mal verändert werden. Allerdings dürfte es kaum jemanden ernsthaft traurig stimmen, dass Björn Kleinhenz durch die wunder-, wunder-, wunderbaren Bodi Bill ersetzt wird und statt Jn. Fischer Erf nun So So Modern spielen werden. (Nicht, dass die ursprünglichen Künstler schlecht wären! Ihr wisst schon.)
Um sich und uns einzustimmen, findet in den nächsten Tagen und Wochen außerdem eine Warm Up-Tour statt, die am 11.07. im allseits beliebten Leipziger Ilses Erika beginnt. Gereist wird mit The Sea und Leander sowie dem ein oder anderen DJ. Be there or be square.

(Continued)

Freezepop - Future Future Future Perfect

freezepop.jpgFreezepop aus Boston „brillieren“ als die typischen Elektro-Pop-Ausputzer innerhalb der Scores des US-amerikanischen Wegwerf-Kinos und leidlich erfolgreicher, Pseudo-Hipness-atmender TV-Serials, wenn der obligatorische Nu Metal-/Jack Johnson-Ödnis-/Emo-Anteil abgegolten wurde und die „Gilmore Girls“ auch einmal zum fluffy Blubber-Synth über den Marktplatz ihrer Heimatbutze schlendern sollen. Das nehme ich bei der Beschau des Selbigen ja auch gern hin, aber verschont mich bitte mit einem ganzen Album voller Tasten-Kindergarten und Mini-Ladytron-/Client-Playbackshow, welches so schwachbrüstig daherkommt, auf dass man sich selbst ganz wehrlos wähnt. Das ist doch nicht gut in diesen Zeiten. Und wenn man dreifach im Albumtitel die Zukunft beschwört, dann kann sich desöfteren drinnen nur ein lächerliches „Gut gemeint“ befinden. Da könnt ihr gern noch einmal 50 000 My Space-Freunde sammeln. (Rykodisc) Donis (Continued)

The Sound of Arrows - Danger!

the-sound-of-arrows.jpg“Danger!” ist wohl so eine Art Geheim-Hit. Dem Prädikat “Hit” könnte ich zustimmen, wenn man fluffigen Kaugummipop mit einer aparten Hookline und einer üppigen Instrumentierung als adäquates Kriterium nimmt. Nur haben das schon so viele (schwedische) Bands gemacht, dass mein persönlicher Qualitätspegel mittlerweile etwas höher liegt. Da reißen dann auch die beigefügten Remixes nichts mehr raus, genauso wenig wie das leider sehr peinliche, weil sich sämtlicher Klischees bedienende “A Very Sad Song”, das genauso klingt, wie es heißt. Im Herbst soll das Album der Sounds Of Arrows kommen; mal sehen, ob sie auch etwas mehr zu bieten haben. (Labrador/Broken Silence) (Continued)

Blood Red Shoes - Box of Secrets

blood-red-shoes.jpgYoooooh, so haben wir das gern. Krachiges Gerumpel, energische Songs, fette Gitarrenriffs, noisy und doch mit einer Melodie im Hintergrund. Fettes Gebratze und doch ausgefeilte Arrangements. Schmissige Hooks, frecher Gesang und dann auch noch im Geschlechterwechsel. Alternative Rock, Indierock wie es ihn vor fast 20 Jahren schon mal gab. (Continued)

The Black Keys - Attack and Release

the-black-keys.jpgJa ja, Retro Retro Retro. Man kann es nicht mehr hören. Die Kritik nutzt die Bezeichnung oft als Vorwurf der mangelnden Kreativität. Aber warum? Nur weil sich die Künstler der Klangwelt, Songstrukturen und –schemen eines Subkosmoses bedienen bzw. verpflichtet fühlen? Sei’s drum, letztlich zählt was gefällt. Punkt. Souverän entwickeln die Black Keys ihren rückwärtsgewandten Garagenbluesrock weiter. Man hat aufgestockt, das Duo aus Akron, Ohio, hat sich nicht nur Produzent Danger Mouse, sondern gleich noch ein paar Musiker und Backgroundsängerinnen ins Studio geholt. Der Sound wird dadurch etwas runder, etwas gefälliger, voluminöser. (Continued)

Silbern, nicht grau
das Haldern Festival feiert 25. Jubiläum, mit dem aufregendsten Line-Up dieses Sommers

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Anfang August ist es wieder soweit. Der alte Reitplatz wird zum Festgelände und Musikbegeisterte aus nah und fern versammeln sich zum wohl Festival weit und breit. Seinen 25 Jahrestag feiert das Haldern Festival in diesem Sommer, mit einem unglaublichem Line-up. Wer da nicht dabei gewesen sein wird, wird das alles später nur für eine Legende halten, eine Erfindung, wie Woodstock - und es werden wohl einige außen vor bleiben. Das Festival ist ja längst ausverkauft. Qualität hat sich durchgesetzt. In diesem denkwürdigen Jubiläumsjahr macht sie sich in Haldern noch breiter als in den Jahren zuvor. (Continued)

Jaguar Love und Barra Head live in Dresden

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Da es unsere heilige Pflicht ist, Euch lieben Musikjunkies stets den neuen heißen Scheiß unter die Nase und unter die Ballerinas zu reiben, empfehlen wir an dieser Stelle die Tour von Jaguar Love. Es handelt sich dabei um die beiden ex-Blood Brothers Johnny Whitney (Gesang, Klavier) und Cody Votolato (Gitarre, Bass), sowie dem ex-Pretty Girl J Clark (Schlagzeug, Bass, Keyboard). Und wie nicht anders zu erwarten war, hauen die drei immer ordentlich auf die Zwölf, zappelig, energetisch, mitreißend.
Supportet wird das Trio, dessen Debüt im August bei Matador erscheinen wird, von den dänischen Barra Head, die allein schon den Gang nach Altbriesnitz wert wären.

Samstag, 28.06.08, Beatpol, Dresden
Einlass: 21.00 Uhr | Beginn: 22.00 Uhr

(Continued)

La Pampa Schreib mir und du gewinnst was

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Knappe zwei Wochen vorm großen Showdown in Hagenwerder aka der Eröffnung des 1. La Pampa-Festivals haben wir in Kooperation mit den Veranstaltern die Ehre, ein Pärchen für lau ins Dreiländereck zu schicken. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist mir eine nette eMail an jana@png-online.de zu schreiben, gerne mit Eurem richtigen Namen und vielleicht der Band, auf die Ihr Euch am ersten Juli-Wochenende am meisten freut. Wessen eMail gewinnt, entscheidet nicht der Zufallsgenerator oder meine persönliche Präferenz, sondern schlicht und einfach Eure Schnelligkeit, also sputet Euch!

**La Pampa online

Kill The Young - Proud Sponsors of Boredom

kill-the-young.jpgDa hat man wahrscheinlich gedacht, dass Kill The Young etwas für mich sein könnten, weil im Info u.a. Verweise zu Magazine und New Order gedroppt wurden. Ich weiß nicht, wo sich hier solcherart Spuren versteckt haben könnten. Ich höre nur rock-wavige Auftragsmusik für die Vans-zerschlissene Indie-Dissen-Tanzfläche von nebenan. Also, absolutes Feindbild meinerseits. Wie soll ich in diesem Zusammenhang eigentlich den Bandnamen verstehen? Wenn die ausführenden Gebrüder Gorman aus Manchester so viel Energie, Kraft, Unverwüstlichkeit und Wut in ihren integeren Indie-Rock legen können, frage ich mich, warum die nicht einfach mal Arbeiten gehen. Zugegeben, das war jetzt etwas sehr platt. Ich möchte mich eben einfach nur nicht eine ganze Plattenlänge lang so alt fühlen. (Discograph) Donis

(Continued)

PNG - On Air x2

byteblau.jpgWer sich live davon überzeugen möchte, wie geschmackssicher wir wirklich sind, kann das in den nächsten Tagen gleich zweimal. Am heutigen Freitagabend präsentieren wir wie gewohnt das monatliche Phonographische Quartett bei Radio Blau. Die Redakteure Nauber, Lose, Jensor und Hartig haben diesmal die folgenden vier Platten aus dem Berg an Neuerscheinungen gefischt: The Black Angels “Directions to see a ghost”, V.A. “Normoton Gold”, The Futureheads “This is not the world” und Elbow “The seldom seen kid”.

Außerdem gibt es in der Nacht von Sonntag auf Montag (22. bzw. 23.6.) noch einmal unseren hauseigenen PnG-Mix bei Byte.fm zu hören. Also: Radio einschalten und Stream hochfahren!

Freitag, 20.6. 21 - 23h 

* Radio Blau (Wiederholung demnächst bei Radio Corax)

Sonntag auf Montag, 22./23.6. ab Mitternacht 

* Byte.fm

La Batterie – He Ate A Lamp Now He’s A Fan

la-batterie.jpgDas Album hat alleine schon wegen seines Titels gewonnen: “He Ate A Lamp Now He’s A Fan”, muss man das verstehen? Aber genauso bildlich und gleichzeitig unfassbar wie der Titel ist auch die Musik. Die Texte sind eher gelesen oder aufgesagt als gesungen. Mal im Duett, mal Solo, aber immer sehr direkt. Die Musik ist minimalistischer lo-fi mit Gitarre und Schlagzeug. Arty, sexy und rockig. Dass La Batterie aus Berlin kommen hört man weder am Namen, noch an der Musik – obwohl der Akzent sie dann doch verrät. Aber genau solche Widersprüche und das Unvermögen die Musik einzuordnen machen “He Ate A Lamp Now He’s A Fan” so spannend und besonders. Teilweise klingt es wie Chicks On Speed, im nächsten Moment wie die Moldy Peaches und dann wie Prinzhorn Danceschool oder Gravy Train. Der künstlerisch darstellende Aspekt der Musik spielt eine große Rolle aber genauso auch die spröde Persönlichkeit und die Texte, die trotz ihrer klaren Ausdrucksweise gar keinen Anspruch daran stellen verstanden zu werden, aber durch ihre Repetition absolut passend und einfach stilecht wirken. (Continued)

Ralf Gum - Uniting Music

ralf.jpgEinmal mehr haben wir es hier mit freundlicher, Mousse T.-unterschriebener Deephouse-Schaffe inkl. Soul-Fundament aus deutschen Landen zu tun, welcher auf eine schlafhypnotisierende Weise wieder einmal so etwas von gar nichts falsch macht. Wie denn auch, in dieser scheinbar engen Truhe? Da der Latin-Hieb, hier die BarJazz-Kante, alles international, alles sauber, alles verdammt langweilig. Hierüber tröstet mich auch das Guesting der Masters At Work-Vokalikone Wunmi keineswegs hinweg. Solcherart Flavour bereiteten Working Week vor mehr als zwanzig Jahren und wenig später die Loose Ends schon atemberaubender. Von der New Yorker House-Historie will ich jetzt gar nicht erst anfangen. (Gogo Music) Donis

(Continued)

Officerfishdumplings - Officerfishdumplings finds your way home

officerfishdumplings.jpgZwischen wild zusammengewürfelten Field Recordings und nicht minder unkonventionell zusammengestrickten Beats entfaltet Hatim Belyamani seine fast willkürlich wirkenden Melodien. Dabei ist der Ansatz an sich nicht unbedingt neu. So verfolgen beispielsweise Secret Mommy einen recht ähnlichen Kurs, auch wenn Belyamanis Herangehensweise etwas entspannter und introspektiver angelegt ist. Wenn man bei diesem Vergleich bleiben will, so wird deutlich, dass Officerfishdumplings eine geradlinigere und homogenere klangliche Ausrichtung für sich entdeckt haben, die zwar geschlossener wirkt, jedoch auch nicht so viele Überraschungen parat hält und bisweilen etwas eindimensional daherkommt. Wer sich daran nicht stört, sollte dem Projekt mit dem unglaublich bescheuerten Namen eine Chance geben. (Notenuf Records) Matthias Rauch (Continued)