No Such Thing as Punkrock Joey Ramone
Samstag, Mai 25, 2002
“There was no such thing as punkrock, until the Ramones came.” Joey Ramone (June 1988) (Continued)
“There was no such thing as punkrock, until the Ramones came.” Joey Ramone (June 1988) (Continued)
Der Klang des Todes ist sanft und betörend. Wiegt in Wärme. Und nennt sich Liebe. Dann kommt der Tod selbst, mit der Geschwindigkeit einer Kugel. „Got my finger on the trigger, gonna pull it“, säuselt Tracy van Daal. Die Verzweiflung, man kann sie überhören. Es ist keine Drohung, es ist wie ein Versprechen. (Continued)
Here come another elephant riders! Tonnenschwer. Und wenn die Erde unter deinen Füßen bebt, dann frisst die ganze Welt nur ein Gedanke, dass Scissorfight dein Schicksal sind. (Continued)
Carl Friedrich Oesterhelt hat die Polka längst getanzt. Den Tango. Den auf Taiwan süßlich ausgestrichenen Walzer. Die Tarantella auf der Tastatur seines Laptop. Er hat den Beat tief in seinen Eingeweiden gespürt. Carl Oesterhelt hat das alles im Blut. (Continued)
Ganz unabhängig davon, ob jenseits der Sturmwolken, die sich über Ihnen türmen, tatsächlich jemand über Sie wacht, in seinen Songs macht Jason Molina die Präsenz dieses Überirdischen spürbar. (Continued)
Henry Rollins ist ein beschäftigter Mann. Er muss viel hin und her. Viel fliegen. Das ist anstrengend. Trotzdem war ich überrascht. Denn da saß er schon. In diesem angenehm breiten Sessel. In ein Magazin scheinvertieft, als wir Economy-Schafe erst in unseren engen Pferch gelassen wurden. Hey, Punk, so geht dit aber nich! Ich wollte fast einen Moment stehen bleiben. Mich vor ihm aufbauen. Nicht dass man einem Mann von der Statur eines Henry Rollins den breiten Sitz nicht gönnen würde. Nicht dass man sich nicht sogleich bewusst wäre, dass erbärmlicher Neid in jede aufgebrachte Äußerung hineinspielen würde. Aber Henry Rollins, nur mit den Ansätzen seiner Tatoos unter den Ärmeln hervorblitzend, hier inmitten der aufgetakelten Großbourgeoisie? Punk, somehow, that just ain’t right. (Continued)
Szenario 2: zweiter Stock eines lachhaft billigen vietnamesischen Schnellimbisses. Hier oben waschen sie auch das Geschirr. Das scheppert und klappert. Und so ruhig, wie ich den Platz für ein Interview angepriesen hatte, ist es wirklich nicht. Ich stecke mein Diktiergerät zurück in die Tasche. Was soll’s. Erinnerungen sind ohnehin wertvoller als Dokumentationen. (Continued)
„Fuck this band because they swear to much“, metaphorisieren McClusky die Widersprüche und Heuchelei, denen sie all ihre rauhe Energie verdanken, denen sie all ihre ungezügelte Wut entgegenschleudern. Ihre Angriffe sind durch diese Kodierung nicht minder durchschlagend, sehr wohl aber reflektierter und gezeichnet von einem großartigen Humor. Ihre Geißel ist die alte Geißel, die man vielleicht selbst nicht überwinden kann, der man aber nichtsdestotrotz in das Gesicht spucken und das neue freundliche Make-Up ruinieren darf. (Continued)