Scissorfight - American Cloven Hoof Blues
Here come another elephant riders! Tonnenschwer. Und wenn die Erde unter deinen Füßen bebt, dann frisst die ganze Welt nur ein Gedanke, dass Scissorfight dein Schicksal sind. Aus New Hampshire stampft ein Synonym für das Klischee von Ignoranz und Überheblichkeit, das wir mit pejorativer Note so gerne Redneck schimpfen, weil wir uns nichts anders zu helfen wissen, als mit verbalen Dartpfeilen nach den Flanken von gigantischen Dickhäutern zu werfen. Und das ist wie es ist. Wer von oben auf die Welt schaut, die samt allem was darauf kreucht und fleucht, vor ihm zittert, der sieht natürlich keinen Anlass seine Position in Frage zu stellen. Sie sind überlegen. Ihre zobeligen Bärte, ihre blöden Basecaps, ihre klischeetriefenden Plattitüden – so möchten wir die Insignien ihres Daseins belächeln, doch das Argument, dass ihre ganz bestimmt nicht selbstironischen Apologismen für ihre in einem als einfach, hart und grundehrlich verstandenen Alltag geprägte Kultur in kleine, einfältige Stücke reißt, lässt sich wahrscheinlich nicht finden. Und erst recht nicht zu Gehör bringen. Wir dürfen diesen Sound nicht missverstehen. Auch wenn ihre Riffs wie mächtige Panzer rollen. Sie nennen es selbst Kultur. Und wir sind es, die ihnen den Krieg erklären. Scissorfight, mit dieser Urgewalt im Rücken, werden niemals Herausforderer sein. Ihrem Mördersound gehört der Platz. Wir sind völlig fasziniert. Und voller Unbehagen.
(Exile on Mainstream/EFA)
Nimrod
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