Songs: Ohia - Didn’t it Rain
Ganz unabhängig davon, ob jenseits der Sturmwolken, die sich über Ihnen türmen, tatsächlich jemand über Sie wacht, in seinen Songs macht Jason Molina die Präsenz dieses Überirdischen spürbar. Für jedes der inzwischen sechs (regulären) Alben, die er mit seinen Songs:Ohia (in stetig wechselnder Besetzung) veröffentlicht hat, entdeckt er das vielfältige Wirken einer unbenannten Kraft auf sein Innerstes neu, und öffnet dieser Kraft einen Weg in seine Songs, in der sie sich mit ihren tausend Gesichtern zu immer dichterer Atmosphäre manifestiert. Diese Kraft, sie kennt Begierde, ist ein alles verzehrendes Verlangen und schwenkt den Schweif einer Löwin, sie inszeniert sich als Angst und Bedrohung, die nach Stärke verlangt, um sie als nur fragilen, geisterhaften Schatten zu durchschreiten, sie ist das Herz, das neben dem eignen schlägt und Wärme durch den Körper pumpt, bis die Seele schließlich spürt, dass sie nicht alleine ist. Die sieben tiefen Blues auf „Didn’t it Rain“ sind ohne zusätzliche Produktion direkt und unmittelbar übertragende Medien dieser Kraft, die sich selbst genau in den Facetten malen, die die dunkle Leere füllen, Geist und Körper aus der autistisch klammernden Paralyse wecken. Und zu allererst die zu lange angestauten Tränen lösen. Stellen Sie sich diese Musik nicht vor, die in einem überzeugten Atheisten religiöse Gefühle weckt! Lassen Sie sich Songs:Ohia erfahren!!
(Secretly Canadian/Cargo)
Nimrod
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