Vom Ende der Distanz Songs: Ohia

Prolog 1

Ich erinnere mich, es muss so ungefähr vier Jahre her sein. Vielleicht sogar fünf. Monate jedenfalls, bevor der Kanzler nach Berlin zog und noch zirka zehn Jahre bevor wir wie unsere Eltern werden. Ich erinnere mich, es war kalt und es war recht zeitig am Vormittag. Kanzler hatte seine alte Wohnung im Stadtteil Mockau noch nicht geheizt.

Deshalb saßen wir in seiner ja ohnehin saugemütlichen Küche. Der Gasofen wärmte den Raum. Im Gasofen backten außerdem Brötchen, der Kaffee war türkisch und auf dem Küchentisch hatte ich einen Stapel CDs aufgetürmt. Es war mal wieder kurz vor Redaktionsschluss. “Und die soll ich jetzt alle noch machen?”, ereiferte sich der Kanzler. Ich setzte einen dieser “Och, bitte, danach darfste mich auch ficken”- Blicke auf, und da schauderte es unseren Kanzler natürlich so sehr, dass er hurtig mit einem “Ja, ja, schon gut!” einwilligte. Nur um diesen Blick loszuwerden. “Yo, that‘s my man”, sagte ich und war doch selbst heilfroh, das Augenklimpern lassen zu können. Funktionierte aber immer prima mit dem Kanzler. Wir tranken schwarzen Kaffee und aßen Brötchen. Und ich hatte vom Bäcker an der Straßenbahnhaltestelle auch noch etwas Kuchen mitgebracht. Beim Essen grub sich der Kanzler durch den Stapel CDs. Immer wieder schüttelte er den Kopf: “Herr im Himmel. Warum schicken die uns so was?!” Ich zuckte nur mit den Schultern. Ich hatte mir die gleiche Frage ja schon gestellt. Schon tausend mal. Schließlich gelangte der Kanzler bei dem kleinen handkopierten und an einem schiefen Falz mit einer Klammer zusammengehaltenen Heftlein an. “Ach nee, ein Fanzine!”, stellte er fest. “Hmm”, machte ich und nickte. “Sind totale Suede-Fans. Ich weiß, ist auch nicht so deins. Aber du willst ja bald dieses Seminar machen. Über Fanzines. Da musst du dich eben auch mal mit so was auseinandersetzen.” Und dann prusteten wir beide gleichzeitig los. Unser Lachen verstummte in der nächsten halben Stunde für kaum länger als drei Sekunden. Das war schon irgendwie genüsslich, wie wir uns gegenseitig Passagen aus dem Dasein dieser Suede-Fans vorlasen. “Ey, und zieh dir das rein: ‚Brett hatte bestimmt eine schlechte Nachricht bekommen. Als er aus dem Bus stieg, lief er ohne uns zu grüßen einfach so an uns vorbei. Vielleicht hätten wir ihm helfen können, aber er hatte uns einfach ignoriert. Am nächsten Tag war er wieder ganz normal und er lächelte als er uns erkannte.‘” “Ist doch geil, oder?”, begeisterte ich mich. “Ja, einmal wieder dummer Fan sein”, lachte der Kanzler. “Höhöhö”, stimmte ich ein: “Einmal wieder dummer Fan sein.”
Und dann ganz plötzlich starb das Lachen in unseren Kehlen. Einfach so. Und wir wussten noch gar nicht warum. Kanzler blickte - etwas angewidert glaube ich - auf den hohen CD-Stapel. Und dann schaute er hinaus, auf den kahlen Baum vor seinem Küchenfenster. “Einmal wieder dummer Fan sein”, wiederholte er. Doch nach Lachen war uns beiden nicht mehr.

Prolog 2
Das Leben hinter der Fassade der Abgeklärtheit ist nicht toll. Es ist nicht mal aufregend. Und schließlich schleicht es sich sogar in die Verzweiflung. Alles was neu sein soll, randvoll mit grandiosen Eindrücken, entpuppt sich als Leergut. Man selbst ist nach dem ewigen Zehren an der Erinnerung irgendwann so ausgebrannt, dass es sogar für den Kritikerblues nicht mehr reicht. “Alles Scheiße, irgendwie”, ist der letzte Hilferuf hinaus in die Welt, ein Zeichen zu senden. Ein pimmeliges, popeliges Zeichen, nach dem man greifen kann, in das man neue Wahrheit lesen kann, ein kleines, schwaches Zeichen, für das man mit der ganzen Gewalt seiner Worte eine Schneise durch die dornig wuchernden Hecken der Belanglosigkeit schlagen kann. Vor das man sich schützend stellen kann, um den heran krauchenden Banalitäten entgegenzuschleudern: “Das hier. Das ist wahr. Und ihr, ihr seid nur Dreck!” Man schwingt das Zeichen auf den wehenden Bannern der ästhetischen Revolution, an deren Sieg man selbst schon nicht mehr geglaubt hatte. Das Ende der Verzweiflung ist das Auflösen der Distanz. Die Wiedervereinigung mit dem Objekt. Der Glaube. Das Fansein.

 

Vom Ende der Distanz – Songs: Ohia

von Nimrod
 
(1) Erscheinung.
“NABEND!”, gröle ich durch den fast noch leeren Club. Als beseelte mich die Perspektive des Bardienstes bis nach Tagesanbruch mit solch‘ himmelhoher Euphorie. Noch bevor die Kühlschränke eingeräumt werden, steige ich grinsend und wie ganz beiläufig hinter das DJ-Pult. Natürlich habe ich das in Wirklichkeit schon seit mindestens zwei Stunden geplant. Die CD vom Chef vorsichtig runterfaden und dann hinter dem falschen Cover verstecken, so dass er sie nicht wieder findet. Und das Grinsen ist denn auch nur eine Inszenierung, die über meine Anspannung spielen soll. Die Mission muss gelingen. Es ist ein Krieg. Der schlechte Geschmack im gefährlichen Schulterschluss mit Zeit und Autorität gegen meine Berufung. I‘m the Missionary of Good Music Taste. “Hey, du Arsch!”, donnert es aus dem Büro als das epische Twang der Gitarre aus dem Opener von “Magnolia Electric  Co” das laute AC/DC-Riff unter sich begräbt. Ich drehe die Regler so weit auf, dass ich vorgeben kann, ich hätte keinen Protest gehört. Vor allem aber reinigt Jason Molinas Stimme den Club nun bis in den hintersten Winkel. Nichts, das seiner Segnung entgehen kann. “The whole place is dark. Every light on this side of the town…” Und das neue Songs: Ohia-Album gießt in diese Welt sein Licht. Von einer CD-R.
 
“Wie viele Songs sind da drauf?”, hatte ich meinen Nachbarn Robert gefragt, der das Päckchen entgegengenommen und schon geöffnet hatte. (Ich hab ihm mal gesagt, das sei okay.) Er hatte auf das Display geschaut und geantwortet: “Acht!” “Oh, mein Gott! Abspielen. Abspielen”, schrie ich sogleich in völliger Hysterie. “Das ist die ganz neue Songs: Ohia. Kommt erst irgendwann nächstes Jahr. PLAY!” Und von diesem ersten Twang an begannen sehr, sehr glückliche Tage. Wochen. Jason Molina, er ist ja so überaus zügig, macht das in jedem Jahr mit mir. Zweimal in diesem Jahr. Und ich entschuldige mich ganz sicherlich bei niemandem, der die Ehre hatte “Magnolia Electric Co” zehnmal an einem Abend zu hören. Monate vor Release. Ich kann den Veröffentlichungstermin dennoch nicht erwarten. Dann werde ich den Laden gehen und mir die fertige Schallplatte kaufen. Im letzten Winter in Washington hatte ich die letzten fehlenden Puzzles des gesamten Songs: Ohia-Backkatalogs erstanden. Und erst wieder daheim, auf der Suche nach einem ganz besonderen Platz für die Alben, war mir aufgefallen, dass Songs: Ohia tatsächlich die erste Band sind, von denen ich wirklich alles besitzen wollte. Es gibt eine etwas sperrige, aber um Gottes Willen keine einzige schlechte Songs: Ohia-Platte. Und keine - genau das macht ja den Reiz der gesamten Kollektion aus - wiederholt auch nur annähernd eine andere. All dies nun erläutert, muss man es doch bitte verstehen, wenn ich es so vermeintlich dreist (doch nur ohne die Möglichkeit einer distanzierten Reflexion) auf diese Seiten bringe. Jason Molina ist der größte lebende Songwriter auf der ganzen, weiten Welt. Es stört mich nicht, Ihr dummes Lachen.
 
(2) An der Grenze der Worte
Vor einer Weile diskutierte ich mit Judith via Email ein Missverständnis. Nichts Schwerwiegendes, aber schließlich argumentierte ich doch: “Anrufen! Email ist das Ende der Kommunikation.” Was soll man denn auch von einem Medium halten, das sich Kürze und Sachlichkeit diktieren lässt, dessen genuinste Gefühlsmetaphern aus Klammern, Bindestrich und Punkten fabrizierte Grimassen sind? Oh Boy, kommt mir immer das Grausen, wenn ich Emotionen so banal kodiert sehe, ohne auch nur den Versuch einer Beschreibung. Email ist ganz sicherlich ideal eine erwünschte Distanz zwischen zwei Polen nicht zu verringern, aber sie ist das umständlichste Instrument, das man sich vorstellen kann, wenn man es gerade anstellen will, so etwas wie Verständnis seines Gegenübers zu gewinnen. Jason Molina schlug mir ein Email-Interview vor, weil er gerade völlig in die Arbeit an einem neuen Projekt absorbiert sei. Und gleich danach würde die ausgedehnte US-Tour beginnen. Natürlich behagte mir das nicht. Ich wusste, dass mir an einem echten Dialog gelegen war. Über das Werk Songs: Ohias und seine vielfältigen Facetten. Die inhärenten Kontraste. Die drastischen Verschiebungen vermittelter (oder doch zumindest wahrgenommener) Stimmungen und die daraus folgende stetige, gravierende Alternanz des Mikrokosmos Songs: Ohia. Ich spürte die Grenzen des Mediums Email, lange schon bevor ich die weiße Seite mit Buchstaben zu füllen begann. Und deshalb schob ich es auch lange vor mich hin, Jason Molina meine Fragen zu senden. Sie würden zu banal sein, war ich mir sicher. Viel zu banal. Ich hatte das Gefühl so viel Wissen und Verehrung kommunizieren zu müssen, dass so ein paar elektronisch übermittelte Worte diesem Anliegen unmöglich gerecht werden konnten. Das musste irgendwie in die Hose gehen. Und damit marterte ich mich jeden Tag, seitdem ich die Email mit ein paar Fragen zu Jason Molina geschickt hatte: Er wird gar nicht antworten, denn die Fragen sind ihm viel zu blöd. Stündlich öffnete ich meine Mailbox, und mit jedem Löschen ungelesenen Promo-Spams wurde es mir gewisser. Er würde nicht antworten. Und das zog mich so weit runter, dass ich selbst zu der überraschend dynamischen, ja zum Teil schon rockigen  “Magnolia …” gar nicht mehr die akustische Luftgitarre zupfen wollte. Es waren doch nun schon beinahe zwei Tage.
 
(3) Das Metaversum
Ich sitze bei Robert auf der Couch. “Wieviel Songs sind da drauf?”, frage ich. Der CD-Player liest. “Acht!”, berichtet Robert das Ergebnis. “Oh, mein Gott! Abspielen. Abspielen”, schreie ich völlig aufgelöst in Hysterie. “Das ist die ganz neue Songs: Ohia. Kommt erst irgendwann nächstes Jahr. PLAY!” Und dann warte ich. Viel zu lange. Endlich bekommt der Mensch die CD-R zum Laufen.
 
Man muss sich das so vorstellen. Es erklang nun nicht lediglich ein neuer Song. Nein, Jason Molina durchstieß den Rahmen von Songs: Ohia mit den ersten Tönen dieses Albums ein weiteres mal in neue Dimensionen. So sehr “Magnolia…” auch wieder ein Songs: Ohia Album sein würde, schon die ersten Momente des auf epische sieben Minuten wachsenden Openers ließen nicht zweifeln, dass auch dieses neue Album dem Werk Songs: Ohia ganz wesentliche neue Aspekte addieren würde. Keine Angst, die Metal-Vergangenheit des Jason Molina bleibt für Songs: Ohia auch weiterhin eine ulkige Anekdote, aber die ergreifende Dynamik dieses und der nachfolgenden drei Songs, zu der selbst in ruhigeren Passagen noch energische Akkorde treiben, trägt es jenseits der Blues auf “Didn‘t it Rain”, trägt es der fiebrigen, geisterhaften Fragilität von “Ghost Tropic” rasend schnell davon, und trägt es auch aus dieser sexuell konnotierbaren Anspannung, aus der “The Lioness” zu seiner schieren Größe erwuchs. Der Moment, der jedoch wenigstens einen der Grundpfeiler meines gesamten Songs: Ohia-Metaversums ganz gewaltig zum Schwanken bringt, beginnt mit dem Gesang zu “The Old Black Hen”. Es ist nicht Molina, der hier singt. Zum ersten mal auf einem Songs: Ohia-Album, ist es nicht die unverwechselbare Stimme des Jason Molina, die diesem Song zu noch stärkerem Ausdruck verhilft. Als dezent Blues-affine, aber doch sehr bestimmte Country-Referenz – der fremde Gesang addiert hierzu sehr wesentlich – eröffnet “The Old Black Hen” nicht nur einen Kontrast zum bisherigen Verlauf des Albums, sondern beschreibt auch ein ganz neues Kapitel für Songs: Ohia. Und vielleicht könnte man ungeschickterweise diese neue Seite noch versehentlich überblättern, würde dieses neue Kapitel nicht Augenblicke nach dem Verklingen von “The Old Black Hen” schon durch “The Peoria Lunchbox Blues” weitergeschrieben. Von Scout Niblett. Zunächst glaubte ich allerdings, ihre Stimme gehöre der Jennie Benfords, die man im Duett mit Molina schon auf “Didn‘t it Rain” hatte hören können. Würde das dafür sprechen, dass mit “Magnolia Electric Co.” tatsächlich eine völlig neue Ära für Songs: Ohia angebrochen ist, überlegte ich, dass Songs: Ohia nicht länger nur Jason Molina and ever changing musicians mehr sind, sondern dass aus Songs: Ohia eine Band geworden ist? Eine richtige Band, in der der Einfluss der neueren Mitglieder stetig zunimmt. Natürlich verlor ich mich mit jedem Moment, den ich mich intensiver diesem neuen Album widmete, immer tiefer in der eigenen Welt, die ich lediglich auf dem Fundament von Songs: Ohia baute. Und in der Regel ist das auch wunderbar so. Sind solche neuen Welten doch noch viel größer, um so viel subjektive Details angereichert, als es ein Künstler mit seinem initiierenden Werk vorausgesehen haben kann.
 
Irgendwann war er da. Nicht mehr zu übersehen. Ein Schatten hatte sich über mein Songs: Ohia-Metaversum gelegt. Und als ich endlich akzeptierte, dass dieser Schatten tatsächlich da war, ich ihn nicht länger leugnen konnte, war er schon so groß, dass es eine Weile in Anspruch nahm nach seinem Ursprung zu suchen. Ich war natürlich sicher, dass der Quell irgendwo auf “Magnolia Electric Co.” liegen musste, aber herauszufinden, dass es der grandiose Opener war, dies kostete mich eine mühevolle Rekapitulation der Imagination. Das Metaversum beginnt jenseits des Songs. Jenseits der großen Hymne, wahrscheinlich der größten Hymne, die Jason Molina je geschrieben hat. Mit Referenzen an das Schicksal der Schwestern und Brüder aus der Working Class Neighbourhood, betont Molina den dynamischen Charakter dieses Songs in einer Lyrik, die man viel eher schon mit den explizit politischen Singer/SongwriterInnen der Ära der Verweigerung assoziiert, als dass man sie auf einem Songs: Ohia-Album erwartet hätte. Das Metaversum und der Schatten, der sich darin breit zu machen beginnt, hat seinen Ursprung auch jenseits dieser Ode an den Willen zur Transzendenz der Depression. “We‘ll be gone but not forever.” Oder, halt, ist das doch der Quell? “We‘ll be gone… but not forever!” Das Ende einer Ära. Ein Neuanfang. “The Old Black Hen” und “The Peoria Lunchbox Blues”. We‘ll be gone. But not forever. Vielleicht sind das die epischsten sieben Minuten, die ich je gehört habe, resümiere ich. Vom Auftakt über den donnernden Refrain hin zum dem langsamen Ausklingen. “Where have all the brothers gone?” Die Instrumente gehen, eines nach dem anderen. “Listen!” Bis schließlich nur noch der Gesang den markanten Chorus wiederholt. Allein. “Listen!” Ist jetzt alles gesagt? Und wirklich, ich kann nun in den Kern des Schattens schauen. In ihm brütet die Aura der Konklusion. In sieben Minuten ist alles durchlebt. Von Anfang bis Ende. “We‘ll be gone but not forever” Ist alles gesagt? Zunächst? “Long Long Dark Blues”, wiederholt sich der Chorus. “Listen!” Und dann ist Schluss. End of Transmission.
 
Zwei Tage, drei Stunden. 23 Uhr und 37. MEZ.
Es ist längst noch nicht alles gesagt, verdammt! Der Schatten frisst.
 
 
“Nein”, entschuldige ich mich: “Kann heute nicht kommen.”
“Das ist Scheiße. Du hast ‘ne Freundin!” Natürlich ist sie nicht begeistert. Aber diese Leier schon wieder.
“Wann soll ich die denn treffen? Nein, hab ich nicht.”
“Hast du doch! Mich!”
“Hm…”
“ …”
“Morgen, wirklich. Heute geht echt nicht. Echt nicht.” Oh, Himmel, das ist anstrengend. Ich will auflegen. Auflegen und online gehen. Ich brauch‘ endlich ISDN … brauch‘ ich.
“Ich ruf dich nochmal an”, verhandle ich. “Nachher.”
“Bin nicht da. Bin schwimmen,” bockt sie.
“Also, ich versuch’s dann danach…”
“Tschüß”, sagt sie. Und legt auf.
Na also. Geht doch.
Ich fahre den Computer hoch. Sofort. Einwählen. Das dauert wieder. Drecksverbindung. Freenet kann man echt nicht mehr anbieten. Einloggen. Inbox. 3 Nachrichten. Könnte ja … durchaus … komm schon. Komm schon.
 
 
“Einen wunderschönen Guten Tag.” Ohne Scheiß. Das sagt sie wirklich immer zur Begrüßung am Telefon.
“Er hat geschrieben!!! Er hat geschrieben!!!”, juble ich in den Hörer.
“Na siehst du! Und kommst du jetzt doch?”, will sie wissen.
“Ja, ja, bin schon auf dem Weg!” Bin ich wirklich. Quasi.
“Und was schreibt er?”, hakt sie nach.
“Erzähl ich dir dann…”
 
 
Dieser Text war Teil des umfangreichen Specials zu den Bloomington Labels SECRETLY CANADIAN und JAGJAGUAR in PNG no. 56. Die Labels hatten aus diesem Anlass eine mehr als 70minütige Compilation für uns zusammengestellt. Die allerletzten Exemplare des limitierten Boxsets – ja so was haben wir damals gemacht – in dem sich CD und Heft befinden gibt es im PNG Store.
 
P.S. Natürlich stellte sich „Magnolia Electric Co“ dann tatsächlich als das letzte Songs:Ohia Album heraus. Molina und seine neuen, verbindlicher in ein Bandgefüge integrierte Mitstreiter benannten das neue Projekt nach dem Titel dieses letzten Albums: Magnolia Electric Co.

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