Samstag, Februar 22, 2003
Natürlich hätte dieses neue Sechs-Song Werk von Ovenda Fink und Maria Taylor kaum besser auf den Punkt betitelt werden können als mit eben „November“. Regen und eisiger Nebel klingt aus den Sphären eines jeden ihrer Songs und nicht minder dem Townes Van Zandt Werk „For the Sake of the Song“, das sie in zweifelsfrei schöner Interpretation ihrem Kosmos zueignen. (Continued)
Samstag, Februar 22, 2003
„Steal this Album“ scheint eine dieser Geschichten, die eine Band veröffentlicht, wenn sie vertraglich noch für ein Album an eine Tonträgerfirma gebunden ist, aber keinen Bock auf eine fortwährende Zusammenarbeit mehr hat. (Continued)
Donnerstag, Februar 20, 2003
Die Wandelfähigkeit von Windsor for the Derby ist nicht das Beeindruckendste an dieser Band. Es ist die Bravour, mit der sie jede neu erschlossen Facette meistern und mit genreübergreifender Relevanz erfüllen. Von tonnenschweren Dron-Sounds bis zu sensibelsten Singer/Songwriter Melancholien hat die um das Kernduo Dan Matz und Jason McNeely konstituierte Band seit 1996 auf Labels wie Trance Syndicate, Young Gods und nun auch Aesthetics so vielfältige wie großartige Alben veröffentlicht. Und es wäre darüber hinaus nicht angebracht, grandiose Seitenprojekte wie The Birdwatcher und diverse Soloveröffentlichungen in den Schatten von Windsor for the Derby zu stellen. (Continued)
Donnerstag, Februar 20, 2003
In einer dieser wunderbaren Romanzen aus Dynamik und Melancholie, wie sie dereinst nur im Fantasy-Kino Hongkongs geschaffen werden konnten, heilte eine Prinzessin die Wunden des genauso armen wie mutigen Fischers mit einem im Sternenglanz glitzernden Pulver aus Perlmutt. Die Prinzessin und der Fischer waren sich in diesem Moment näher, als es die Etikette erlaubte. Sie waren sich näher, als sie es je wieder sein würden, auch wenn sich ihrer beider Herzen noch mehr Innigkeit ersehnten. (Continued)
Mittwoch, Februar 19, 2003
Daniel Marcellus Givens ist als Künstler beinahe schon so umtriebig wie ein Saul Williams. Zu den artistischen Feldern, in die er schon seinen Namen prägen konnte, gehören neben der Malerei, Photographie, dem DJing und seinen schriftstellerischen Ambitionen mittlerweile auch drei Veröffentlichungen auf Aesthetics. Ein Longplayer und zwei Eps, Panoramen einer Reflexion von Welt, in der Givens essentielle Fixpunkte nur sehr sensibel hervorgehoben hat. Die Vielfalt ohne rigide ordnende Struktur soll überwältigen und zu einer engagierten Auseinandersetzung zwingen. An der Oberfläche fühlt man sich mitunter verlassen. (Continued)