Strategy - Drumsolo’s Delight
Strategys Musik ist keine der grellen Farben. Der Echohall schwebt aus dem braunen Grau, den unscheinbarsten Nuancen der Nacht, trägt mit sich Klänge und dezente Melodien, denen man keine fixe Form zuschreiben möchte. Selbst die Stimme, die man während „Walkingtime“ erhört, verdichtet das gedankenwuchernde Okkulte nicht zu einer unverrückbaren Existenz. Strategys Konzeptionalisierung von Klang ist herrlich indefinit; grenzenlos mit individuellen Werten ausstaffierbar. So ist es niemals zwingend, dass man die Legende um das zweite Album des Portlander DJ und Multiinstrumentalisten Paul Dickow unter diesem Signet auch ganz und gar für sich beanspruchen muss. Ganz unaufdringlich schimmern seine Geschichten aus den Achtzigern durch die hauchzarten Texturen. Rekapituliert in der Ambience eines postmodernen, pulsartigen Dubsounds, bleibt alles so angenehm unverfänglich, dass hier niemals auch nur so viel wie eine Ahnung genährt wird, man hätte sich im Getriebe der Revivalmaschine festgehangen.
(Kranky/Southern)
Nimrod
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