The Album Leaf - In a Safe Place
Ein ganz herrlich schöngeistig, hoch sensibel verbrämtes Stückchen Musik ist „In a Safe Place“ geworden – genau, so sagt es der Titel, ein Album, bei dem rein gar nichts falschgemacht wurde. So dass denn auch dem Album nichts Böses widerfahre. So viele Freunde. So viel Händeschütteln. Der alte „Black Heart“-Prozessionsgefährte Pall Jenkins. Jon Thor Birgisson mit seinem ätherisch nullcomprende Feenlatein. Múm und Amina. Alle sind so unglaublich nett und alles ist ganz lieb gemeint. Gemeinsam auf der Wiese neben dem Sigur Röschen Swimmingpool. Träumen handinhand vom viel zu kurzen Isländersommer. Sonne auf zarten Spinnenweben, durch die der Wind Geschichten weht, die man manchmal hören kann; leider nicht auf diesem Album, okay, aber dafür muss man ja nicht die Spinnweben verantwortlich und kaputt machen. Man macht einfach überhaupt nichts kaputt. Selbst wenn es klebt. So empfiehlt sich die heile Welt. Jimmy LaValle hat sich einen sicheren Platz gefunden, einen Ort zum Wohlfühlen. Klangbaden. Abhängen. Eine Welt ohne offene Fragen, ohne Momentum. Slackertum in perfekt geschneidertem Sound. Selten wurden Banalität und Langeweile geschickter poliert.
(City Slang/Labels/EMI)
Nimrod
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