Bodekka - Hapi Nightmares

Nun, hier weiß ich gar nicht, wo ich mit dem Schwelgen beginnen soll. Solche Harmonie und Schönklang hüllt einen heute nur selten von aktuellen Tonträgern ein. Psychedelisch wabernde Farbteppiche und Lavalampengeblubber nehmen dich mit auf die Reise zu Farben und fließenden Formen. Das Quartett aus London saust vorbei an der am Straßenrand liegen gebliebenen Beta Band, überholt die British Sea Power rechts und kommt den Flaming Lips und Mercury Rev immer näher. Hymnisch, harmonietrunken, ohne Scheu vor der großen Geste, aber ohne Pathos und nervigen Schnulz verbinden sich wundervolle Melodiebögen mit selbstverständlich erscheinenden, ausgefuchsten Arrangements zu einer bezaubernden Melange. Manchmal vermeint man den jungen McCartney zur Musik von Air oder Grandaddy singen zu hören. Tagträumend, unwiderstehliche, süchtig machende akustische Psychopharmaka.
Und nun noch etwas Merkwürdiges. Leider widersprechen sich die Angaben im Internet, und hie und da wird das 2004er Album „The Piper, The Devil, The Poet And The Priest“ als Debüt gelobhudelt, anderswo taucht ein „Mini“-Album, genannt „Hapi Nightmares“, auf. Die spanischsprachige Seite des Labels Mushroom Pillow datiert sie auf 2002, andere Webseiten auf 2001. Beim Label hat sie dieselben Titel wie 2005. Warum also „Mini“? Mysteriös? Oder einfach eine Wiederveröffentlichung? Sieht so aus. Aber Danke dafür auf jeden Fall. Übrigens wurde der Titel dem gleichnamigen Bettengeschäft gegenüber dem Übungsraum der Jungens in Ost-London entlehnt. Na dann, auf die glücklichen Alpträume auf dem Pilzkissen.
(mushroom pillow/ Edel Contraire) Klaus

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