65daysofstatic –
One Time For All Time

Praatz! Das Stakkato aus Drums (analog und elektronisch), Gitarre, Noises und Piano, das schon beim Opener „drove through ghosts to get here“ über den Hörer hereinbricht, lässt keinen Raum zum Zögern – geschweige denn für Gesang. Auch auf ihrem zweiten Album auf Monotreme sprühen die jungen Briten über vor instrumentaler Virtuosität und Versiertheit. Deutlich zerfahrener, unruhiger als die Kollegen von Mogwai ist das, was das Quartett aus Sheffield hier auftischt, wobei die Breakbeats ihren Teil zur Geschwindigkeitssucht beitragen. 65dos liegen eher im Breitengrad zwischen Godspeed You Black Emperor! und Squarepusher. Zwei Landmarken, die sich jetzt vielleicht nicht direkt als vereinbar darstellen, aber in 65dos einen kongenialen Nenner finden. Leider hat der Rausch bei aller Genialität, die hier mal ohne zu zögern ausgesprochen sein soll, aber auch einen entscheidenden Nachteil: „One Time For All Time“ ist ganze 37 Minuten kurz. Immerhin bleibt damit Zeit zum Stöbern nach dem ebenfalls lohnenden Vorgängeralbum „The Fall Of Math“. „These are songs with no words, but they are screaming“, heißt es im Booklet - und damit haben sie verdammt nochmal recht! (Monotreme / Cargo) Lars

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