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Beinahe eine Liebesgeschichte Peter Chans Musical Perhaps Love

perhaps love

Peter Chans mit viel Tamtam präsentiertes Musical – neben dem offensichtlichen Staraufgebot Jacky Cheung, Takeshi Kaneshiro und Zhou Xun arrangierten sich hinter der Kamera mit Peter Pau und Christopher Doyle gleich zwei ganz große Meister der Kinematografie – erzählt, durchfräst von glücklicherweise nicht zu viel Tanz und Singsang, im Grunde nur eine seiner älteren Geschichten neu. Die Konstellation der skrupellosen Female, die sich vor allem selbst am nächsten ist, und dem knirpsigen, viel zu guten Kerl, der in seiner Liebe zu ihr verbittert, erinnert frappierend an einen von Chans bisher größten internationalen Erfolgen – den Klassiker „Comrades – Almost a Love Story”. (Continued)

Verstörend Betörend Metric

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In Deutschland unterwegs zu sein, muss Emily Haines ermüden. Dass das Album „Live It Out" international mit einem dreiviertel Jahr Verspätung promotet wird, kann man ja noch als unumgehbares Übel abnicken. Aber auch Metrics Debüt „Old World Underground/ Where Are You Now?", das in den USA und Kanada bereits 2003 veröffentlicht wurde, ist in Deutschland erst im Mai diesen Jahres erschienen. Über so einen alten Schinken zu reden, als wäre er gestern entstanden, geht bestimmt an die Nieren. „Nein, das ist schon okay, ich mache das gern", antwortet Emily, als ich sie darauf anspreche, mit einer derartig grazilen, sanften und schlicht netten Stimme, dass mir das Herz aufgeht. Aus einer infantilen Laune heraus hatte ich es bisher weitestgehend als für mich entwürdigend empfunden, „Frontfrauen", wie man so schön sagt, etwas Gutes zuzusprechen, sei es Talent oder ansprechende Optik. Doch schon beim ersten Satz am Telefon merke ich: Frau Haines könnte das ändern. (Continued)

Von Schlangen und Vögeln The Appleseed Cast

Appleseed cast

Dem mittlerweile arg gebeutelten und demzufolge zu Recht verschrienen Emo entsprangen nach dessen Entjungferung Mitte der Neunziger „The Appleseed Cast". Damals noch eher ein Stereotyp dieser Musikschublade und ohne „The" im Namen, gehören sie heute, zig Alben, mehrere Weltumrundungskonzertreisen und eine Dekade später, einer gänzlich anderen Gattung an: einer ganz besonderen Gattung der Vögel.

(Continued)

Final Fantasy - He Poos Clouds

6935.jpgDie Musik aus den Kammern seines wild schlagen Herzens und seines völlig verquer sich winkelnden Gemüts kommt herausgeritten auf etwas mehr als nur einem Odem feuchter, heißer und gar noch übel riechender Luft. Nein, der gute Owen Pallett hat es wahrhaftig nicht nötig, garstige Wolken um sein Genie zu weben – mit seinem zweiten Soloalbum steht er, wie man das deutlich hören darf, denn auch längst nicht mehr so alleine wie noch auf dem Debüt. Auf „Final Fantasy Has a Good Home" spielte Pallett nur die Violine, und obschon er auch „He Poos Clouds" nicht minder höchstselbst komponiert hat, gelingt es ihm nun, seine bezaubernd eigenartige Klangvision absolut mitreißend durch orchestrale Dimensionen zu geleiten. (Continued)

Großartig inspiriert Our Brother The Native

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Wenn falsche Vögel tschilpend ihre Flügel lüften, in den verwegen schaukelnden Wipfeln verknorpelter Zedern, die ächzen, aber feste stehen, über einem wild wuchernden Dschungel Kraut, wenn man sich orientierungslos aber gut aufgehoben fühlt, völlig eingehüllt in den feinen Rauch, der aromatisch aus den trockenen Stengeln dieser ungezügelt gesprossenen Referenzen aufsteigt, dann konnte man sich bisher beinahe darauf verlassen, dass es ein Bruder vom Animal Collective ist, der da am tanzenden Feuer heißer Emotionen kokelt. Aber auch diese Jagdgründe sind nicht ewig, noch nicht einmal so abwegig wie sie lange schienen. (Continued)

Heute Abend: Audiolith bei Radio Blau

54.jpgSpät, aber noch nicht zu spät zum einschalten: heute abend gibt es ein Audiolith-Spezial auf Radio Blau. Sergej Klang, Herr Nauber und Jensor bitten zum Querschnitt durch die Geschichte des Hamburger Labels, zu Anekdoten aus dem Labelleben und natürlich zu jeder Menge Musik der Herren Plemo, Miki Mikron und Co.

21-22 Uhr auf Radio Blau 

Stay tuned!

- Live hören!             - Gewusst wo!          - Die #68 mit Audiolith-CD

Melt! Festival 14.-16.07.

Melt! LogoDer Sonderstellung wegen, die das Melt! bereits aufgrund seiner extraordinären Umgebung einnimmt, gehen uns die empfehlenden Ankündigungen freilich problemlos von der Hand. Man sollte da grundsätzlich immer hinfahren, natürlich. Davon aber abgesehen ist in DIESEM Jahr Fehlen unentschuldbar. Alter, was für ein Line-up! Man möchte mit dem Droppen der Details gar nicht erst beginnen, zwangsläufig gerät man vom Hundertsten ins Tausendste. Hier nur eine grobe Auswahl: Pet Shop Boys, Aphex Twin, Hell, Battles, 2manydjs, Trail Of Dead, Tomte, Editors, Deichkind, Egoexpress, Digitalism, Hot Chip, Moonbootica, Oliver Koletzki, Pitchtuner, Dave Clarke, Infadels, Phoenix, Kante, Miss Kittin usw. usf. Wie gesagt, Fehlen gilt nicht.

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