http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2006 » August

Alte Säcke do it better - Radio Birdman in Berlin!

RadioBirdmanDa haben sie sich doch tatsächlich noch einmal aufgerafft. Nicht nur, dass es Radio Birdman nach guten 30 Jahren Bandgeschichte geschafft haben, mit “Zeno Beach” just vor einigen Wochen den dritten Longplayer vorzulegen - nun haben sie gar ernst gemacht, was das Thema Europa-Tour betrifft. Am 21. September schlagen die Australier um Sänger Rob Younger in Berlin auf; genauer gesagt in der Kalkscheune (in angenehmen Programmumfeld mit beispielsweise Marianne Rosenberg, die sich an dieser Stelle am 13.9. die Ehre gibt - da sage noch einer, Legenden aller Coleur würden nicht zusammenhalten!). (Continued)

Ersäuft in zelotischem Geschrei Superman Returns

iheartsuperman.jpgWenn Clark Kent seine Brille ablegt, dann sieht er nicht nur immer noch genau so aus wie Clark Kent, er bleibt auch genau so langweilig – der drögeste aller Superhelden. Es ist eines der großen Paradoxe der Superman-Serie, wie der seine Umwelt seit Jahrzehnten an der Nase herumführen kann. Selbst seine überirdischen schaustellerischen Fähigkeiten als gegeben akzeptiert, bleibt es doch äußerst verwegen, das Publikum glauben zu machen, dass sogar eine gewiefte Superjournalistin wie Lois Lane - die vormals und kurzzeitig zudem mit Superman liiert gewesen ist – nicht eins und eins zusammenzählen kann, wenn nun im Schatten des wiederkehrenden Heilands auch Clark Kent plötzlich seinen Bürotisch wieder einräumt. Doch sie sei entschuldigt, ihr Herz ist im Aufruhr, ihr Blut in Wallung. Sie kann keinen klaren Gedanken fassen, schon gar nicht in dem Moment, da Superman in ihr Leben zurückkehrt, als ihr Flugzeug aus zehntausend Metern Höhe auf die Erde zurücksaust. (Continued)

Hier endlich wieder: Die Aeronauten

Hallo! Hallo, lieber Mensch da draußen, der am Samstagabend während einer Haldern-Pop-Umbaupause an den PNG-Stand trat und in mir die Erinnerungen an die famosen Aeronauten auffrischte: Diese Neuigkeit ist für dich!!! Aber natürlich nicht nur - denn es ist eine gute Nachricht. Olifr M. Guz & Co. sind back in town! “Hier: Die Aeronauten” heißt die neue CD, die via L’Age D’Or am 29. September in die Plattenläden dieses Landes gestellt wird. (Continued)

Rörhät comes to your house

Volt2

Noiseheads aufgepasst: Unsere beiden PNG-Noise-Rock-Favoritenfreunde Volt (Foto) und Todd geben sich die Ehre und dies auch noch auf einem Festival! Zu erleben ist dieser Krch-Overkill am 8. und 9. September im Gutspark Cammer und zwar im Rahmen des von Freund Andreas “Kanzler” Kohl aus dem Boden gestampften “South Of Mainstream”-Events. Der ganz persönliche Jensor-Tipp: Bloß nicht verpassen, wie sich die derzeit wohl ernstzunehmendsten Noise-Bands der westlichen Hemisphäre im Destruktiv-Sein in der hoffentlich noch recht schönen grünen Natur überbieten. (Continued)

The real Avantgarde is smiling Avantgarde Festival 2006

schiphorstrainbowkleiner.jpgIm schönen Lüneburg sitzt das Elektro-Label Sonic-Fiction, ein Konglomerat aus Künstlern, für die elektronische Musik mehr als das Ausleben einer sogenannten Spaßkultur ist. Da sie aber dennoch Spaß haben wollen, zieht die über beide Ohren grinsende Sonic-Fiction-Bagage vom 1.9. bis 3.9. aufs Avantgarde-Festival nach Schiphorst (im schönen Schleswig-Holstein, von Hamburg aus gleich um die Ecke), auf dass sie dort ihre schallenden Spuren hinterlassen.
(Continued)

David & The Citizens - Stop The Tape! Stop The Tape!

datcsttstt.JPGChapeau und so: Herr Fridlund muss irgendein Gen haben, das es ihm nicht ermöglicht, alltägliche Sinneseindrücke auf herkömmliche Art und Weise, sprich simple Gedanken, zu verarbeiten; stattdessen scheint er einen überbordenden Drang zu verspüren, seine Innenwelt musikalisch nach außen zu kehren. Anderweitig kann ich mir jedenfalls nicht erklären, wie er nach seiner diesjährigen Soloplatte „Amaterasu“ auch noch ein Album mit seiner Hauptband aufnehmen konnte. Das Tape anhalten will man hier wahrlich nicht, viel zu reißend sind die Melodien und Strukturen, die es einem einfach nicht erlauben wegzuhören. Angefangen beim angenehm fidelen „A Heart & A Hand & The Love For A Band“ über das verzweifelte „Out Of My Hands“ bis zum fast schon swingenden und trotzdem bittersüßen „What If Nobody Would Catch Us?“ zieht David Fridlund wieder sämtliche Register, gleichwohl bedeutend energischer und überzeugter als noch als Solokünstler. Sicher, der Vergleich hinkt, aber parallelisierte man „Amaterasu“ mit Bright Eyes, dann wäre das hier wahrscheinlich Desaparecidos. (Continued)

PnG Radio XXL

radioblau_logo1.gifHeute abend bekommt ihr volle drei Stunden PnG auf die Ohren: nach dem Phonographiscne Quartett u.a. mit neuen CDs von DJ Shadow und Hot Gossip gibt es noch zwei Stunden Southern-Spezial mit allem Wissens- und Hörenswerten zu dem Berliner Label. Drei Stunden Rock und Redakteure…oder so. Einschalten ist also Pflicht!

* Online Hören

* Radio Blau

* Frequenzenübersicht

Zimpala - Honeymoon

zimpala.jpgEinen immer recht anregenden, ambitioniert umherglobalisierenden Style-Clash arbeiten die Damen und Herren aus Bordeaux beinahe unentwegt in ihre Pop-Auslegung ein. Da gehört es freilich zum Berufsrisiko, wenn man aus Versehen hin und wieder über die Demarkationslinie zur World Music hinausentgleist. Zimpala sehen das nicht so tragisch, sie nehmen mit ihrem Bandnamen – den wir im Übrigen an dieser Stelle nicht erklären wollen, allein schon weil wir selber nicht wissen, was er bedeutet – manchen übereifrigen Gestus in diese Richtung bereits vorweg. Zimpala pflegen ihren Gestus, der sich vorwiegend aber eben doch auf der sicheren und richtigen Seite eingroovt, mit einem beachtlichen musikalischen Wissen, was da an Jazz-Ausarbeitungen und Latin und Folk und zum Teil wunderbar verwegen produzierten Beats zusammentrifft, machte in anderen Kontexten wohl wenig Sinn. Im Kontext dieser Band kann Popmusik nur so funktionieren. Wir fühlen uns gelegentlich an die Geistesblitze von Smoke City erinnert oder an den Lolita-Charme, mit dem uns einstmals die Kinkyness von Vanessa Paradis ganz kirre machte. Noémie Brosset, die hier omnipräsente Stimme kann das mindestens genau so gut. (Légère Recordings/ Our)

… und ein Hindernis-Parkour um Deutschland-Bojen

Immergut. Haldern. Melt. Langweilende Aufmärsche Indie-Borniertheit. Die Routine. Mit Regen. Matsch. Lausigem Sound. Und Bier vom Sponsoren für 5,00 Euro. Das ist das Leben nicht. Das kann es nicht sein. Nicht das Leben, das wir unseren Eltern immer voraushaben wollten. Es war höchste Zeit, sich mal wieder bei Den Anderen umzuschauen. Eindrücke von einem Dorffest im Brandenburgischen.

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(Continued)

Jeff Mills - Blue Potential DVD

jeffmills.JPGWenn Klassik auf kommeryielle Musik trifft, ist das immer so eine Sache. Prinyipiell kann man es niemandem ganz gerecht machen und muss schon mit einem hohen Maß an Toleranz rechnen, um beide Lager für sich gewinnen zu können. Hier stimmt zumindest der Anlass: zum Jubiläum der grössten erhaltenen Aquäduktbrücke der Antike, dem Pont du Gard in Südfrankreich arrangierte Jeff Mills, seines Zeichens lange abgetauchte Detroit Techno-Legende, seine Stücke mit dem Franzosen Thomas Roussel für das 80köpfige Nationalorchester Montpellier um. Note für Note, Effekt für Effekt. Er selbst bediente dazu den Drumcomputer. Von den Originalen ist dadurch nicht mehr viel Erkennbares übriggeblieben, an Neuem nichts wirklich Substanzielles entstanden. Was bleibt ist Langeweile auf CD und ein Publikum, das sich die Beine in den Bauch steht und immerhin die schöne Architektur mit Feuerwerk genießt. (Tresor / Rough Trade)

Justin Balk - Golden

jb_g1.jpgJustin Balk, ich liebe dich. Ganz im Ernst, du bist toll. Normalerweise mag ich solche Musik, wie du sie machst, nicht, und mein Freund Ex-Freund hat sogar gesagt, dein Album klingt nach der pubertären Möchtegern-Band Echt. Aber er versteht dich nicht, Justin. Und möglicherweise werden dich auch viele andere nicht verstehen, weil sie deine Lieder bestimmt belanglos finden, vielleicht sogar schlageresk, schon tausendmal da gewesen und bestenfalls geeignet für Hamburger Stadtfeste oder Deutschpop-Festivals irgendwo in der Pampa. Doch ich verstehe dich. (Continued)

Hush Puppies - The Trap

hushpuppies.jpgDer neue Mod kommt aus Frankreich. Nein, nicht verlesen, es geht hier nicht um Mode, auch wenn sich die Hush Puppies nach einer Schuhmarke benannt haben. Nein, es geht um den Sound der Sixties, den die französische Band schon seit einigen Jahren rekultiviert. Nach einigen Eps in der Vergangenheit, haben sie jetzt ihr erstes Album „The Trap“ vollendet und man kann ohne Umschweife sagen: die fünf Franzosen aus dem Mod-Mekka Perpignan rocken! „I was born in the seventies“ heißt es gleich im Opener und man besinnt sich auf die Wurzeln. Zitatrock galore, der verdammt gut in die Beine und noch besser ins Ohr geht. Melodiös, nach vorne, manchmal mit etwas hoher Wiederholrate, aber rundum rockend – und völlig ohne französischen Akzent! (Faith / Rough Trade)

69daysofshopping

h06_0856.jpgGut, okay, war längst überfällig. Aber jetzt ist die PnG #69 auch endlich über den Shop zu haben.
Die Rifles haben sie schon, wie ihr seht. Und sie scheint ihnen zu gefallen. Recht so.

Also, holt Euch Eure eigene!

——–> Hier gehts zur Kaufhalle <--------

ps: das Interview mit den Rifles gibt es in der PnG #70! Ab Oktober im Handel!

Kimya Dawson - Remember That I Love You

kimya.jpgFrl. Dawson setzt auf ihrem zweiten Solo-Album unbeirrt die Lo-Fi-Mission fort, die sie mit ihrer ersten Platte „Hidden Vagenda” und ihrer Band Moldy Peaches begonnen hat. Während ihr ehemaliger Band-Kollege Adam Green an Glam und Opulenz immer mehr zulegte, reduzierte Kimya Dawson das ohnehin schon spärliche Instrumentarium für „Remember that I love you“ noch weiter. Die Akustik-Gitarre dominiert. Man hört hin und wieder mal ein Banjo und eine Fiedel, und ein paar Glöckchen. Das muss reichen. Und es reicht auch. Nichts lenkt ab, von ihrer rauchigen, brüchigen, merkwürdig schönen Stimme. (Continued)

Wie Wayne sagt… The Flaming Lips

FlamingLips_small.jpgIch weiß nicht, ob das so gut ist. Wenn ich dazu Fragen gestellt bekomme – und das bekomme ich viel zu häufig -  ist es an mir, zu erklären, dass das alles nicht gut ist. Und schon gar nicht einer Entscheidung folgt, die ich getroffen habe, weil ich wusste, dass es das Beste ist. So zu sein. Ich hatte keine Wahl. Nicht weil ich immer so sein wollte, bin ich so geworden… nein -  es hat sich so ergeben. Einfach so. Keine Ahnung , ob es je die Chance gab, dass sich das hätte anders entwickeln können. Für mich. Wahrscheinlich nicht. Höchstwahrscheinlich nicht. (Continued)

The Boy Group - Love is a Freaquency

theboygroup.jpgThe boys got the motion got the party. Nach Remix, Heavy Rotation und Stardom schreiende Platte, ein Allstar Projekt, sozusagen. Die wissen, was sie machen. Viktor Marek, Pudelclubcheffe und Mitochondrium der Subkulturtanzbodenlegende 8doggymoto, Staatsaktlabelmann Moritz Love aka Maurice Summen of Die Türen und Christian „Goodbye Monkey Gravity“ Harder, ein Dreigestirn, das sich aufgemacht hat, musikalisches Popschillern für The Dome und diese anderen Discos zu schrauben, aus denen man niemals nüchtern morgens in das Licht tritt. (Continued)

Awoo!!! Hidden Cameras in Leipzig

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Zacker machts möglich: nach Antony kommen nun auch die Hidden Cameras nach Leipzig! Im Oktober spielen die Kanadier in der Schaubühne Lindenfels. Die 7köpfige Band aus Toronto steht meist noch mit 5köpfiger Unterstützung auf der Bühne – der eigentliche Kopf ist aber Sänger, Gitarrist und Songschreiber Joel Gibb. Gemeinsam werden sie ihre neue CD "Awoo" vorstellen und neben Geschichten über das schwule Leben auch die Natur, der Mond und das Licht- und Schattenspiel mit seinen Auswirkungen auf den Menschen thematisieren. Das kann spannend werden. (Continued)

summer of sixtynine

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Verehrte Freunde, heute ist unser neues Heft erschienen. Es ist bereits Nummer 69. Es hat 'Hass' als Thema.
Es enthält die wohl umfangreichste Labelstory, die es zu Fat Cat Records, einer unserer Lieblingsplattenfirmen, jemals gegeben hat.
Eine CD liegt freilich auch bei.
Sechs Euro kostet der Spaß. Ab jetzt an den Bahnhofskiosken, im gut sortierten Plattenladen und in Kürze auch hier erhältlich.

 

(Continued)

Wir sind zurück und haben Euch was mitgebracht Haldern Pop 2006

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Vier Tage Haldern liegen hinter uns. Vier Tage Rock und Regen in denen reichlich PnGs über den Tisch gingen und nach denen uns  wieder eine ganze Menge Leute mehr kennen. Der meistegehörte Satz, neben "Was machtn ihr?" oder "Verkauft ihr Zigaretten?" war eindeutig "Ich hab Euch noch nie irgendwo gesehn." – was sich in Zukunft definitiv ändern wird. Nächstes Jahr sind wir wieder am Start und dann gibts vielleicht die ersten Schachteln unserer hauseigenen PnG-Zigarettenmarke. 

Bis dahin: erfreut Euch an den Bildern, die da sind und den Zahlreichen, die noch kommen werden!

PnG @ Haldern 06 – Alles für den Pop!

figurlogo.gifIn wenigen Stunden gehts für die PnG-Redaktion auf in den Hohen Norden zum Haldern Pop Festival 2006. Wir scheuen die lange Reise nicht und auch nicht die schwere Ladung, denn wir haben für Euch Kistenweise Hefte am Start. D.h. es gibt eine Menge längst vergessenes Archivmaterial abzugreifen, teilweise zum Super-Sonder-Festival-Angebots-Preis. Daneben habt ihr natürlich auch die Möglichkeit uns mit Fragen zu löchern, uns Eure Kritik um die Ohren zu hauen oder uns einfach mal anzufassen (aber vorher fragen!).

Wir werden aber natürlich auch die Gelegenheit nutzen, das Festival photographisch festzuhalten und das ein oder andere Interview zu erledigen, das ihr dann in der PnG #70 lesen könnt.

Zum Schluss die brandheiße Überraschungsnachricht: wir haben die #69 im Gepäck! Also wenn ihr die Ersten sein wollt, greift zu. Ab nächster Woche dürfte unsere Neue dann auch den regulären handel erreicht haben.

Also: wir sehn uns in Haldern, wenn ihr Karten habt!

Bis dahin kleben wir uns jetzt noch die Finger Wund an den frisch gelieferten Ausgaben, damit wir sie morgen früh pünktlich in den Haldern-Transporter verladen können…

Alles für den Pop!