http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2006 » September

Kindskopf The Science of Sleep

plakatmotivjpeg_995x1400.jpgAn dieser Stelle werden wir in Zukunft regelmäßig interessante, besondere, außergewöhnliche Filme vorstellen, die häufig auch einen Musikbezug aufweisen. Im Fall von “Science of Sleep”, der bereits auf der diesjährigen Berlinale zu sehen war und dort idiotischer- (oder doch sinnvoller- ?) weise außer Konkurrenz lief, ist es nicht schwer, diesen Bezug herzustellen. Ersponnen, geschrieben und inszeniert ist er nämlich von keinem Geringeren als Michel Gondry, der als Regisseur zahlreicher Videoclips begann, die wohl jedem im Gedächtnis geblieben sein dürften. Man denke nur an die tanzenden Skelette in Daft Punks “Around the World”, Björks Bärenvideo “Human Behaviour” oder die Vervielfältigung der White Stripes in “The Hardest Button To Button”. Hier konnte er ausprobieren, was er nun auch auf der Leinwand ausleben darf: schneiden, kleben, animieren und dabei einen kindischen Spaß entwickeln, der sich ohne Umwege auf die Zuschauer überträgt.

(Continued)

le club uts,m! - Kostenloser Sampler

utsm.gifAn dieser Stelle sei ausnahmsweise mal auf die Münchener Kollegen von rote raupe hingewiesen, die in Zusammenarbeit mit dem Berliner Veranstalter le club uts,m! einen kostenlosen MP3-Sampler ins Netz gestellt haben, der eine ganze Menge interessante Künstler versammelt. Darunter Audiotransparent, Björn Kleinhenz, Sir Simon Battle, sowie neben Amandine, deren Tour wir demnächst präsentieren, auch EF, die ja, wie ihr ein wenig tiefer wahrscheinlich längst gelesen habt, heute abend ein Gastspiel in Leipzig einlegen. Da ziehen wir respektierlich den Hut und verweisen auf
rote raupe spezial_utsm
außerdem verlosen die Kollegen aktuell Karten für das Berliner Konzert von EF und Daniel Benjamin am morgigen Donnerstagabend -> Mitmachen!

…soll ja keiner sagen, Euch entgeht was, wenn ihr png-online lest :)

Breitwandkino aus Schweden

Kleiner Programmtipp für den 27.9.06, 21.00 Uhr beehren EF (S) und Unwed Sailor (USA) unser schuckelig heruntergekommenes Union Theater Connewitz. Geht gefälligst alle hin und zwar dalli !!! Als Entscheidungshilfe sei euch die Rezension der aktuellen Veröffentlichung an die Hand gegeben.

weitere Termine: 28.9. Berlin, 29.9. Bonn, 4.10. Darmstadt, 7.10. Rostock

ef.jpgEF
GIVE ME BEAUTY…OR GIVE ME DEATH
Ja, ich weiß, der gemeine Post-Rock ist ein viel beackertes Feld. Das meiste ähnelt sich und ergeht sich nicht selten in selbstverliebtem Muckertum. Qualitätsunterschiede lassen sich meist nur subjektiv begründen. Genau wie jede Menge anderer Bands kochen EF auch nur mit Wasser und bedienen sich des genreüblichen Instrumentariums, Gitarre, Bass, Schlagzeug und ergänzen Orgel, Cello, Akkordeon, Melodica, Trompete und Glöckchen, nicht zu vergessen der dezente Gesang, auch schon mal im Duett. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten kommen die Instrumente wohl dosiert zum Einsatz und wo bei anderen ein steter Gewittersturm fegt, Düsternis und Verdammnis vertont werden, öffnet sich bei EF der dunkle Himmel, helleres Grau tritt hervor, die Gewitterschwaden ziehen weiter und geben den Blick auf die sturmzerzauste Natur frei und am Horizont zeigt sich ein Silberstreif. (Continued)

The Real Fat Boys Twist Again Sumo

The rules appear quite simple. Step out of the ring. You lose. You fall. You lose. Still, you have six judges watching very closely. And they do not always agree. Neither does the excited audience. Hundreds of cushions fly and hit the judges. Their final say isn’t too popular. Temper temper. In a steaming Sumo arena even the extremely polite Japanese can lose it.

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(Continued)

Hauptstadtgeflüster: Ad Noiseam meets Cock Rock Disco

flyer-1.jpgAlle Wege führen unweigerlich in die Hauptstadt. Deutschlands erster schwuler Bundeskanzler in spe verdient sich dort seine Meriten, doch die Stadt versinkt im Sumpf musikalischer Mangelware, die sich in alten Spuren verliert oder auf dem Hype reitet. Manchmal aber, jenseits des erstassoziierten Berlin-Sounds, werden internationale Special Interest Maßstäbe wie bei Ad Noiseam und Cock Rock Disco gesetzt, die jeweils ihr ganz eigenes Verständnis von Breakcore/Drum and Bass/Mash Up/Experimental Breakbeats und mehr in Eigenregie von Berlin aus in die Welt tragen. Am 30. 9. im Bastard am Prater (Kastanienallee 7-9) geschieht dies live mit einem Aufgebot, dessen paralysierenden, gleichzeitig höchst bewegungsfördernden Qualitäten beispiellos sind, als da wären: Drumcorps, Mothboy, Slepcy, Antigen Shift, Donna Summer/Jason Forrest und vor allem Cdatakill, auf dessen wunderbares, Mitte Oktober erscheinendes Album „Valentine“ demnächst noch näher eingegangen wird. Go to where the future is! Free stuff galore:

www.adnoiseam.net
www.cockrockdisco.com (Continued)

Reebosound – s/t

reebocd2006.jpgEine ganze CD für lau? Legaler Download ohne Schuldgefühle? Wo gibts denn sowas? Reebosound nennt sich der junge Hannoveraner Sven Missulis, sonst gemeinsam mit Timo Lommatzsch als Psychedelic Avengers unterwegs. Nach seinem Debüt “Demos” liegt nun mit dem selbstbetitelten Neuwerk ein erstes vollwertiges Studioalbum vor. Im Institut für Wohlklangforschung von ihm und Willi Dammeier produziert, folgt dem rohen Sound des Vorgängers eine gut gemischte, runde Rockplatte mit reichlich Popappeal für den verdienten Erfolg. Mehr als 1000 Interessierte zogen sich die Songs schon von seiner Website. Das kann man schon einen beachtlichen Erfolg nennen. Nun liegt das Werk auch uns vor und weiß zu gefallen. Das Schöne: die Songs gibt es weiterhin auf reebosound.de zum Download, alternativ auch zum Freundschaftspreis von 5 Euro plus Porto frei Haus. Ein schöner Beweis dafür, dass Erfolg nicht immer an Verkaufszahlen gemessen werden sollte.

Radiologie

radioblau_logo1.gifWir sind ma wieder on Air für Euch! Heute abend tagt das Phonographische Quartett – erstmals zum dritten Mal in Folge – und alle Eure liebsten Radiotrinker sind anwesend: Jensor kredenzt uns die Junior Boys “So This Is Good Bye”. Der Herr Nauber spielt Neues von Ex-Catatonia-Frontfrau Cerys Matthews von ihrem Album “Never Said Goodbye”. The Evil Arty Fischl Crane – oder kurz: Herr Crane – tritt an mit Scissors For Lefty und ihrer “Underhanded Romance” und Lars but not Lose gibts von mir die wunderwunderwundervolle Shara Worden, aka My Brightest Diamond, die mit “Bring Me The Workhorse” nach Arbeitstieren verlangt. Die soll sie haben, denn wenn wir grad nicht vorm Mikro sitzen, knien wir vor unsern Rechner und hacken die kommende PnG #70 in die Tasten.

Da ist so ein Radioabend doch mal eine angenehme Abwechslung.

Also: einschalten und mitentspannen – heute abend 21-22h bei Radio Blau.

* Online Hören

* Radio Blau

* Frequenzenübersicht

Become what you are Sometree

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Es gibt da eine geschätzte Bekannte, mit der unterhalte ich seit einigen Tagen etwas, das man vielleicht als kleinen Online-Disput erklären könnte. Einen Schriftwechsel darüber, warum man es mit manchen Menschen, eigentlich mit den meisten Menschen nicht lange aushält und darüber, mit welchen Menschen es man am liebsten für immer aushalten möchte. Einen Schriftwechsel darüber, welche wesentliche Rolle Balance dabei spielt. Balance, die Extreme moderiert. Man kennt das ja, extrem ausgeprägte Temperamente oder extrem temperamentlose Vernunft, extremen Rededrang oder extreme Einsilbigkeit, extreme Selbstbespiegelung oder extreme Selbstverleugnung erträgt man nicht lange, ohne die Hände schützend um die eigenen Nerven zu legen. (Continued)

Meine kleine Deutsche - Roky

roky1.jpgDie Formel Electroclash hat sich gewiss schon so überholt, dass der anfangs wohlmeinenden und ganz bestimmt verkaufsfördernden Kategorisierung längst ein ranziger Beigeschmack anhaftet. Das schwarze Öl, das wonniglich über den Glitz der Achtziger geschmiert wurde, es lässt viele Tracks nicht mehr ins Bewusstsein gleiten, sondern verklebt die Wahrnehmung bevor die Musik überhaupt erst ihre Chance hat. Electroclash ist, sozusagen, ein Schimpfwort, ein schlechter Leumund geworden. Nur zwei Arten Bands stellen sich wider diese Überdrüssigkeit: die Bedauerlichen, die es schlicht nicht besser wissen, und die Selbstbewussten, die die verschriebenen Verfallsdaten durchaus auf dem Schirm haben, sich aber dennoch nicht irritieren lassen, in ihrem festen Glauben, sie hätten den Saft im Schritt, von dem es nur den Klang weniger Tropfen braucht, um das Genre mit neuem Lebensgeist zurück auf den Dancefloor spasten zu lassen. (Continued)

Halftime Hate Session with Team Cooper The Cooper Temple Clause

copyright news.bbc.co.ukIm Rahmen der Haldern-Spiegelzelt-Tour planen wir in Berlin ein Interview mit The Cooper Temple Clause. Das Blöde: Die Anfrage bei der in Deutschland zuständigen Plattenfirma verläuft nach etlichen Tagen im Praktikantensand; Major-Hass oh treuer Freund. Nachdem selbst die dunkelsten Kanäle keinen geeigneten Ansprechpartner ausspucken wollen, versuchen wir unser Glück via MySpace. Keine zwölf Stunden später ist das Vorhaben bestätigt.
(Continued)

Mastodon - Blood Mountain

mastodon.jpgFür eine krisengeschüttelte Industrie, die ihre Träume von weltweiten Bestsellern in gar zweistelliger Millionenhöhe nur noch gelegentlich träumt, haben bereits reüssierende Metalbands einen höchst genehmen Klang. Eine solide Fanbasis und heuer absolut beeindruckende Verkaufszahlen. Das ist ordentlich. Bodenständig 2006.
Vor allem, weil für mich noch kein anderer Grund offensichtlich ist als Geld (das heißt: noch mehr Geld), kein ehrenwerter Grund, wegen dem Mastodon aus dem Kontext, in dem sie gewachsen sind, sich nun in einer Welt arrangieren wollen, aus der ihnen zugeneigten Fanzinern geaudiostampte CD-Rs in Packungen, die nach Rattengift aussehen, zugestellt werden, vor allem deshalb, kann ich mich trotz der eigentlich verworfenen Indie-Major-Divide einer sofort wieder anschwellenden negativen Attitüde nicht erwehren. Ich kann von vielen Indielabels erzählen, die auf dem Rücken eines Trends zu schnell gewachsen sind und sich ein unerträgliches Geschäftsgebaren zugelegt haben, jedoch sind solche Abneigungen in diesem Kontext glücklicherweise immer noch viel schwieriger zu verallgemeinern, als für die Konglomerate, die grundsätzlich frei von jeder Ideologie, jeder eigenen Idee und völlig frei von Seele sind. Aber so lange es Seelen zu kaufen gibt, stellt sie das noch nicht vor ein ernsthaftes Problem. (Continued)

Zwei Mal Hamburg – Zwei Mal Kunst

postkarte_by_lil-tuffy.jpgSie lohnt sich mal wieder, die Reise ins “Leipzig des Nordens”, wie einmal jemand sagte. In unserer zweitliebsten Stadt Hamburg finden im September gleich drei sehenswerte Termine statt, die man wunderbar miteinander verbinden kann: zum Reeperbahn Festival vom 21. bis 23. 9. kommen nicht nur Künstler, wie Patrice, die Hush Puppies und Die Sterne (die es zugegebenermaßen nicht grad weit haben), nein, es gibt auch Kunst zu sehen! Zeitgleich findet nämlich im benachbarten Spielbudenplatz in einem Zelt das Flatstock Europe statt. Dahinter verbirgt sich – ohne sich verstecken zu müssen – die größte Rock Art Poster Convention der USA on Tour. In den Genuß der genial-psychedelischen Kunstwerke auf Plakaten und Karten kommen wir hierzulande ja dank Computerticketscheiß und langweiligen Bandpostern praktisch nie. Daher also die Gelegenheit, Musik und Kunst in harmonischer Eintracht zu erleben. Dabei ist auch Jay Ryan, der ein Plakat für (ausgerechnet) Tomte kreiert hat, das bereits Sammlerstatus genießt.
(Continued)

Roman Fischer - Personare

rfp.JPGAch, der Roman. Ich habe ihn ja wirklich gemocht mit seinem ersten Album „Bigger Than Now“, weil es irgendwie meinen damaligen Zeitgeist traf. Der Roman war so schön verträumt und naiv auf seinem Debüt, so unschuldig und gutgläubig. Und jetzt will er auf einmal erwachsen geworden sein, was er durch das wahllose Ausprobieren verschiedenster Musikstile, Tonlagen und Instrumente beweisen will. Nur leider wirkt das so aufgesetzt, zu übertrieben. Dieses eunuchenhafte Genöle und dieser gezwungene Wechsel zwischen Indiegeschrammel und Klassikelementen, diese mehr als offensichtliche Anlehnung an Muse und diese ganze Ich-hab-mich-entwickelt-Attitüde gehen mir gewaltig auf den Zeiger. Es scheint, als hätte der Roman seinen Blick für die Wunder verloren und wäre zu einem nihilistischen Großstadtsnob mutiert. Erwachsenwerden ist halt manchmal doof.
(Blickpunkt Pop/ Soulfood) Jana

Rockin’ The Gutspark Cammer

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Place Of Skulls rulen absolut okay! Muss mal so gesagt werden. Wenn ich es nicht schon angesichts der beiden entsprechenden Tonträger gewusst hätte, wäre der Samstagabend Bekehrung genug: Victor Griffin und Mitstreiter erwiesen sich als ebenso exzellenter wie würdiger Headliner eines der sympathischsten Festivals des Jahres 2006: Der Rock’n'Noise-Overkill South Of Mainstream im idyllischen Cammer erwies sich tatsächlich als der erhoffte Rundumschlag in Sachen Hartwurst-Fraktion. (Continued)

Die Crux der Spieladaptionen Silent Hill und die Anderen

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Die Idee, ein Computerspiel auf die Leinwand zu bringen, hat sich dem Zuschauer bisher noch nie als ein besonders genialischer Einfall präsentiert. Und ungeacht dessen, dass eine Arschgeige wie Uwe Boll ganz sicher eher noch in den Boxring gehört – in den er nun seine heftigsten Kritiker zum Aufklatschen gebeten hat – als hinter eine Kamera, die Bredouille ist doch sicherlich schon grundsätzlich in das Unterfangen eingeschrieben. Der Weg von der Konsole zur Leinwand, oder (mit den trefflichen Titulierungen bei Neal Stephenson), vom ‚active’ zum ‚passive’, ist ein Rückschritt, bei dem das Original von seinen essenziellen interaktiven und diegetischen Qualitäten erheblich einbüßt. Und diegetische Qualitäten machen nun einmal auch ganz erheblich den Reiz eines Spielfilms aus. Diese Retro-Entwicklung in die Sackgasse führt dann sogar so weit, dass das doofe, aus der First-Person-Perspektive gefilmte Finale in der grottenschlechten DOOM Adaption von Andrzej Bartkowiak mancherorts als tolle Innovation gefeiert wird. (Continued)

Magnolia Electric Co. - Fading Trails

review_id-3102.jpgZuneigung ist unendlich schwer auszudrücken. Eine abschätzige Bemerkung, so schnell sprudelt die heraus, wohl weil man sich selten darum schert, ob die Worte Wunden schlagen oder gar ein Echo hervorrufen, mit dem man sich vielleicht erneut auseinandersetzen müsste.  Jedoch ein Satz, der nichts anderes als Bewunderung beschwören soll, muss genau dort berühren, wo man es intendiert, muss ganz intensiv berühren, der muss die Essenz trefflichst umschmeicheln, muss bestätigen, dass man diese Essenz eines Werkes verstanden und in sich aufgenommen hat und nun befähigt ist, dieses Genie weiterzugeben. Das ist eine ganz außerordentliche Herausforderung, so viel schwieriger als eine aus der Hüfte geschossene Gehässigkeit. Und so mag es vielleicht nachvollziehbar sein, dass ich nicht zwingend begeistert bin, wenn ich ein neues Werk des von mir ganz besonders geschätzten Jason Molina besprechen soll. (Continued)

Advanced Groovende Nerds Hot Chip

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 Den Begriff ‚Nerd’ führen wir gerne im alltäglichen Sprachgebrauch mit uns herum. Durchaus naheliegend, unser alltäglicher Habitus, entschuldigen Sie, wenn ich verallgemeinere, kommt kaum noch aus ohne gepflegte Nerdismen. Steht einem der Sinn danach, die eigene, empirisch gepflasterte Laiendefinition des Wortes mit einer sachkundigen Bestimmung abzugleichen, schlägt man freilich bei Wikipedia nach. Die müssen es wissen, ausgezeichnete Nerds sitzen dort vermutlich allenthalben in den Redaktionen. Es heißt ebenda, ‚Nerd’ gelte als „eine meistens abwertend gebrauchte Bezeichnung für Personen, die sich besonders mit Computern oder anderen Bereichen aus Wissenschaft und Technik beschäftigen, deren soziale Kompetenzen aber entweder schwach ausgeprägt sind oder diesen Eindruck zumindest erwecken. (Continued)

Justin Hall & Dave Davenport - Hard to Swallow

coverswallow01.jpg Seine “True Travel Tales” und der Xeric Award haben Justin Hall zu einer Popularität verholfen, die seinen Namen weit über die Grenzen seiner Wahlheimat getragen hat. Der in San Francisco äußerst umtriebige Comickünstler (Kurator, Masseur, Pornodarsteller) hat nun – gemeinsam mit dem nicht minder begnadeten Dave Davenport – den ersten Band einer Comicreihe veröffentlicht, deren Themen ihm – nach eigenem Bekunden – schon lange unter der Vorhaut brannten. „Hard to Swallow“ ist ein Achterbahn-Ritt durch schillernde Anekdoten und wonniglich schmuddelige Fantasien homosexueller Subkultur – völlig ohne angelegte Sicherheitsgurte, niemals auch nur mit dem Anschein eines Versuches, sich selbst zu beschneiden, und sicherlich auch im Umfeld der Künstler nicht jedermanns Geschmack. (Continued)