Dienstag, Oktober 31, 2006
Ausgezeichnet mit dem Preis für Belletristik der diesjährigen Leipziger Buchmesse, nominiert und gewürdigt der Literaturpresse, für meinen Eindruck, mehr als die eigentliche Gewinnerin Riesenmaschine-Kathrin-Passig, ist Clemens Meyer, geboren 1977 und gebürtiger Leipziger, neben Daniel Kehlmann die neue deutsche Hoffnung. Clemens Meyer arbeitete nach seinem Abitur 1996 als Wachmann und Möbelpacker, tritt tätowiert in Erscheinung, begann einundzwanzigjährig ein Studium am Deutschen Literaturinstitut und zwei Jahre nach dem Abschluss, 2006, erschien beim Fischerverlag sein Debütroman »Als wir träumten«.
(Continued)
Dienstag, Oktober 31, 2006

It’s a sunny Saturday morning and as the children liven up a quiet suburban neighbourhood with excitement and tantrums, as they get ready for club sports and prepare for the night ahead’s sassy sleepovers. 10 year old Ayalah Bentovim is upstairs in her room busily getting dressed up. Preparing to entertain her family and visiting relatives in the living room, using her hairbrush as a microphone to sing along to the Top of the Pops. What the future was to hold for this born entertainer, nobody could have possibly imagined!
(Continued)
Freitag, Oktober 27, 2006

“Future stars” tönt der NME. Steve Lamacq hat schon feuchte Augen. Als “a Newer Order, a more Joyous Division, a more lived-in Bauhaus” bezeichnet sie The Weekly Dig. Und was sagt die Persona non Grata? Nichts – denn statt lange zu fackeln haben wir es uns nicht nehmen lassen, mehr oder weniger wortlos einen PNG-internen und nun zu externalisierenden Hype zu starten und Protokoll zur Release-Sause anlässlich unseres druckfrischen 70. Hefts einzuladen.
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Freitag, Oktober 27, 2006
Je eitler jemand nach außen ist, desto tiefer verborgen liegen die Abgründe, die die Eitelkeit eigentlich spiegeln will. Nur so eine Theorie. Erfahrungsgemäß sind es gerade die eitlen Charaktere, die die nicht langweiligen sind. Es sei denn, sie sind ausgesprochen langweilig. Allerdings sollte man auch nicht Eitelkeit mit Flachheit verwechseln. „Coal“ ist sicher gegen jede kleinste Andeutung von Langeweile, vermutlich weil es in einer ganz bewussten Eitelkeit verfasst ist. (Continued)
Freitag, Oktober 27, 2006
Okay, so now I’m going to make you jog your memory back in time, back to the first time a member of the opposite sex affected you. So much so, that you became like a possessed soul, spending hours each night digging through record crates, shuffling through cd boxes, tuning into the radio or waiting to record that fresh new clip from TV, just so you could piece together a personalised mix tape to show them exactly how you felt. (Continued)
Donnerstag, Oktober 26, 2006
Ab morgen, Freitag, den 27. Oktober wird es für 7 glückliche Tage möglich sein, die aktuelle Cartridge-Single “Don’t speak to me” auf der Myspace-Seite von RECORDSANDME runterzuladen – für lau, versteht sich. Daneben gibts weiterhin auch den Song “Tree Crowns” vom Debüt der Dänen und viel mehr gute Musik von dem Hamburger Label.
Gute Gelegenheiten, um sich von der hervorragenden Qualität Cartridges zu überzeugen und dazu unseren Artikel in der PnG #69 zu lesen.
www.myspace.com/recordsandme
Donnerstag, Oktober 26, 2006
Wenn es um die perfekte Verquickung von Rock und Dance geht, so werden weltweit Heerscharen von Musikern nicht müde, in ihren Proberäumen die richtige Mischung zu suchen. Wenigen gelingt das dann auch wirklich. Mehrheitlich kommt dann all das so simpel Gestrickte raus, was allerorten durch die Indie-Discos dröhnt. Ich brauche hier keine Namen aufzuzählen, ihr kennt sie genau so gut wie ich. Doch ab und an gelingt es Künstlern, mehr als nur den üblichen Quatsch abzuliefern. (Continued)
Mittwoch, Oktober 25, 2006
Ein letztes Mal möchte ich an dieser Stelle auf das Konzert der wundervollen Schweden aufmerksam machen: Amandine spielen heute abend in der Ilse! Die Tore öffnen um 22 Uhr. Wohl dem, der in Leipzig ist…
Amandine
Mi. 25.10. 22h
Leipzig, Ilses Erika
Mittwoch, Oktober 25, 2006
Die Koreaner haben ihre Näschen gestrichen voll; voll davon, seit Jahrtausenden Anwohner eines Schlachtfeldes zu sein. Mächtig genervt von streitenden Königreichen und von den Auseinandersetzungen zwischen Chinesen und Japanern, zwischen Christen, Buddhisten und Konfuzianern, zwischen Kommies und Imperialisten. Die letzte offene und unheilbar anmutende Wunde dieser Konflikte klafft entlang des 38. Breitengrades. Koreaner aber legen sich mit ihren Wunden nicht danieder, sie tragen sie auf die Straße. Remember Gwangju. Das gerechte Aufbegehren ist zur Tradition geworden. Nach Sanyo, Daewoo, Kimchi und Produkten ihrer immer noch boomenden Filmindustrie exportieren Koreaner diesen Gestus nun mit stetig wachsendem Selbstbewusstsein. (Continued)
Dienstag, Oktober 24, 2006
To have to introduce Peter Hook, feels like one of the most mundane tasks I’ve ever been faced with. I mean seriously, how many times have we pulled out ‘Love Will Tear Us Apart’, ‘Blue Monday’ or almost any other spine-tinglingly perfect parts of Joy Division/New Order’s past, to team it with a bottle of wine to cry about a failed relationship or to dissect and obsess about every tiny melody, lyric, chord progression or synth scream? Unable to fault how everything so effortlessly falls together with such sincerity and timelessness, forever captured as some of the most enlightening and inspiring moments to have shaped music in the last 3 decades and responsible for influencing countless artists in the years that followed.
(Continued)
Samstag, Oktober 21, 2006

Justin Small und Katia Taylor erleben ihre Garage in einer seltsamen, häufig nervenmahlend lauten Beziehung zueinander. Er brüllt. Sie schreit. In den heftigsten Momenten fährt sie ihren Bassamp hoch, bis die Fugen des Gemäuers brechen, und er, am Schlagzeug, zerschlägt Beton. Songs zum Ausbrechen aus der klaustrophobischen Umklammerung. Zeitweilig, wenn sich noch ein ganzes Kammerorchester zu dieser Session lädt (Streicher, Hörner, ein cerberuskehliger Höllenchor: Smalls Freunde von Do Make Say Think), spritzen Schweiß und Geifer, rinnt schwefliger Lendensaft wie heiß gekochter Teer. Orgiastisch. Hier hat der Wahnsinn tatsächlich eine neue Adresse – ein dunkles Schloss: Lullabye Arkestra. (Continued)
Freitag, Oktober 20, 2006
The Hidden Life of the Music Scribe …
by Semone Maksimovic
Working as a full-time music scribe, it’s easy to skim past all the day to day trials and tribulations (the parts that make you wonder if you’ll ever see the light of the flipside) and focus on all the positive parts of the job. But in all honesty, it’s an endless rollercoaster ride that spits twice as many difficult moments, as it does magical ones. (Continued)
Donnerstag, Oktober 19, 2006
Es ist sicherlich recht oberflächlich, dieser grandiosen Band nachzusagen, sie hätte etwas von ihrer unwirschen Aggressivität abgebaut. Gewiss, die Attacken sind pointierter, die Riffs sägender, die Worte zielen, treffen – den Nerv, den sie treffen sollen. Doch der Impetus, die Wut, die unter Worten, Geschrei und der häckselnden Rhythmik brodelt und Flammen speit, drängt nach Geltung, und ist auch auf „Night Life“, dem dritten Album der Band, wie ein Faustschlag auf die Ohren. Ein selbstverständlich völlig gerechtfertigter Hieb. Erase Errata sperren sich und spitzen ihre Songs gegen einen Zeitgeist, der vom Flirren und Neonleuchten eines vergnügungs- und ablenkungsgeilen Nachtlebens widerscheint. Fragen, die lauter noch gestellt werden müssten, bleiben in dieser Atmo unausgesprochen. „Night Life, forget about the real life“, heißt es trefflich im Titelstück. (Continued)
Dienstag, Oktober 17, 2006

Dankbar müssen wir sein, denn Shara Worden gibt uns ihr Schönstes, Wertvollstes, ihren schillerndsten Diamanten – ihre Musik. Geboren und aufgewachsen in Ypsilanti, Michigan, als Tochter einer Kirchenorganistin und des nationalen Akkordeonmeisters sang sie früh im Kirchenchor, lernte Klavier und Gitarre, bevor sie an der University of North Texas mit der Musik von Debussy und Purcell vertraut wurde. (Continued)
Montag, Oktober 16, 2006
Wir wissen es seit Langem, seit den ersten Alben von Kristofer Aström, Saint Thomas und auch Isolation Years, Alben auf denen man lange, lange landeinwärts reisen konnte, ohne der Weite überdrüssig zu werden; wir wissen, dass Skandinavien mindestens genau so menschenleer sein kann wie der Westen der Vereinigten Staaten, und dass auch aus dieser Einsamkeit gesogene und in Noten geschriebene Gefühle zweifelsfrei genuin sein können.

Hier ist dann nur der Slogan Americana noch aufgesetzt, draufgesetzt auf einen Sound, der mitnichten völlig absorbiert ist, sondern aus ähnlich vernarbten Herzen rinnt und zu einer universellen Sprache klingt. (Continued)
Freitag, Oktober 13, 2006
Von Ändis Leidenschaft für die Berliner wurdet ihr ja bereits Zeuge. Umso geehrter fühlen wir uns, unseren Namen mit Sometree auf Tour zu schicken. Die Daten findet Ihr unten. Ebenfalls den Link zur Website, wo es ab sofort die neue EP “Hands and Arrows” zu erwerben gibt. Dort findet ihr auch den Clip zum Song und für alle Gitarrenvirtuosen gibts sogar die Tabs als PDF zum kostenlosem Download.
(Continued)
Freitag, Oktober 13, 2006
Reading Betweeen The Lines, A Behind The Scenes View Into The Artist’s Mind
by Semone Maksimovic
Things have been keeping pretty hectic for me on the interviewing side of things over the last few months. I’ve had what most would consider an endless string of highlights keeping my mind active and my fingers blistered!
With notable mentions going to The Knife’s Olof Dreijer for an amazingly insightful conversation about opening the door to the new live world of The Knife, as he revealed just how much work really went into the duo taking their first step into the live arena.
(Continued)
Mittwoch, Oktober 11, 2006
Are you none? Beim »Bouygerhl > Zacker Music Festival« verschmelzen ver-schiedene Elemente, wie Konzert, Ausstellung, Film, Party und Tanz zu einem komplexen Auseinandersetzungsraum mit dem Thema Queer/Gender/Intersex. Schlüsselmedium ist hierbei die Musik und so verbindet alle Veranstaltungen
und Künstler/Innen in direktem oder weiterem Sinne das Thema Musik und Performance. Ziel ist es, über dieses klar verständliche Medium einen ganz direkten Zugang zum Thema »Queer« zu finden. Kurz gesagt: raus aus dem Vortrags-Räumen – hinein in die Praxis und das Erleben!
(Continued)
Dienstag, Oktober 10, 2006

Der Dresdner Star Club ist brechend voll am Abend des Herbstanfangs 2006. Vor der Bühne drängen sich jene, die noch eine Karte ergattern konnten, um den fesselnden Tönen dieser drei Engländer plus Bühnenkeyboarder, deren Name sich innerhalb kürzester Zeit wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, lauschen zu können. Gebannt hängen sie an den Lippen des vollbärtigen Sängers, rege Begeisterungsstürme brechen los, immer wieder, wenn ihre Instrumente vorübergehend verhallen, und schließlich kann nur eine Eskorte die Band von der Bühne geleiten.
Nein, so war es natürlich nicht, aber die Escapologists hätten genau dieses Szenario verdient, als sie die nicht minder famosen Seachange auf ihrer Deutschlandtournee supporten. (Continued)
Dienstag, Oktober 10, 2006
Wir fühlen uns geehrt und geadelt, denn wir dürfen die Tour von Amandine präsentieren! Zur Erklärung der Würde, die uns damit zuteil wird, lasse ich einfach mal meine Kritik vom letztjährigen Werk der Schweden sprechen:
AMANDINE
THIS IS WHERE OUR HEARTS COLLIDE
Gefühlvoller Americana-Folk, der nach weiter Prärie und Gluthitze riecht und ausgerechnet aus dem frostigen Schweden stammt. Wirklich hübsch, dezent und mit dem richtigen Maß an Spannung dargeboten. Und wieder einmal empfiehlt sich Skandinavien als exzellenter Schmelztiegel, der die Musik zwar nicht neu erfindet, aber doch irgendwie besser macht und bereichert. (Fat Cat / Rough Trade)
Tourdaten
presented by: PNG Magazine, OX-Fanzine/Livegigs.de & Popfrontal
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