The Rifles - No Love Lost

rifles.jpgKurz nach dem letzten Redaktionsschluß landete „No Love Lost” auf meinem Schreibtisch. Binnen kürzester Zeit entwickelte sich das Album, neben dem der Kooks, zu einer meiner Sommerplatten. Schmissige Songs, treibende Rhythmen, eingängige Hooks und Texte, die man nach dreimaligem Hören mitsingen kann. Mehr braucht man nicht, um zur neuen Britpop-Hoffnung zu werden. Lieder mit Hang zum Hymnischen, die sich überwiegend mit Beziehungsdingen beschäftigen, mal ist der Protagonist genervt (Peace & Quiet) und will seine Ruhe haben und an anderer Stelle schmachtet er der Angebeteten hinterher (She’s The One). Gesellschaftskritische oder gar politische Betrachtungen kommen derweil etwas kurz, sind aber rudimentär vorhanden (Local Boy, Hometown Blues). Sei’s drum die Jungs sind ja noch im Wachstum begriffen. Und da kann man viel Erhoffen bzw. Erwarten nach solch einem Debüt. Respekt. Auch die Arbeit von Ian Broudie sei an dieser Stelle gelobt, hat er als Produzent doch geholfen die Stücke in kompakte Formen zu bringen, ohne Spielereien und sonstigen Firlefanz. Klar tauchen an jeder Ecke Referenzen auf, hier mal im Songwriting á la The Clash und The Jam, da mal eine Gitarre von U2 oder The Cure. Aber mal ehrlich, wer außer uns alten Säcken kennt schon noch die ersten U2-Sachen? Anyway, superschmissiges Album mit einigen Hammersingles, Supersoundtrack für die Erinnerung an den Sommer ‘06. Und nette Typen obendrein. (Red Ink/Sony BMG/Universal)

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