http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2006 » November

Wie eine Lo-Fi Oper Musika 77

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Schweden. Land der zarten Seelen und der gepflegten Popmusik, Supernation hübscher Blondschöpfe und enger Hosen – und Heimat von Johann Krantz. Der ist auch blond, aber vermutlich kein glänzend polierter Styler. Dafür aber Kopf der Band Musika 77, deren zweites Album „Brave You Free May“ uns allen noch gehörig die düsteren und tristen Novembertage verbittersüßen wird. Mal wieder hat es ein extrem leidensfähiger Musiker bis ins Studio geschafft, um seine Ängste ordentlich auszuleben. (Continued)

Hoffnungslos schön, hoffnungsvoll melancholisch Tijuana Mon Amour Broadcasting Inc.

Schön zu wissen, dass sie manchmal doch wiederkommen. Auch wenn die Situation eher hoffnungslos erscheint. Plattenlabel beispielsweise so überhaupt keine Lust haben. Aber es geht weiter. Mit Tijuana Mon Amour Broadcasting Inc, mit einer neuen CD namens „Cold Jubilee (Of The Snowqueen)“. Zu kriegen nur auf Konzerten oder als Download bei yoosic.com. Aber geht da ruhig mal hin zu diesen Konzerten. Die lohnen sich. Unbedingt. (Continued)

The Prize Fighter Inferno - My Brother’s Bloodmachine

co.jpgDas hier, sagt Claudio Sanchez, wäre im Grunde die ursprüngliche Idee gewesen. Genau so hätten Coheed and Cambria eigentlich klingen sollen. Aber manchmal kommt eben etwas zwischen Plan und Erfüllung und manchmal, so kann man es dem Claudio Sanchez auch gerne mal zutragen, manchmal ist das gar nicht schlimm. Denn, ganz sicher, Coheed and Cambria wären nicht dort, wo sie heute sind – für Tausende und Tausende via Majordeal aufspielende Apostel der emotionstriefenden Berührung von Prog- und Konzeptrock – wären sie aus der Laune heraus gestartet, welcher Claudio Sanchez auf seinem Solowerk „My Brother’s Bloodmachine“ nun völlig unbehelligt frönen kann. (Continued)

Southern On Air – Labelspecial auf Radio Blau

radioblau_logo1.gifAm Freitag, 1. Dezember, gibt’s wieder was Feines auf Radio Blau: Das gewohnte PNG-Labelspecial befasst sich diesmal von 21 bis 22 Uhr aus gegebenen Anlass mit dem Thema Southern - trefflich passend zur aktuellen Nummer 70, der ja eine schnieke CD mit Stücken von William Elliott Whitmore bis Made Out Of Babies beigelegt ist. (Continued)

… und der Pixelhimmel brennt Ashura

ASHURA nennt sich der neue Streich von Yojiro Takita, dem Schöpfer der legendären „Onmyoji“-Filme (aka „The Yin Yang Master“), und auch mit diesem Werk bleibt er dem Fantastischen treu. Der Film beruht auf einem Kabuki-Klassiker, erweist dieser japanischen Schauspiel-Kunst aber mit kaum mehr als ein paar inhaltlichen Verweisen Referenz und präsentiert sich vor allem als ein buntes und lautes Fantasy-Spektakel.ashura.jpg

(Continued)

Dezibelschlachtfest Amplifier vs. Opeth

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Die schönsten Dinge im Leben sind leider immer nicht die Gesündesten. So auch das Fiepen nach richtig lauten Konzertabenden, diese wohlige Taubheit, die einen noch einen Moment länger im Rausch des soeben Erlebten verweilen lässt, die die Welt, die sich um uns weiter dreht, seltsam unwirklich erscheinen lässt. (Continued)

Schimmernde Opulenz Now It’s Overhead

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Wer die Band um Andy LeMaster schon einmal live gesehen hat, wird schnell beipflichten, dass man sich in der Präsenz keineswegs aufdrängen möchte und auch sonst eher schüchtern und zurückhaltend wirkt. Das lässt sich jedoch über die Musik auf dem dritten Now It’s Overhead-Album „Dark Light Daybreak“ nicht gerade sagen, denn hier wimmelt es von ausgiebigen Arrangements, breitflächigen Atmosphären und einem sympathischen Hang zur großen Geste. (Continued)

Daniel Benjamin - s/t

danielbenjamin.jpgDer Idealfall. Ein Mann. Eine Idee. Der Glaube daran und das Wissen darum.
Selten war ich von einer Promo-CD so fasziniert wie von dieser. Warum? Mitnichten ist es die Erscheinung des Benjamin, seine noch nie gehörte Interpretation von Leiden und Hingabe, seine musikalischen und songwriterischen Fähigkeiten zwischen Collegereminiszenz und Emohingabe. (Continued)

Pop Art in Versailles Marie Antoinette

© 2006 Sony Pictures Releasing GmbHEr ist zwar schon eine Weile im Kino, aber anlässlich der Rezension von Nimrod und der Tatsache, dass er immer noch in mehr als 80 Kinos zu sehen ist, will ich an dieser Stelle kurz ein paar Zeilen zu “Marie Antoinette” verlieren.

In ihrer unvergleichlichen Art lässt Sofia Coppola darin den französischen Hof wiederauferstehen, mit all dem Pomp, der Dekadenz, den hoch toupierten Haaren. Sie kreuzt das klassische Historiendrama jedoch mit der ungewöhnlichen Biographie von Antonia Fraser, die jüngst einen persönlicheren Blick auf die von der Geschichte verdammte Königin warf und einem ebenfalls außergewöhnlichen Soundtrack. (Continued)

Dustin O’Halloran - Piano Solos 2

piano.jpgO’Hallorans Visionen schwebten bereits inmitten der düster, dunkel wallenden Opulenz der Band Devics. Und es gab sie auch bereits – der schlichte Titel dieses aktuellen Albums ist ja nicht so wirklich missverständlich – in Pianosolis kodiert zu vernehmen. „Piano Solos 2“ soll dennoch ein Wendepunkt sein, oder besser noch, die neue Schwelle, die der Künstler ein Stück tiefer noch in den gleißenden Kegel des Rampenlichtes nimmt. „Opus 23“ - eines der insgesamt 11 Stücke in dieser Sammlung – findet sich auch auf dem Soundtrack von „Marie Antoinette“, dem neuen Werk der Coppola, an dem sich die Film- und Populärkulturpresse wohl leider nicht vorbeimogeln wird können. Und so ist es denn auch alles andere als unverständlich, dass „Piano Solos 2“ mit genau diesen Pfründen vermarktet wird: das Stück aus dem Film. Aber auch in dieser aufdringlich prallen Blase ist tatsächlich mehr als nur heiße Luft. (Continued)

The Mood Complete Hot Chip

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It’s just after 3am on a Saturday morning and you just got home with the sexy stranger, you set eyes upon in the club earlier. Now that youre both alone, without any chance of outside distractions, things are really starting to heat up. You place yourself on the couch beside him, where you share a very racy cigarette a few cheeky smirks and a babble of awkward conversation, before all human control is lost and animal instincts take over. (Continued)

James Yorkston - The Year of the Leopard

york.jpgFür sein drittes Album hat sich der schottische Songwriter James Yorkston mit dem Produzenten Paul Webb zusammengetan. Jener hat seinerzeit mit Talk Talk schon ein paar große Songs der Zeit und dem Sog des Vergessens entzogen. Auch unter dem Pseudonym Rustin’ Man strebt er nun, wie zuletzt in einer gefeierten Zusammenarbeit mit Beth Gibbons für deren Solowerk „Out of Season“, zu einer gleichen Nachhaltigkeit. (Continued)

Die Guten und die Bösen - Trail Of Dead versus Melvins

trailofmelvin.jpgAuf, Freunde! Manchmal müssen Dinge einfach getan werden. Einfach gesagt werden. Manchmal muss man sich auch von lieb gewonnenen Sachen möglichst vollständig und schmerzfrei lösen. Manchmal kommt man nicht umhin, den Stab zu brechen über Entwürfen, die einem einmal so viel bedeutet haben. Also auf in die Auseinandersetzung zwischen …And You Will Know Us By The Trail Of Dead und The Melvins. Der treffliche Showdown zwischen “So Divided” und “A Senile Animal” ist eröffnet. (Continued)

Clones Anyone?

semone.jpgby Semone Maksimovic

Is it just me, or does the human race seem to be lacking inspiration to be themselves and use their own mind to find what it is in life that they truly like or desire for the future? (Continued)

The Promo Leaders
Die wahrscheinlich großartigste Band auf dem Weg in die divergente Tautologie der Hitwerdung

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Es gibt Bands, die es fertig bringen, alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen, zu übertreffen und wie unscheinbare Vorboten dessen dastehen zu lassen, was nun passiert. Jene Bands sind ein Geschenk und eine Verpflichtung. An unser aller Gehörgänge und Hirnwindungen. Sie sind das, was uns am Leben erhält, wie Luft zum Atmen, Wasser in der Wüste, Licht in der Dunkelheit, Trost in der Verzweiflung. Sie sind eine ästhetische Offenbahrung, der Heiland im geschändeten Paradies der musikalischen Perfektion. Ihre Musik sind die Fanfaren des neuen Zeitalters von Musikverständnis und Begrifflichkeiten, die straighteste Ausformung musikalischer Styleness und hitesker Abholung popesker Momenti. (Continued)

“Denn aus dem Funken wird die Flamme schlagen!”

erstausgabeErgänzend zu Jana’s Metal Hearts - Beitrag sei darauf verwiesen, dass diese am Wochenende nicht etwa allein in Leipzig aufschlagen, sondern im Rahmen des Iskra-Festivals auftreten, dass uns am Samstag, dem 25.11. ab 20.00Uhr Turbostaat (D), Echo is your Love (F), Alarma Man (S), White Circle Crime Club (CH) und Dellwo (D) und am Sonntag ab Viere Victory At Sea (US), Trick 17 (HH) und besagte Metal Hearts (US) zu Kaffee und Kuchen im UT-Connewitz beschert. Geschmackssicher präsentiert vom Schubladenkonsortium. (Continued)

V.A. - Secret Love 3: Not A Secret Anymore

secretlove.jpgJazzanova sind ja bekannt dafür, bei ihren zahlreichen Compilations und Mixtapes eine exzellente Nase für unbekannte Talente und längst vergessene Schätze zu beweisen. Bei der vorliegenden, bereits dritten Zusammenstellung von New Folk-Artists haben sich die Herren und Kollege Resoul aber mal schlichtweg selbst übertroffen. (Continued)

Der gute Weg zur Freiheit Katzenstreik

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Ein Manifest Teil 1

Eine Platte kann keinen Krieg verhindern. Keine großen Ungerechtigkeiten abschaffen. Keine Handlung kann das. Das ist ein verrücktes Ziel. Eine Platte kann inspirieren, anregen, ändern. Das ist sehr wichtig. Musik ist etwas Wunderbares, tiefe Kommunikation. Es ist gut, sein ganzes Herz in eine Sache zu geben, denn das rockt, stößt an, bewegt, ohne dass man groß was tun muss. Die Musik ist mein Leben. Es gibt diesen Moment, wo wir tanzen und spielen und alles vergessen, das tut sehr gut. Nicht alle Menschen können das tun. Es geht um wirkliche Befreiung, wahre Emanzipation. Immer wieder, jeden Tag neu. Innen und außen das Gleiche. Ich bin es leid, zu hassen und abzulehnen. Es geht darum, etwas zu tun, das alleine reicht. Sich von dem abzugrenzen, was man an sich selbst hasst, ist sinnlos. Es umzuwandeln ist besser. Das ist Musik. (Auszug aus dem Booklet des Albums “… Solves Your Problems”) (Continued)

Mono In Full Stereo – heute abend in der naTo!

mono.jpgDie Japaner kommen! Und was für ein Soundgewitter zieht da auf uns zu. Mit dem neuem Werk “You Are There” an Bord überwinden Mono gleich mehrere Zeitzonen, um heute abend auf der Bühne der Leipziger naTo zu stehen. (Continued)

Metal Hearts - Socialize + Konzertankündigung

Sozialisieren. Sich anpassen. Ein Problem, dem sich jeder Denkende stellt, wenn er im Alter von Anar Badalov und Flora Wolpert-Checknoff ist. Und auch später. Fügst du dich ein oder schließt du dich aus? Was wird aus deinem Leben? Mach erst mal Musik. So wie die beiden, die noch nicht mal zwanzig sind und trotzdem schon aus den Vollen ihres musikalischen Potentials schöpfen. (Continued)