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It’s madness. It’s brilliant. Schwedenmania in Berlin.

Ich werde es mir verkneifen, um den heißen Brei zu reden. Dass Schweden eine einschlägige Musiknation ist, ist weitläufig bekannt. Deshalb haben es sich unsere Freunde von Under The Stars, Me! zum Ziel gemacht, das Schwedenflair wenigstens nach Berlin zu holen. Am 9. Februar startet die Veranstaltungsreihe Sweden, Sweden im Magnet. Zu erleben gibt es feinsten Gitarren- und Elektropop mit den Bands Torpedo, Streetwaves und The Light Bulb Project sowie die Freude, keine Geringeren als Mr. Tiger Lou und seine Herzdame Firefox AK nebst anderen als Schallplattenunterhalter zu erleben. (Continued)

Fischessen - Suicide is much too blonde

fischessen.jpgWas hier mit seltsamem Projektnamen und einem nach Aufdruck auf ein T-Shirt schreienden Albumtitel daherkommt, ist nix anderes als der Phönix, welcher nun aus der Asche der Les Hommes Qui Wear Espandrillos, einem sehr guten, aber schon ob des schrägen Bandnamens zum Scheitern verurteilten Projektes des Jörg A. Schneider, aufsteigt. (Continued)

Farben der Gosse DOG BITE DOG von Soi Cheang

dogbite.jpgSoi Cheang – offensichtlich seine Zeit nicht länger mit doofen Auftragsproduktionen voller gackernder Teenstars und unentschlossenen Horrorfilmchen vertuend – hat sich mit ambitionierten und auch sehr gelungenen Werken wie „Home, Sweet Home“ und „Love Battlefield“ in den zurückliegenden beiden Jahren zu einem Regisseur entwickelt, dem man geneigt ist, einen nicht ganz unerheblichen Teil seiner Hoffnungen für eine Zukunft im Hongkong Kino auf die Schultern zu binden. Und wahrhaftig gelingt es ihm, mit seinem aktuellen Film DOG BITE DOG solche Erwartungen noch zu steigern. (Continued)

Early Day Miners und Iona im UT-Connewitz

earlydayminers.jpgAm Montag dem 29.01.2007, 21.00 Uhr beehren uns die Early Day Miners(us) & Iona (lpz) im UT-Connewitz, präsentiert vom Schubladenkonsortium. Und dieser Auftritt sei jedem wärmstens ans Herz gelegt. Gediegene alternative Songscheibermusik mit Ecken, Kanten und endlosen Tiefen. Vertonte Tagträume mit Drang zur düsteren Seite der Persönlichkeit von Daniel Burton, dem Mann hinter dem Kollektiv. Für Qualität garantiert nicht nur die Zugehörigkeit zum Secretly Canadian-Label, sondern auch die zahlreichen Mitstreiter bei den Aufnahmen zum letztjährigen Album „Offshore“.

(Continued)

Molto spielen Spione

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Stummfilme eignen sich seit jeher hervorragend zur stilvollen Neuinterpretation. Fritz Lang, Ikone des sprachlosen Films, lag es schon damals sehr daran, seine Werke durch die musikalische Neuverortung der Nachwelt zugänglich zu machen. Diesem Wunsch kamen Molto bereits im vergangenen Jahr nach und spielten in der Schaubühne zu Langs zweieinhalbstündigen Klassiker “Spione”. Zu schade, um es dabei zu belassen. Also gibt es am Freitag erneut die Chance Film und Musik zu erleben. (Continued)

PnG präsentiert The Album Leaf

albumleaf.jpg “Für mich ist die Platte ein Fortschritt auf persönlicher, innerer Ebene. Ich fühle mich sehr wohl mit ihr und habe mich auch während der Aufnahmen sehr geborgen gefühlt, sowohl in diesem Sound, als auch in dem, was ich gesucht habe. Bei der Platte davor war ich noch viel mehr auf der Suche und nun komme mit diesem Album allem wieder ein Stück näher. Aber ich suche noch immer weiter. Wahrscheinlich werde ich ewig auf der Suche sein”, konstatierte Jimmy LaValle in PnG #70. Jetzt ist er anlässlich seines aktuellen Albums “Into The Blue Again” auf Tour - PnG präsentiert’s. (Continued)

Land of the Dead – Toraja, where a death is lavishly celebrated

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It’s a long ride. 9 hours. After the road splits from the coast at Pare-Pare and leads into the highlands of South Sulawesi the scenery becomes spectacular at some stretches. Fewer minarets. More bell towers of churches. Central Sulawesi has been a hot spot of rioting and sectarian violence. Muslim gangs attack Christians. Christians retaliate. And the other way around. The whole vicious circle. Almost impossible to break. The situation is a lot calmer now than a few years back, but just last week extremist violence erupted again around Poso. 13 dead. Curfews. Massive police raids. (Continued)

Fear of music A diatribe about the current state of the “music” industry

(c) nme.comSo I go into Vice to pick up my CDs to review for the next issue and I’m given an album from these British guys called The Holloways. Now, straight away my alarm bell starts to ring purely because they’re called “The” something and that already makes me suspicious of them. Could it be that they’re trying to leap-frog their way to musical stardom simply by picking a trendy name? Well, I shouldn’t assume too much I think. After all, the proof is in the listening. Then I notice that the CD itself is the actual album. Not a promo, not some crappy cardboard thing with a cheapo CD inside. An actual, real copy of the album. This also makes me wonder. (Continued)

Keine Gespenster Eine Liebeserklärung an Rocket/Freudental

front_cover_gespenster.jpgJahreswechsel bringen in aller Regel handelübliche Rituale hervor. Popkulturell gern verhandelt wird bei dieser Gelegenheit stets die Frage nach Erscheinungen, die in irgendeiner Form erfreulich, erheiternd, tiefschürfend, horizonterweiternd oder anderweitig relevant daherkamen. Nicht immer ein Quell purer Freude – gern mal übt man sich in einer beinahe uniformierten Sichtweise, die für wirkliche Entdeckungen kaum einmal Platz lässt. So war es für mich zwar nicht sonderlich überraschend, aber dennoch schmerzlich festzustellen, dass die aus meiner Sicht interessanteste, wichtigste, spannendste und damit auch relevanteste deutschsprachige Veröffentlichung nirgends mal auftauchte: “Wir leben wie Gespenster” von Rocket/Freudental. (Continued)

Jordan - Back To The Gym, Kid! EP

Jordan - Back To The Gym, Kid! EP Adrien betont das immer wieder: Aufgenommen nicht irgendwo, nein, in Montreal, Kanada. In Zusammenarbeit mit Howard Bilerman (The Arcade Fire, A Silver Mt Zion) und Brian Paulson (Mates Of State, Superchunk). Diese Referenzen will er erwähnt haben. Paris ist ihm nicht mehr gut genug, obwohl erst seit kurzem Wahlheimat. Endlich aufmerksam auch außerhalb, so das erklärte Ziel. Quebec ein guter Platz, um anzufangen. Zumindest momentan, und auch der Sprache wegen. Aber irgendwie auch die Fortsetzung von Frankreich mit anderen Mitteln. Auch wenn so leicht der Eindruck entstehen kann, hier schraube jemand an einem großen Plan. Nein, nein. Das ganz und gar nicht. Jordan sind mehr DIY, als sie es wohl selbst zugeben. (Continued)

The Who - Endless Wire

The Who - Endless Wire In Zeiten, wo unliebige Journalisten (im Zweifelsfall immer die falschen!!) erschossen und abtrünnige Ex-Geheimdienstler mittels radioaktivem Sushis ins Jenseits befördert werden, wo es scheinbar Kultur geworden ist, mittels H&M-Sprengstoffgürtel reihenweise Unschuldige zu Tode zu bomben, in diese Zeiten hinein veröffentlichen die beiden alten Feinde Roger Daltrey und Pete Townshend, in alten Tagen im Verein mit dem zu früh verstorbenen Keith Moon und dem ebenfalls in die ewigen Jagdgründe abgewanderten John Entwistle als The Who unterwegs, ein neues Album. Wer die Hits der Who kennt und liebt, wird ob des hier Dargebotenen entsetzt sein. Wer braucht musikalischen Altersheim-Rock wie diesen? (Continued)

No Deutschland! Knarf Rellöm Is Playing In My House

knarf_relloem_trinity.jpgNur eines mal vorneweg, damit wir uns auf gar keinen Fall falsch verstehen: Dieser Knarf Rellöm ist ganz unbedingt einer von der richtig Guten. Einer, den wir PNG-Mädels und –Jungs tief ins Herz geschlossen haben und dies nicht erst seit dem Tage, an dem er zu Ehren des Zines mal in einer Räumlichkeit, die man nur sehr bedingt als Konzertort durchgehen lassen konnte, flott aufspielte. Allein schon deshalb ist er herzlichst willkommen in L.E. und dies am Freitag, 26. Januar, im allgemeinen Leib- und Magenclub Ilses Erika. (Continued)

Heute ist ein wundervoller Tag Neues von uns selbst, Naked Lunch und … uns selbst!

png_nakedlunch.JPG An dieser Stelle sei noch mal darauf hingewiesen, dass es heute abend von 21 bis 23 Uhr auf Radio Blau einen absolut geschmackssicheren Rundumschlag des vergangenen Jahres auf die Ohren geben wird. Was das im Einzelnen bedeutet, wird natürlich nicht verraten. Eines aber vorweg: wäre das wundervolle “This Atom Heart Of Ours” von der wundervollen Band Naked Lunch schon 2006 erschienen, hätte es 1000%ig seinen Platz in unser aller Hitparade gefunden. Nun wird es aber erst heute veröffentlicht, was ihm wiederum einen sicheren Platz in der 2007-Best-Of-Liste bescheren dürfte. Diese Platte ist so großartig, dass ich mich nicht dafür schäme, sie hier anzukündigen und anzupreisen. In unserer in Bälde erscheinenden 71. Ausgabe wird es eine ausführlichere Würdigung geben. Und da wir uns gerne zusätzliche Arbeit aufhalsen, wird es auch dieses Mal wieder eine Release-Party geben. Festhalten, bitte. (Continued)

Monta - The Brilliant Masses

mftbm.jpgUnser Songwriter- und Storytellerprotagonist wächst mit diesem, seinem zweiten Album über sich hinaus. Was sollte ich auch anderes darüber zu berichten wissen? Monta hatte vor knapp zwei Jahren mit “Where Circles Begin” hinreichend das Leben nach Miles beschrieben, war übers Land getourt und hat, wie kann es anders sein, mit seinen fein gewirkten Couplets die Indiekommune gleichermaßen verwirrt, wie die Urteile über ihn und seine Livegigs immer polarisiert zu sein scheinen. (Continued)

aMute - The Sea Horse Limbo

amuteZittrig bebende Traumlandschaften in denen sich Alles in stetem Fluss befindet. Gehaucht, gewisperte Gesangs- und Wortfetzen nicht ganz hier, scheinbar ganz woanders, irgendwo auf dem Weg. Experimentell, elektronisch, sowie auch akustisch verzaubern aMute. Jérôme Deuson aus Brüssel startete aMute 2003. Im Jahr darauf erschien bereits „A Hundred Dry Trees“ beim kanadischen Label Intr-Version. Darauf folgt die Zusammenarbeit mit fünf weiteren belgisch-kanadischen Musikern beim Projekt Arden, dessen Erstling „Conceal“ 2005 auch den Beginn des gemeinsam mit Alain Lefebvre gegründeten Labels Still markierte. Dort wurden mittlerweile auch Werke von Immune, Holiday For Strings, Vedette, Off The Sky und Baja herausgebracht.

(Continued)

Beirut - Gulag Orchestra

gulag.jpgSchön, hat das Feuilleton wieder mal einen neuen gefunden und zwar diesmal einen neuen Beck. Ein Tausendsassa des Eklektizismus, der so toll alles an Einflüssen in einen Topf wirft, umrührt und mmmh formidabel, was leckeres kreiert. Aber Halt! Nein Danke. Wo Beck unterschiedliche Stile verschmilzt klaut Zack Condon einfach archetypisch gleich das komplette Programm und fertig ist der Song. Einmal schwarz-weißer Kater und Donkosaken hin und wieder zurück. Das ist zwar nett und auf Konzerten ist Dank globalisierter Globalisierungsgegner bestimmt der Bär los. Schamlos bedient er sich bei Emir Kusturica, Goran Bregovic und der Zigeunerkapelle in der Fußgängerzone. (Continued)

Ach, das war 2006…

radioblau_logo1.gifMit der Zeit ist das so eine Sache: einerseits sind die Ereignisse, die bereits Monate vergangen sind, bei mir immer noch so präsent, als wären sie gestern geschehen. Auf der anderen Seite ist gerade 2006 wieder so viel passiert, dass man zwangsläufig zum Nächsten übergehen musste und Vorangegangenes schnell vergessen wurde. So ging es mir auch wieder mit dem Berg an Neuerscheinungen in dem frisch verstrichenen Zeitraum von 365 Tagen, den wir ein Jahr nennen. Da wird ersteinmal überlegt, erinnert, im Hirn sortiert, wenn es auf die Frage nach dem besten Album, dem herausragendsten Song ‘06 kommt. Die PnG-Radioredaktion hat sich Gedanken gemacht, reflektiert, sondiert, rekapituliert und spielt Euch am Freitag das Ergebnis in 120 Minuten auf Radio Blau. Anekdoten und Alterweisheiten nicht ausgeschlossen.

Freitag, 19.1. 21-23h bei Radio Blau.

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* Radio Blau

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Hier unsere Auswahl: (Continued)

PnG präsentiert I Might Be Wrong

I Might Be Wrong Das Konzept ist bekannt: fünf Berliner, eine Band, große Gefühle. Klingt unspektakulär, dürfte nach eingehender Betrachtung allerdings emotionsempfänglichen Musikliebhabern wahlweise einen wohligen Schauer über den Rücken oder ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubern. Natürlich im Ilses Erika, natürlich präsentiert von der Persona non Grata. Wir sehen uns! (Continued)

Edens Fluch - THE FOUNTAIN von Darren Aronofsky

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Zwei Bäume stehen wie die Säulen Edens. Von einem reichte Eva Adam eine Frucht. Sie aßen, und sie glaubten zu verstehen, was Recht und was Unrecht, was Gut und was Böse ist. Nur mehr eine Ahnung, mit mehr stillte sie der Saft des Baumes nicht. Jedoch in ihrer Neugier verfluchten sie sich und ihr Geschlecht, auf ewig. Sie wissen darum, dass sie nichts wissen. Lediglich die Ahnung quält sie unerbittlich, dass ihnen die Wahrheit und die Unsterblichkeit, die unter der Rinde des zweiten Baumes rinnt, vorenthalten wird. Vertrieben, fern von Eden, ist die Suche nach den Wegen zurück zu diesem Quell der einfachen und unleugbaren Wahrheit das Schicksal, das sie knechtet, das sie unbarmherzig treibt. (Continued)

Wenn die PnG eine Flagge hätte, wäre sie jetzt auf Halbmast: Die Spex ist tot

Einst, zu wirren Wendetagen, fuhr ich nach Halle, um Nirvana und Sonic Youth live zu erleben. Erstere sah ich mit circa fünfzig weiteren Gästen, während der große Rest lieber draußen auf Sonic Youth wartete. Wenige Wochen später erschien „Nevermind“ und diverse Leute werden sich wohl selbst verprügelt haben. Ich kannte Nirvana schon von „Bleach“ an. Das lag daran, dass meine Mutter eine Bekannte im „Westen“ hatte, welche im damaligen Eigenverlag einer Kölner Musikzeitschrift arbeitete, welche mir ab Mitte der Achtziger diese „SPEX-Musik zur Zeit“ immer unter dem Paket-Packpapier ins Leipziger Heim schmuggelte. Seitdem hatte ich vielen Leuten immer etwas voraus. (Continued)