Fischessen - Suicide is much too blonde

fischessen.jpgWas hier mit seltsamem Projektnamen und einem nach Aufdruck auf ein T-Shirt schreienden Albumtitel daherkommt, ist nix anderes als der Phönix, welcher nun aus der Asche der Les Hommes Qui Wear Espandrillos, einem sehr guten, aber schon ob des schrägen Bandnamens zum Scheitern verurteilten Projektes des Jörg A. Schneider, aufsteigt. Schneider, 2005 bei Gaffa ausgestiegen, versucht hier mit Hilfe seiner alten Espandrillo-KollegInnen Yvonne Nussbaum und Markus Kreutzer den alten LHQWE-Sound wieder aufzunehmen und ihn mittels Elektronik und der Beteiligung vieler verschiedener Musiker anzureichern. Herausgekommen sind instrumentale Soundscapes und Improvisationen, die mal melancholisch mit dem Kopf nach unten hängen, dann wieder in Raum und Zeit verlorenen gegangen scheinen, nur um im nächsten Moment zähnefletschend bösartige Noiseattacken zu reiten. Alles zusammen mutet an wie die Wanderung durch seltsame, ineinander fließende Landschaften, die so gar nichts gemein haben wollen, es beim Hören dann aber tun. Ein wahrlich bemerkenswertes Album eines bemerkenswerten Musikers, der sich das mit den Projektnamen aber lieber noch mal überlegen sollte. Ansonsten trägt „Suicide Is Much Too Blonde“ wie immer den Qualitätsstempel einer BluNoise-Produktion, bei der Tausendsassa Guido Lucas die goldenen Finger ein weiteres Mal im Spiel hatte. (BluNoise Records/ Alive) Sven

Comments (1) to “Fischessen - Suicide is much too blonde”

  1. das kann ich genau so unterschreiben!

Post a Comment
*Required
*Required (Never published)