Montag, April 30, 2007
Mark Gardener (UK) und A Heart Is An Airport (BRD) am Dienstag, dem 1.Mai ab 21.00 Uhr im UT, präsentiert vom Schubladenkonsortium. Creation Records, England Ende der 80er/Anfang der 90er: vier Jungspunde mit Hymnen für die Ewigkeit. Indieschönheit in melancholisch, treibenden Delaysoundwänden. Die Presse erfindet das Wort Shoegazer. Zeitlos was Gardener damals mit seinem Pendant Andy Bell (inzwischen bei Oasis) erschuf. Gardener an Mikro & Gitarre mit Band und neuen und alten Hits! Als Support: A Heart Is An Airport (Lpz) mit Leuten von Napoleon, Palestar & Crashing Dreams und Folk-Singer-Songwriter Gestus zwischen Red House Painters, Savoy Grand und Art Of Fighting. Gut das!
Dienstag, 1.Mai 21 Uhr im UT Connetwitz
* www.markgardener.com
* MySpace
* Schubladenkonsortium
Samstag, April 28, 2007
Funny van Dannen hat wieder ein paar Kurzgeschichten geschrieben. Sein Verlag hat ein Buch daraus gemacht … weil es mal wieder an der Zeit war … weil viele Leute, uns eingeschlossen, Weihnachten gerne auch mal vor Ostern feiern, und überhaupt, dieser ganze Jesusquark uns doch vor allem nur noch Anlass ist, uns beschenken zu lassen. Auch bei diesem Verlag schielte man nicht auf höhere Weihen, als man sich dort den Titel “Zurück im Paradies” ausheckte - das bandelte lediglich hübsch mit “Neues von Gott” an, also dem vorangegangen, sehr populären Band des Autoren. Nun ist er auf Lesereise, der van Dannen … (Continued)
Freitag, April 27, 2007
An dieser Stelle sei nur kurz darauf hingewiesen, dass sich PnG-Radio heute abend ausführlich mit der nahenden (Pop Up auseinandersetzen wird. Das heißt, Programm, Highlights, Gäste und Musik wie immer liebevoll aufbereitet von den PnG-Mods. Also einschalten und vorfreuen!
(Pop Up Spezial
Heute, Freitag, 21-23h Radio Blau
-> LiveStream
(Continued)
Freitag, April 27, 2007
Nee, das is jetzt nicht dein Ernst, oder? Italo-Dance 2007? „Disco Romance“ in Zeiten des Indie-Rock? Schon das Cover im Italo-Rot-Weiß mit der Schwedin im Sternchendress macht stutzig. Kann sie sich das Lachen kaum verkneifen oder ist es der blonden Blauäugigen damit bierernst? Hat man sich von der ersten Überraschung und den aufkommenden Fragen verabschiedet, stellt sich aber doch ein Gefühl der Dankbarkeit ein, denn Sally Shapiro erinnert uns an das, was gut war in den Achtzigern: die Melodien. (Continued)
Mittwoch, April 25, 2007

Ein kalter Nachmittag am Berliner-Ostbahnhof, warten auf die Blood Brothers im Postbahnhof. Ein wider erwarten gut gelaunter Rockstar steuert zerzaust und unentschlossen auf mich zu, gibt mir verlegen die Hand und wir setzen uns in einen kahlen Raum Backstage. (Continued)
Dienstag, April 24, 2007
Soll ich jetzt einfach mal sämtliche Synonyme, die mir zu dem Wort “wundervoll” einfallen, auflisten? Traumhaft, großartig, wunderbar, zauberhaft, phänomenal absolute Oberspitzenklasse? Nein, ich agiere stattdessen im PNG-Kontext ganz subversiv und mache mir den Waschzettel dieser Platte zunutze. Chris Hooson, Sänger und Multiinstrumentalist von Dakota Suite, ist Die-Hard-Fan vom FC Everton, ein britischer Fußballverein, der sich wiederum “Nil satis nisi optimum” als Clubmotto auf die Fahnen schreibt. Allen, denen die lateinische Sprache genauso fremd (geworden) ist wie mir, sei gesagt, dass das “Nur das Beste ist gut genug” bedeutet. Und Chris Hooson scheint so angetan zu sein von den Männern mit den dicken Waden, dass er auch bei der Arbeit an seinem sechsten Album dieses Motto vollkommen verinnerlicht hat. (Continued)
Sonntag, April 22, 2007
Etwas mehr Staub passt da noch rein, gemahnten sich Richmond Fontaine, bevor sie ihr aktuelles Album konzipierten: so viel Staub, dass sich darauf herrliche, große Illusionen bauen lassen, die weniger wacklig stehen als der etwas unverfroren für sie beanspruchte Thron der Könige im Genre Americana. Durch „Thirteen Cities“ weht nun tatsächlich viel, viel mehr als nur heiße Luft … und Tumbleweed. 13 Kapitel für 13 Städte – Stationen dieses wunderbar vertonten Tagebuchs; prallvoll mit Anekdoten, belebt durch den aufrichtigen Plan, der Diversität einer akustischen Landkarte des weiten Westens mit variierenden Tempi, variierender Instrumentierung und mit als repräsentativ wahrgenommenen Eigenheiten zu entsprechen, diese Landkarte gar in eine dreidimensionale Vorstellbarkeit zu heben. (Continued)
Mittwoch, April 18, 2007

Nein, das ist keines meiner letzten Urlaubsfotos - dafür ist immer noch Nimrod zuständig -, sondern der Neustrelitzer Marktplatz. Um das Wissen unserer geschätzten und per Hand gezählten Leser etwas zu erweitern, sei aber gesagt, dass die auf dem Bild zu sehende Kirche zwischen 1768 und 1788 erbaut wurde und den dritthöchsten Kirchturm in Mecklenburg-Vorpommern besitzt. Letzterer wurde zu allem Überfluss von Friedrich Wilhelm Buttel (1796 - 1869) entworfen und erst 1831 vollendet. Meine Herren. Wen das alles nicht so flasht, dem sei gesagt, dass es auch andere Gründe gibt, nach Neustrelitz zu kommen. Vor allem, da fürs diesjährige Immergut nun auch noch Finn., Lichter, Someone still loves you Boris Yeltsin und Tied & Tickled Trio bestätigt sind. Dafür musste Jens Lekman absagen. Na ja.
Die Laune wird sofort wieder gehoben durch die Glück bringende Nachricht, dass für das von uns erstmalig mitpräsentierte Mamallapuram-Festival dreizehn (!) neue Bands bestätigt sind, für die ich persönlich fast ausnahmslos in die Knie gehe: Ampl:tude, Audrey, Autopilot, Bodi Bill, I Might Be Wrong, Kate Mosh, Mexican Elvis, Mittekill, Petula, Ter Haar und Tom Liwa. Heißa!
Mittwoch, April 18, 2007
Ich würde gerne mal was ganz anderes machen. Etwas Unerwartetes, Verwirrendes, ich möchte fast sagen – etwas gänzlich Neues. Zum Beispiel über Cuba Missouri sprechen, ohne so überflüssige Sachen wie Musikmachen als Ausflucht aus dem schnöden Provinzlertum (wobei man doch anerkennen muss, dass in Münster musik- und popkulturtechnisch einiges zu gehen scheint), Indierock, der dich begleitet von erdrückendem Gitarrenwummern in den Freitod reißen kann, wenn du es zulässt, und den Vergleich zu The Notwist vor „Shrink“ zu erwähnen. Oh verdammt, jetzt habe ich es ja doch getan. Musikjournalismus – oder das, was wir vorgeben zu tun – ist ja so berechenbar. (Continued)
Mittwoch, April 18, 2007

Malcolm und ich haben uns für ganze fünf Jahre aus den Augen verloren. Es ist ein bisschen wie ein Brief von einem alten Freund, einem Leidensgenossen, den man lange nicht gesehen hat, wenn nun mit „A Brighter Beat“ sein neuestes Werk im Postkasten liegt. Man fragt sich, wie es ihm wohl ergangen sein mag, in all der Zeit. Damals, 2002, waren wir beide an einem Wendepunkt, einem Nullpunkt angelangt. „5:14 Fluoxytine Seagull Alcohol John Nicotine“ war unsere Bibel, unser gemeinsames misanthropisches Gebetsbuch, etwas wie ein Soundtrack unseres, subjektiv empfunden, verkorksten Lebens. (Continued)
Montag, April 16, 2007
Erstaunlich, wie viel Einfluss ein Produzent of auf eine Platte haben kann. „Phantom Punch“ klingt wie die frühen Phoenix. Punktgenaue, crispe Drums, großer Pop, die Sonne scheint aus den Boxen. Die Bezeichnung Cabriomusik würde wohl passen, klänge sie nicht so posh. Und wessen Name steht in den Credits? Richtig: Tony Hoffer, neben den Franzosen auch bei den Kooks und Supergrass an den Reglern. Der Mann ist also immer für eine Sommerplatte gut, schön zu hören. Aber kein Produzent kann Großes vollbringen, ohne ebenbürtiges Ausgangsmaterial. (Continued)
Samstag, April 14, 2007
Blut! Blut! Überall Blut! Wie konntest du das nur tun, Knut? Knut! Du böser Bär! Alle sind schockiert! Kinder weinen. Sie wollen nie wieder in einen Zoo. Sie wollen ihre Plüschbären nicht mehr. Sie haben Albträume – in der Nacht und auch am Tag. Wie konnte es nur so weit kommen? Das fragt sich Deutschland, das fragt sich die Welt. Das fragen sich die Tierpfleger. Sie wissen nicht, was sie bei Knuts Erziehung falsch gemacht haben. Und sie wissen nicht mehr weiter. Die Sponsoren haben ihre Verträge gekündigt. Das wird hunderte Arbeitsplätze kosten. Knut kann Deutschland um den sanften wirtschaftlichen Aufschwung bringen. Der Bär hat bereits den DAX einbrechen lassen. (Continued)
Freitag, April 13, 2007
Inspiriert von den geisterhaft unterkühlten Popsongs des selbstbetitelten Debüts von Beach House (Carpark/Cargo).

Die plötzliche Kühle, die von der See auf die Veranda weht, ist wie der Kuss des Todes. Die Nacht hat ihren Charme verloren. Der Schweiß zwischen ihren Körpern ist eisig kalt. (Continued)
Mittwoch, April 11, 2007
Am kommenden Freitag lädt das Schubladenkonsortium wieder einmal zu einem Konzertereignis in das alte Union Theater zu Connewitz. 20.00 Uhr gehts los und im musikalischen Teil werden Growing (US) und Thrones (US) ihr Bestes geben und die heiligen Hallen mit schwerem Geschütz erzittern lassen. (Continued)
Dienstag, April 10, 2007
Fast zwei Monate bastelten MDragynfly und K.Angylus an meiner Box. Jedes Exemplar, entschuldigten sich die Musiker in einer Mail für die Verzögerung, werde nach der Bestellung individuell gefertigt. Das koste jede Menge Zeit.
Mit der auf nur 333 Exemplare streng limitierten Geschenkkiste, in die sie ihre EP „We All Die Laughing“ verpackt haben, gedachte das Duo aus Georgia das Interim bis zu ihrem neuen Studioalbum zu füllen. Doch seit die Beiden Anfang 2006 das kleine Label Decaying Sun übernommen haben und Paradigms Records in London nahezu zeitgleich „Coma Waering“, das zweite Album ihrer Band The Angelic Process aus dem Jahre 2003, noch einmal neu veröffentlichte, scheint es ihnen, als würden sich die Zeiger der Uhr plötzlich viel schneller drehen, als würden ihnen Stunden und Tage davonlaufen, und als würde die Entwicklung, die die Band mit ihrer Gründung vor fünf Jahren anschieben wollte, sie nun rapide mit sich reißen. (Continued)
Freitag, April 6, 2007
:::::::::::::::Parole Disko:::::::::::::::::::
…der trick ist zu tanzen!….
Die Parole heißt Tanzen und ausnahmsweise ist hier mal blinder Gehorsam angebracht. Immerhin steht Schublade drauf und wenn der Name hält, was der Abend verspricht, wirds bestimmt knorke. Schließlich wird die PnG auch durch Caroline repräsentiert und allein das sollte den Weg wert sein.
mit den dj/djanes:
Gordon(l’abore), Herzi&Caroline, Rentek (Giroton),
Faye&Plaste, Nina&K* (ladyshake/bielefeld), Sandy Stardust & Kick`n Rush!!!!
Samstach, 7.April FrühAuf/Windmühlenstrasse 2, Leipzig 22.00 Uhr
Donnerstag, April 5, 2007

Es ist gilt schon beinahe als ein moderner Mythos, dass Japaner ganz schön was an der Waffel haben. So pauschal stimmt das natürlich nicht. Eigentlich ticken die Japaner nur am Sonntag aus – die anderen Tage der Woche haben sie gar keine Zeit dafür. Am Sonntag aber fällt ihnen der Druck der Woche ab, für ein paar Stunden, und ganz besonders auffällig ist das rings herum um Tokios Yoyogi-Park, zwischen den hippen Stadtvierteln Shinjuku, Harajuku und Shibuya. Mit Fotos und Videos dokumentiert PNG ein paar der bizarrsten Anblicke – damit es in paar Jahren nicht heißt, so etwas hätte es nie gegeben (genau so wenig wie Sexsklavinnen im 2. Weltkrieg und das Massaker von Nanjing). Zu Recht nennt man die Tokioter die trendigsten Menschen der Welt … der Haken, sie vergessen und verdrängen auch sehr schnell, was einmal in war. (Continued)
Mittwoch, April 4, 2007

Comic-Guru Frank Miller schwelgt momentan in höchsten Glücksgefühlen. Es scheint als habe er seine frühere Meinung über den lockeren Umgang mit seinem Stoffe in der primär ökonomischen Zugeständnissen verpflichteten Hollywood-Maschinerie revidiert. Nachdem Robert Rodriguez unter der Schirmherrschaft des Dare Devil- und Batman-Reformators mit der Leinwandadaption der Graphic Novel-Vorlage „Sin City“ die Massen und den Maestro gleichermaßen erfreute, kann Miller stolz darauf verweisen, dass im Gegensatz zum Werke des Kollegen Alan Moore seine Kultcomics nun doch ohne Verklärungen und als symbolträchtige Einzelbildaufbereitung über den Big Screen flimmern. (Continued)
Dienstag, April 3, 2007
Bands und Künstler aus Kanada gab es in der letzten Zeit ja so einige, aber kaum welche, die es bis zu uns schaffen singen konsequent französisch. Und überhaupt, was ist denn das? Ein Füllhorn an Ideen, Arrangements, Zitaten und Melodien wird über dem Hörer ausgeschüttet und jedes Stück hat Charme und ist irgendwie unwiderstehlich. Jeder Song eine kleine Oper, himmelhoch jauchzend und mit einem fiebrigen Beat, der die Füße zucken lässt. Psychedelische Traumchansonsfunk? Der Begriff Prog-Pop fiel auch. Egal wie man es nennen mag, es ist eine eigene Klasse und einmal in den Bann geraten kann man sich nicht mehr entziehen. Im April und Mai sind sie in Europa unterwegs, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Immergut, auf dem sie spielen werden ist ja schon ausverkauft.
Illusionsmalerei: nicht der schlechteste Albumtitel. (City Slang)
Sonntag, April 1, 2007
In einer Soundlandschaft, die so weit ausschweift, dass man in ihr allem zu begegnen glaubt, was man seinen Lebtag gehört hat, steht knirpsig knuffig ein Mädel mit zerbrechlich zarter, von Tagträumen eingesponnener Stimme. Sie singt … und was soll sie hier auch sonst tun … aber sie singt, mit einer Kraft, die man weder ihr noch ihrer Stimme zunächst zutrauen mochte, einer Kraft, die diese immensen Gefilde tatsächlich bindet und zusammenfaltet und auf ein Album packt, das Sinn macht. (Continued)