Sally Shapiro – Disco Romance
Nee, das is jetzt nicht dein Ernst, oder? Italo-Dance 2007? „Disco Romance“ in Zeiten des Indie-Rock? Schon das Cover im Italo-Rot-Weiß mit der Schwedin im Sternchendress macht stutzig. Kann sie sich das Lachen kaum verkneifen oder ist es der blonden Blauäugigen damit bierernst? Hat man sich von der ersten Überraschung und den aufkommenden Fragen verabschiedet, stellt sich aber doch ein Gefühl der Dankbarkeit ein, denn Sally Shapiro erinnert uns an das, was gut war in den Achtzigern: die Melodien. Irgendwo zwischen Tragik und Verträumtheit, zwischen Pein und Peinlichkeit, zwischen großer Geste und universellem Verständnis fühle ich mich geborgen in dieser Musik. Vielleicht, nein ganz sicher, weil sie ein Teil von mir ist, Teil meiner Vergangenheit. Sicherheit, die einem niemand mehr nehmen kann. Aber die Dosendrums, die billigen Synthies, Lippgloss und Glitzerhemd erinnern auch an die Träume, die wir damals hatten, an die naive Vorstellung, dass das alles nie enden wird. In den Momenten, wo die Erinnerung mich einholt, schieb ich Sally rein und stell mir vor, es wäre so. (Klein)
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