http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2007 » Mai

Immergut Noch dreimal schlafen

Nachdem Explosions In The Sky leider abgesagt haben, haben sich die Immergut-Organisatoren noch mal ordentlich im Kreis gedreht und Sophia als Ersatz sowie Superpunk als letzte Bestätigung rangeholt. Das verspricht, erwartungsgemäß gut zu werden. Hoffen wir, dass die Herren von Superpunk spätestens bei “Neue Zähne für meinen Bruder und mich” die Sonnenseite auf sich ziehen. Apropos, die 9-Tage-Prognose für Neustrelitz von wetter.de meint, dass am Wochenende die Sonne scheint un 23°C erwartet werden. Das klingt doch vernünftig. Und sollte es doch mal regnen, kann man auch getrost mal am PNG-Stand vorbeischauen. Wir beißen auch nicht. (Continued)

Swan Lake – Beast Moans

swan-lake.jpgMusikalischer Eskapismus, Humor und Verschrobenheit hoch drei. Die Frontsäcke von Destroyer (Dan Bejar), Wolf Parade (Spencer Krug) und Frog Eyes (Carey Mercer) beschließen, nachdem sie sich auf Tour gegenseitig als Backingband aushalfen, zusammen ein Album aufzunehmen. Ganz do it yourself, ganz kumpelhaft, ganz weirdofolkfreakout. Hier kommt zusammen was zusammengehört. der entrückte Quietschglam von Dan Bejar, das Burlesk-polternde der Wolf Parade und das völlig Überdrehte der Frog Eyes. Zuckrige Melodien, mitreißende Akkordwechsel, empatietrunkener Gesang, alles einmal durch den Reißwolf und ordentlich in Schräglage gebracht. Erinnert an die wild-orchestrierten Momente von Arcade Fire. (Continued)

Leidenschaftslos über Leidenschaft sprechen Friska Viljor

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Dieser Moment, dieser Morgen. Du wachst auf und weißt. Es geht so nicht mehr. Es ist traurig, aber es reicht nicht für Selbstzerstörung. Alkohol befreit. Mitstreiter im Selbstmitleid helfen. Nur trinken auf Dauer auch wenig, zu wenig. Menschen finden sich, verbittert. Leiden. Das steht am Anfang. Und es ist überall und immer stets dasselbe. In der Not und aus Sauflaune entsteht etwas, das abschütteln und endlich wieder Aufrecht gehen lässt. Dann wichtig wird und Mittelpunkt. Von der schlechten Laune zur wohlgelaunten Band. Und der Beschluss, alles was bisher geschah, genau nicht mehr so zu tun. Und auf einmal macht es Sinn. (Continued)

Hunter S. Thompson – Königreich der Angst

thompson.jpgWer von den Print-Poppern oder Pop-Journalisten kennt keinen Thompson? Den trete ich zusammen. Thompson ist oder war eine der schillerndsten journalistischen Persönlichkeiten der amerikanischen Öffentlichkeit. Er schrieb für diverse Magazine, er schuf neben Wolfe in den 60ern den New Journalism, der, wie die PNG diesen unmissverständlich imitiert, persönliche, emotionale Erfahrung mit literarischen Stilmitteln kombiniert. Ja, der amerikanische Einfluss ist groß, wir sind, ohne es zu merken, Amerikaner. Jedenfalls ist Hunter Thompson gut, und ich bin kein Verehrer von Popmagazinen: das hier schreibe, das hat mich nicht umsonst Monate Schonfrist gekostet, außerdem, das muss ich – unter vorgehaltener Hand – sagen, darf ich hier schreiben, was ich meine: der wichtigste Aspekt. (Continued)

png und Turbojugend Salzburg präsentieren: Brockdorff Klang Labor live in Salzburg. 25.05.07 @ Mark.Freizeit.Kultur

Nach der Minitour und zur frisch releasten “Frohe Schritte EP” kommt DIE deutsche Elektro-Indie-Hoffnung auf Einladung der Turbojugend Salzburg und präsentiert vom Popkulturmagazin eures Vertrauens - png - live in die Mozartstadt! Mit im Gepäck die Songs ihres erstes Albums, “Mädchenmusik”, welches am 01.07.07 bei den sympathischen Hamburgern von ZickZack erscheinen wird. (Continued)

Maria Taylor in der naTo

mariataylor.jpgAus dem schönen und vielbesungenen Nebraska kommt heute Maria Taylor zu uns ins bisher noch unterbesungene Leipzig. In wenigen Stunden wird sie hoffentlich bereits im Studio von Radio Blau sitzen, für uns ein paar Songs spielen und unseren Wissensdurst stillen. Das gibt es dann an einem Freitag im Juni zu hören. Hören und erleben kann man sie aber auf jeden Fall heute abend in der naTo. Und vielleicht fühlt sie sich ja spontan zu einem Lied über Leipzig inspiriert. Wir werden hören…

Das Vorprogramm bestreiten die nicht weniger hörenswerten Boy Omega aus Schweden.

Maria Taylor & Boy Omega, heute, 20.30h in der naTo, Leipzig.

* Maria bei MySpace

* Heimseite

Besseresser – geladene Leckerbissen Ein kulinarisches Interview mit Plus/Minus (Dienstag, 22.5. im UT!)

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Plus/Minus dinieren am morgigen Dienstag im Leipziger UT Connewitz - doors: 20.00h€“ start: 21.00h

Die Bezeichnung des „next-big-thing“s ist in Zeiten der „the - Bands“ und musikalischer Zwangsrekurrenzen, zu Unrecht, wie zu schnell, zur Hand.
Schön zu hören, dass es Plus/Minus gibt. Jenseits von Indiemonokultur und ungerechtfertigtem Namedropping verbinden sie Pop mit frühlingshaftem Hochgefühl zu musikalischen Gaumenfreuden.
Das Trio aus New York befindet sich momentan auf Europa- und Deutschlandtournee zu ihrem aktuellen Album „Let’s built a fire“, am Dienstag verzaubern sie im UT Connewitz.

Vor einigen Wochen standen sie uns per E-Mail für ein Interview zur Verfügung, wen wundert’s, beschäftigt die Band, die so schmackhafte Musik vor allem eins: Essen. (Continued)

Einmal Hardcore und zurück RadaR

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Gestern
Um meiner geliebten Leserschaft die durchaus bemerkenswerte Band RadaR etwas näher zu bringen, hier vorab ein paar Eckdaten:
RadaR, jedenfalls Teile davon, hießen vor Urzeiten, und hier meine ich die Neunziger, Stand As One (S.A.O.), kamen aus der sächsischen Weltmetropole Limbach-Oberfrohna und spielten amtlichen Voll-in-die-Fresse-Oldschool-Hardcore. Glaubt es mir, ich muss es wissen, denn ich war stets mit dabei! (Continued)

Irving Blut auf den Blumen vor dem Volkshaus

irving.JPGDiese Überschrift hat nichts zu tun mit meiner etwaigen Konvertierung zum Gruftietum, sondern spielt an auf den Titel des aktuellen Irving-Albums “Death In The Garden, Blood On The Flowers”. Nach ewigem Hin und Her klappt es jetzt doch, dass die sympathischen Kalifornier Leipzig beehren, und zwar am morgigen Sonntag, den 20. Mai, im Volkshaus (Karl-Liebknecht-Str. 46, 04107 Leipzig). Ab 21 Uhr werden die Herren, die mühelos die Referenzen Beatles und The Cure vereinen, auf der Bühne stehen - wer das verpasst, hat sein Herz verkauft.

Vollrausch mit Red Sparowes am Freitag!

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Okay, wir mögen unsere Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen, wenn wir mit einem Heft voll Lügen werben, aber glaubt mir einfach, wenn ich Euch sage: wer das hier verpasst ist verdammt nochmal selbst schuld! Der Abend mit Red Sparowes im UT war für mich defintiv das Konzertereignis des letzten Jahres – da ging nix drüber! Die Location – ein altes Filmtheater (Kino erscheint hier maßlos untertrieben) – könnte nicht besser sein für den akustisch-cineastischen Leckerbissen, den die Schublade nun schon zum zweiten Mal in Leipzig präsentiert. Ich falle auf die Knie und freu mich darauf, mich am Freitag dem Rausch hinzugeben. Auf das die Ohren klingeln mögen.

Freitag, 18.5. - UT Connewitz - doors: 21.00h - start: 21.30h

(Continued)

(Pop Up für die Ewigkeit

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An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass die Bilder zur (Pop Up, die unser Haus- und Hoffotograf Klaus (der Lange mit der dicken Tasche) vielleicht auch von Euch am Popwochenende geschossen hat, online zu bewundern sind. Dort, wo schon viele hunderte Andere auf ihre Betrachter und Eure Kommentare warten.

(Continued)

(Pop Up and The Popkulturdebatte

Was ist das, Pop? Pop zu was? Und wohin mit Pop?

Rainald Goetz ritzt sich die Stirn auf, 1983

Gestern, an einem Samstag im Mai, fand eine Pop-Debatte im Forum der „(Pop Up“ statt. Weil ich die Debatte zwar vielversprechend, aber nicht weitreichend genug fand, muss ich meinen Senf dazu geben. Dabei schien die Sache zunächst interessant, so war es die einzige PopUp-Debatte, die ich mir im Vorfeld notiert habe. Eingeladen waren der Soziologe (Gunnar Otte, Uni Leipzig), ein Chefredakteur (Max Dax, spex), ein Labelveteran (Alfred Hilsberg, ZickZack Records), ein Musiker (Matthias Dabeler, Klotz+Dabeler) und einer von uns (Tom Weber, PNG).

Kurz zur „(Pop Up“. Wie schon der komplizierte Name der „Klammer-auf Pop App“ signalisiert, ist die PopUp hipp und modern. Ich bin, wie zu jeder Messe, auch zu dieser relativ erwartungslos gegangen. Kurz vor dem Eingang zur PopUp sagte eine Bekannte, dass sie für 18 Euro diesen Scheiß nicht mitmache. „Was soll da schon sein, bis auf ein paar Labels und die üblichen Magazine?“ Ich gestehe, hätte ich kein Ausstellerticket, hätte ich mir das Spektakel möglicherweise erspart. Spannend fand ich die Punks am Connewitzer Kreuz. Ich glaube, die haben beim Anblick der dekadenten Pop-Gesellschaft ihren Spaß gehabt, ohne festzustellen, dass sie durch diese Haltung nicht minder dekadent waren. Pop ist ja überall. PMHoffmanns mehrere quadratmetergroße Plakate hingen von der Decke, die Halle war klein, laut und stickig.

(Continued)

(Pop Up Samstag: Schwedenabend

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Es ist bereits Sonntag, der Tag danach, wie der ein oder andere vielleicht schon gemerkt hat und der (Pop Up-Kater hat eingesetzt, wobei es sich bei mir vor allem um einen Muskelkater handelt, der auf exzessives Rocken, Kistenschleppen und Dauerpendeln zurück zu führen ist…und höchst ansteckend zu sein scheint. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Firefox grad die Segel strich und den fertigen Text mit in den Abgrund zog. Also alles auf Anfang, denn schließlich muss ich der Welt von der göttlichen Erfahrungen berichten, die mir gestern widerfuhr… (Continued)

(Pop Up Samstag: Messe

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13h
W-LAN ist aus. Das ist die erste Erkenntnis, die von der (Pop Up-Messe nach außen dringen soll, und gleichzeitig so was wie eine Entschuldigung, dass unser angekündigtes Live-Blogging wohl doch nicht ganz so klappt, wie wir es uns vorgestellt hatten. (Continued)

(Pop Up Freitag: Disko B

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Nach dem Frondienst bei Radio Blau und dem Fahren unserer Sendung – der Job ist hart, aber irgendwer muss ihn ja machen – begann dann irgendwann nach Mitternacht auch für mich die (Pop Up mit dem Bolzfeuerwerk von Disko B in der Ilse. (Continued)

So: Die!Die!Die!, Disfear und Bostaurus im Zoro

die.jpgWer nach drei Tagen (Pop-Up und einem megafetten Programm noch immer nicht genug bekommen hat, kann am Sonntag, dem 13.5.07, im Zoro (Bornaische Strasse 54HH) weiter der musikalischen Leidenschaft fröhnen. Eigentlich war das FrühAuf! ursprünglich als Veranstaltungsort vorgesehen, aber die Show wurde verlegt, sicher aufgrund der Salti, also Weitersagen.

Es spielen auf: Die!Die!Die (NZ, S.A.F. Records), Disfear (S) und Bostaurus (LPZ). (Continued)

Ungelogen: PnG #72 ist da!

png72_150.jpgpng72_200.jpg“Ich kann nicht mehr, ich muss jetzt einfach lachen.”

Der Legende nach äußerte diesen Satz unser Sven formerly known as Arty Fischl eines Nachts, als er in “White Line Fever” von Urgestein und – verdammt, ich kann es nicht lassen – Warzengesicht Lemmy Kilmister las. Auch ich könnte ihn just in diesem Moment immer und immer wieder aufsagen; bei mir hat sich das gemeinhin als “dümmliches Lachen” bekannte Gegacker eingestellt, das man nach einer besonders anstrengenden Tätigkeit nicht mehr unterdrücken kann, dessen Ursprung aber nicht ein guter Witz oder eine besonders lustige Situation ist. Ich bin einfach gaga im Kopf, ich habe Rezensionen alphabetisch geordnet und Texte aneinander gereiht und noch allerlei anderen Humbug gemacht. (Continued)

(Pop Up the Volume

popup2007_hspace=Eine Stadt im Popkultur-Fieber! Ja, liebe Leute, ein paar Mal werden wir noch wach, dann ist endlich (Pop Up-Tach! Am Donnerstag startet ein Wochenende voller Konzerte, voller Diskussionen, voller Messe, voller Überraschungen mit einem Gig, der es wohl mehr als in sich haben wir: The Car Is On Fire (10. Mai, 22 Uhr, Ilses Erika) – von beglaubigten Pop-Experten als die polnischen Phoenix bezeichnet – schieben uns alle miteinander hinein in ein Festivalwochenende, das allen Unkenrufen und vorzeitigen Abgesängen zum Trotz mit einem hochspannenden Line Up aufwarten kann.
(Continued)

1990s - Cookies

1990w.jpgHier ist etwas, das kann man den Schotten 1990s nicht vorwerfen: Ahnungslosigkeit. Sie wissen ganz genau, was sie tun. Diese unglaublich niedlichen Hooks. Die Selbstironie, die sie sich so dick aufspachteln. Trallala … stehen sie ein wenig über den Dingen, die sie uns … trallala … auf ihrem Debüt verkaufen. Zwei Strategien – lässig und mit Dackelblick stehlen sie sich aus der vollen Verantwortung für das Elend, das als „Cookies“ nun in den gut platzierten Regalen bei HMV steht, in welche letzte Woche noch Arctic Monkeys gebucht waren. (Continued)

Das Oath - s/t

dasoathlg.jpgDas Oath sind schon echte Luschen. Aus dieser selbstbetitelten EP bricht erneut wahnsinnig geiler Krach … nur geht sich die Band damit wieder viel zu schnell selbst auf die Nerven. Auch dieses Werk schreddert kaum mehr als 10 Minuten. Nicht mal im Verbund mit Joey Karan von The Locust halten die sich so lange aus, auf dass da mal ein anständiges Album werde. Niffige zehn Minuten. Das Oath sind wie Vorspiel ohne Sahne. Wie eine Blutpresse, bei der sich die Schrauben lockern, noch bevor der Saft aus den Adern schießt. Herrlich. Grandios. Phänomenal. Und dann … blob … und nur noch totenstill. (Continued)