http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2007 » August

Hallam Foe von David Mackenzie

hauptplakatjpeg_508x700.jpgDavid Mackenzies Protagonisten sind Getriebene. Ewan McGregor etwa, in Mackenzies Erstling „Young Adam“, dessen Darstellung des Mörders Joe Taylor aus Alexander Trocchis Roman unter die Haut ging. Oder Natasha Richardsons einfühlsame Verkörperung der Stella Raphael, die in “Stellas Versuchung” (”Asylum”), einer weiteren Romanverfilmung nach Patrick McGrath (”Spider”), einem Anstaltsinsassen verfällt. Auch Hallam Foe ist ein Rastloser, mit dem es das Leben nicht gerade gut meinte. Ein Einzelgänger, wie sie Mackenzie liebt. Getrieben vom Tod seiner Mutter hängt er die meiste Zeit in seinem Baumhaus, beobachtet seine Mitschüler beim Fummeln oder die Nachbarschaft bei ihren Alltäglichkeiten. Seinem reichen Vater macht er indessen das Leben zur Hölle, als dieser mit seiner hübschen Sekretärin anbändelt. Doch die dreht den Spieß um und Hallam bleibt nur die Flucht nach Edinburgh. Dort beginnt er ein neues Leben, pflegt aber alte Gewohnheiten: nachts stellt er der Hotelangestellten Kate nach, in der er seine Mutter zu erkennen glaubt. Er heuert in ihrer Arbeitsstätte an und observiert die junge Frau rund um die Uhr. Als er ihr zu nahe kommt, muss Hallam seine Rolle als Beobachter aufgeben und selbst aktiv werden.

(Continued)

Function am Freitag in Leipzig

function11.jpgDie konzertante Sauregurkenzeit neigt sich nun langsam dem Ende entgegen. Zeit wird’s. Und mit dem Panam in der Sternwartenstraße 4 (hinterm Ringcafé) lockt uns auch noch ein neuer Veranstaltungort. Eigentlich ist ein französisches Café, dass aber von nun an mit kleinen Auftritten Publikum anlocken will. Interessant geht es los am 31.08.07, 21.00Uhr mit Function. Kostenlos!!! Wie der Australier Matthew Liam Nicholson die geheime Wunderquelle allerdings sprudeln lässt und wie viele seiner Mitstreiter er mitbringt bleibt eine Überraschung.

Plattenrezension und Links im Anschluß.

(Continued)

Ich habe Gott gesehen Philip “Fil” Tägert

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Ja, ich habe ihn wirklich gesehen, den Gott. Denn eines ist ganz klar: FIL ist Gott. Die einzige Chance, noch an das Gute zu glauben auf dieser Erde ist die simple Geschichte, in diesem Menschen die Inkarnation des wissenden, sehenden und erkennenden Gottes zu definieren. So einfach können lebensrettende Philosophien manchmal sein.
Meine erste Begegnung mit Gott ist schon wirklich viele Jahre her. Es mag jetzt nicht sonderlich hipp, groovy oder gar sexy klingen, wenn ich davon berichte, dass ich Gott in Erlangen getroffen habe, doch es ist nun mal die reine, ungefilterte Wahrheit. Erlangen hat ja zumindest hin und wieder eine magische Anziehungskraft für Menschen, die bereit sind, nach den wesentlichen Dingen des Lebens auch an ungewöhnlichen Orten zu suchen. An Orten, die bevölkert sind von Bildgeschichten. (Continued)

Thomas Kunst - Sonntage ohne Unterschrift

thomaskunst.jpgMensch, krass, denk ich, dass sich ein Roman von einem Lyriker genau so anhört, wie man sich das vorstellt. Thomas Kunst ist in den Sechzigern geboren, wurde 1996 mit dem Dresdner Lyrikpreis ausgezeichnet, 2004 nochmals von der Akademie der Künste Berlin und ist heute, gleich bei mir um die Ecke, Bibliotheksmitarbeiter in der Deutschen Bücherei.

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CLIENT - Interview with Sarah Blackwood on the current album “Heartland”

Emily Mann (b), Sarah Blackwood (voc)) by Arigo Pentrado

Png: In spring last year you released the demo-collection „The Rotherham Sessions“, of which a lot of songs and lyrics now appear in other versions on „Heartland“…

Sarah: Yes. Really “The Rotherham Sessions” was a work in progress. And it’s actually a really nice thing to have, because you can hear the songs on “The Rotherham Sessions” and how they progressed over the year. You know, like “D.I.S.C.O.” became “Northern Soul”…

Png: But now I got a bit of a problem, because I got used to “The Rotherham Sessions”, and now the only songs which impressed me on “Heartland” are those which aren’t on “The Rotherham Sessions”. I just got used to the old versions… and I’m in a struggle, which record’s better. Sarah: Oh, I think that “Heartland” is better. The vocals are better… Png: Okay, the others are demos, but there is a certain kind of special sound on them. Because they are different to the first two albums and the new one…

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Andrew Bird - Armchair Apocrypha

andrewbird.jpgDer Andrew Bird, der ist mir ein Scherzkeks. Sein erstes erfolgreiches Studioalbum von 2005 nannte der Vogelmann „The Mysterious Produktion of Eggs“ und was ist auf dem Cover des Nachfolgers? Ein Kanarienvogel von hinten. Lassen sie sich aber von solchem Schnickschnack nicht beeindrucken, sondern lieber von der Musike, die ist nämlich ganz prächtig. Von Haus aus ist Bird Violinist. Sein Gespür für ungewöhnliche Klänge und energetische Dynamik drängeln und kicken irgendwie total, und zwar - denn so kann’s auch gehen - ohne groß rumzustressen. (Continued)

PnG-Radio: 2 Stunden Cammer-Musik

radioblau_logo1.gifEs ist wieder an der Zeit, Cammer zu rocken! Das alljährliche South of Mainstream Festival glänzt mal wieder mit jeder Menge Highlights aus der Langhaar-Fraktion: Orange Goblin, Unsane, Ostinato und die unglaublichen Ulme sind unter vielen Anderen dabei. Nauber und Jensor, unsere Cammer-Fraktion stellen Euch das Line-Up vor und erzählen mit Sicherheit die ein oder andere Anekdote aus dem Bangathon der letzten Jahre. 19 Bands, 2 Tage, 120 Minuten Musik!

South of Mainstream Festival-Spezial

Heute 21-23h Radio Blau

-> LiveStream
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Devastations Ich ruf dich an, Baby

devyesu.jpgErzähl mir etwas über Dunkelheit, über Schmerz und Tränen, über Einsamkeit und Verzweiflung, Angst und Verlust. Erzähl mir, wie es sich anfühlt, wenn man nicht mehr weiterkommt, sich im Kreis dreht und weiß, dass es nicht besser werden wird, nie wieder. Erzähl mir, wie es ist, sich vor jedem Morgen zu fürchten, und erzähl mir, wie sie sich anfühlt, die innere Zerrissenheit, die Unfähigkeit, sich zu entscheiden und irgendwie alles besser zu machen. Erzähl mir von deinen Wutausbrüchen, wie du getobt und geschrieen und getreten hast, obwohl deine Kraft schon längst aufgebraucht war. Erzähl es mir. Erzähl mir alles.

Du hast doch keine Ahnung. (Vorsicht, Albumtitelreferenz:) Ja, du. (Continued)

Morgen ist heute! - PnG #73

grass.jpg72 Hefte liegen hinter uns und das 73. vor mir auf dem Tisch. Der Bulldozer auf dem Cover räumt auf, schafft Platz für Neues, vielleicht Ungewohntes. Wenn Ihr sie in Händen haltet, wird Euch einiges auffallen: die CD fehlt – das sicher als erstes – dafür ist alles so schön bunt hier – nicht zuletzt wegen des umfangreichen Comic-Specials, dass wir Euch und uns gönnen – die Themen sind breiter gefächert – mehr Film, Literatur und Abwegiges – die PnG ist zwar immer noch eckig, aber irgendwie runder. Wir blicken Richtung Morgen und stellen uns der Zeit. Ihr werdet Augen machen!

Persona non Grata #73

Meta-Thema: Morgen

Themen: Alec Empire, Tocotronic, Interpol, Phillip Boa, The Dance Inc., Emily Haines, David Lynch, Wladimir Kaminer, Rainald Goetz, CocoRosie, Bloc Party, Flowerpornoes, Khan, Client, Seachange, Rhythm King And Her Friends, …

Comic-Spezial mit exklusiven Geschichten von Mawil, Ralph Niese, Justin Hall, P.M. Hoffmann

Ab sofort am Kiosk für 6 € oder gleich hier.

Mutter - Wir waren niemals hier DVD

mutter_home.jpgIn dieser Dokumentation über die wichtigste deutsche Rockband der Welt gibt nicht nur Bassist Kerl Fieser im Tourbus Hilfestellung bei der Location-Suche („Erstmal zum Hauptbahnhof. Is’ immer gut.“), sondern der seinerzeitige Mentor Alfred Hilsberg stellt auch die alles entscheidende Frage „Ja, was macht eigentlich Max Müller?“, die das tiefer liegende Geheimnis um Mutter auf den Punkt bringt.
Während sein Bruder Wolfgang „Die Tödliche Doris“ Müller zum Meister der Umdieeckekunst wurde, ging es bei Max Müller stets scheinbar unverschnörkelt schwungvoll geradeaus, mit voller Wucht treffen einen auf ewig ins Hirnmark gekratzte Wahrheiten über das Leben, oft von beispielloser Schönheit und erschreckendem Richtigkeitsgehalt gleichzeitig geprägt, doch so richtig bare Münze hat sich daraus nie ergeben, denn wer die PR- und Marketingexegese schon im Naturell verweigert, bleibt einzigartig, aber arm, also ehrlich. Wer oder was ist Max Müller also? Ein Underground-Kultstar, einer der letzten großen Eigenbrötler, ein neurotisch betriebenes Genie, um das das Geheimnis wie eine Bedingung weht? (Continued)

Béatrice Ottersbach, Thomas Schadt, Nina Haun – Schauspieler-Bekenntnisse

schauspieler-bekenntnisse.jpgWarum wird man Schauspieler? Warum tut man sich das an? Das ständige Rampenlicht, Rastlosigkeit, Reisen, Stress, Heimatlosigkeit, Kritiken von Leuten, die meinen, sie könnten es besser, ständige Rollenwechsel, schlimmstenfalls der Verlust der eigenen Identität. Wer tut sich so etwas freiwillig an? Wer hat es sich gar selbst ausgesucht? Diesen Fragen gehen die Autoren der „Schauspieler-Bekenntnisse“ nach. Die Protagonisten ihres Erstlings, den „Regiebekenntnissen“ hatten noch den Schutz der Kamera auf ihrer Seite und bleiben im täglichen Leben weitestgehend unerkannt. Schauspieler hingegen sind nackt, Freiwild in der Öffentlichkeit, verletzlich hinter den Sonnenbrillen. Man meint sie genau zu kennen und kennt doch nur ihre Rollen. (Continued)

EBB - Loona

ebb.jpgSkandinavische Elektronik – für mich der eigentliche Exportschlager aus dem hohen Norden. Was hier an sehnsuchtsvoller Melancholie in Soundflächen gepackt wird, reicht für mehrere Winter unterm Nordlicht. Der Schwede Ebb parkt sich da etwa so zwischen den Norwegern Röyksopp und The White Birch, aber auch die beiden sagenhaften Apostrophenbands Sigur Rós und Múm wohnen gleich nebenan. (Continued)