EBB - Loona

ebb.jpgSkandinavische Elektronik – für mich der eigentliche Exportschlager aus dem hohen Norden. Was hier an sehnsuchtsvoller Melancholie in Soundflächen gepackt wird, reicht für mehrere Winter unterm Nordlicht. Der Schwede Ebb parkt sich da etwa so zwischen den Norwegern Röyksopp und The White Birch, aber auch die beiden sagenhaften Apostrophenbands Sigur Rós und Múm wohnen gleich nebenan. Gemeinsam hat er mit ihnen auf jeden Fall das Verträumte. Aber Ebb sitzt allein zuhause vor dem Computer. Das macht seine Kleinode persönlicher, intimer, als die großspurigen Produktionen der Kollegen im Geiste. Trotzdem klingen sie bei allem Knarzen und Knacken nicht nach Heimcomputer. Die Entstehung der Songs auf der Akustikgitarre, die in den Händen eines kapuzierten Mannes unter einem knochigen Baum auch das schwarz-weiß gezeichnete Cover ziert, merkt man ihnen an. Auch am Lagerfeuer würden die Songs sicher fantastisch funktionieren. Geschaffen hat er das alles im Alleingang, aber nicht ohne Freunde, wie er schreibt. „Loona“ ist sein Brainchild und geprägt durch die langen, kalten Winter mit endlosen Horizonten im Norden Schwedens, wo Ebb aufwuchs. Hier lässt es sich träumen und gar wundervolle Melodien ausbrüten. „I’m all made of Music“ – das glaub und teile ich und kuschel mich in diesen Ohrensessel zum Wohlfühlen. (Gaymonkey / Digit Rebel Audio)

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