Prism of Eternal Now - White Rainbow
Es mag freilich ein klein wenig übertrieben sein, einer Tradition, die man ohne heftigere Gedankensprünge und dreist geschwungene, Marcus’sche Argumentationskrücken bestenfalls noch auf The Monks zurückverfolgen mag, gleich die Ewigkeit anzutragen, jedoch ist es nicht minder beeindruckend, was der Initiator dieses Projektes, Adam Forkner, durch sein Prisma an obskuren Klängen in die Gegenwart bricht, eine Gegenwart, wohlgemerkt, die für solche kauzigen Unterfangen zugänglicher ist, als man es noch vor ein paar Jahren annehmen mochte. Der Erfolg solcher Ensembles wie Animal Collective, die New Age und Psychedelic durchsetzten Avancen diverser momentan reüssierender Künstler an den Folk, haben es plötzlich in einem unvorhersehbar weiten Rahmen interessant gemacht, was Musiker wie eben Forkner aus vermeintlich kaum zugänglichen, durch verbissene Vollnerds bewachten Sphären für ihren Hybridsound vereinnahmen. „White Rainbow“ taucht durch die psychedelischsten Gefilde von Folk, Dub und Prog-Rock – Tablas-Rhythmen tanzen über dronige Gitarren, treiben dadaistische Vokalmalereien durch ihre sich unaufhörlich drehenden Loops. Forkner treibt es wild und quirlig auf seiner von unmittelbar verbindlicher Struktur kaum eingeschränkten Ebene, wild und quirlig, und mit einer wahrhaft einnehmenden Leidenschaft.
(Kranky/Cargo)
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