http://www.makepovertyhistory.org persona non grata » 2007 » Dezember

Bombee+ – s/t

bombee.gifDrei Typen, die zu einen unter den Namen De Flandre und rOeder auch solo unterwegs sind und zum anderen am Drumkit der Chemnitzer Band Volt sitzen, machen hier zum Zwecke des Ausgleichs unter dem Namen Bombee+ folkige Entspannungsübungen. Ähnlich dem Ensemble Nocturne um Sylvian Chauveau, das vor geraumer Zeit auf Down To The Bone die Hits der Depeche Mode entbeinte und die übrig gebliebenen Knochen getreu dem Motto „Reduced To The Max“ mit so wenig Fleisch wie möglich zurückließ, sind die Songs von Bombee+ nur spärlich instrumentiert. Akustikgitarre und Cajon als Perkussion müssen ausreichen. Mit diesen spärlichen Mitteln schaffen es die drei Musiker tatsächlich, das Maximum an Stimmung zu erzeugen. Der Gesang, welcher stellenweise an David Sylvian erinnert, und damit die verbundenen Stories rücken somit mehr in den Vordergrund. Die Songs sind folk- einige auch bluesinfiziert und nicht nur deshalb extrem entspannt. Jeder Songfetzen auf dem selbstbetitelten Debüt zeichnet das Bild einer Band, die das alles mit Bedacht und ziemlich relaxt fabriziert. Eine Tatsache, die man in hyperaktiven Zeiten wie den unseren nicht hoch genug bewerten kann. Diese verrückte Welt braucht mehr Platten wie diese! (Sweet Home Records/ Poor Dog) Sven

Bum Khun Cha Youth - ALARM! Hanns Martin ist verschwunden.

bum-khun-cha-youth.jpgLinus Volkmann verzeiht man ja alles, weil er einem einfach schreibend auf so konsequente Weise beweist, dass er zu den Guten gehört. Zudem stehen wir alle noch tief in seiner Schuld für die Herausgabe des Komm-Küssen-Magazins. Diesem Sympathievorsprung ist es zu verdanken, dass dieses Musikprojekt nicht ganz schlecht gefunden werden kann. Der Blick auf Volkmann ist rosig-verschmiert, gutmütig, und wohlwollend.
Das hier abgelieferte Klangerlebnis bewegt sich zugegeben nah am Höllenschlund und stellt unsere Hingabe auf eine harte Probe. Musikalisch ist nicht viel mehr drin, als das, was noch am selben Abend dabei herauskommt, wenn Burschie zu Weihnachten ein Keyboard geschenkt bekommt. Ist natürlich alles Absicht, Absicht ist aber eben auch leider kein Argument für nichts. Die Texte sind wie erwartet ulkig-kurios, wie die Presseinfos, wie der Kommentar im Booklet. Im Gegensatz zum Ex-Schlagzeuger Jens Friebe wurde der Konservenpop hier nicht mit jenem Knistern versehen, das es zum Tollfinden braucht. Die Texte beziehen ihren Charme, wie gewohnt, aus einer vorgetäuscht naiven und originellen Interpretation unseres Weltalls. (Continued)

Hang with the DJs!

stubnitz_kleiner.jpgLeute!

Warum so wenig Worte? Das Christkind steht vor der Tür, deswegen. Aber am
27.12. ist Weihnachten ja durch. Was dann? Weitersaufen, genau. Also nicht
nur Saufen, sondern auch Tanzen. Und Feiern. Also doch.

Auf der MS Stubnitz/Landungsbrücken. Audiolith Nacht. Mit Juri Gagarin.
Supershirt. Bratze. Th Dance Inc. Und System Boogie. Also ab.

Audiolith Nacht: Hang with the DJs
27.12. MS Stubnitz, Hamburg
(Continued)

Shiny Toy Guns – We Are Pilots

shinytoy.jpgDies ist der vierte Aufguss eines schon 2005 erstmals veröffentlichten Albums, welches der derzeit allumfassende iTunes-Wahn jetzt in die Major-Fittiche trieb. Diese vier Kalifornier wissen dabei genau, womit die Streetwear-Boutiquen der Jetztzeit beschallt werden wollen. Selbiger Flipchart-getimte Hard-Fi-/Ed Banger-Abgleich verzichtet auf jegliches Gegen-den-Scheitel-Bürsten. Und wenn man dann doch einmal, wie in “Le Disko”, den Aufstand probt, wirken die aufgesetzten Breaks gleich wie CD-Lesefehler. Das klingt für mich alles wie ausgedacht. (Mercury) Donis

Kauft bei den Guten! Red Can Shop

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Bevor wieder eu´re ganze Kohle für sinnlosen und/oder billig produzierten Tand und nutzlose Alibikäufe über die Ladentheken kapitalistischer Konsumtempel gereicht wird: Schöne Dinge zum Zeitvertreib, gefertigt mit Liebe, Lust und Leidenschaft und um eben Selbige zu erzeugen.

Der RED CAN SHOP, hier gleich um die Ecke im Web, bietet großartige und vielfältige Möglichkeiten…
(Continued)

In eigener Sache Raus aus den überlebten Strukturen

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Längst ist es durch das bittere Lamentieren eines erheblichen Teils der Musikindustrie gedrungen – ihre Krise ist tatsächlich eine gewaltige Umwälzung, ein neuer Anfang. Auch der Printmarkt steckt mittendrin in einer solchen Revolution. Es gibt zweifellos gravierende Argumente, mit denen sich Printmedien gegen die unschlagbar aktuelle, jedoch auch sehr flüchtige Konkurrenz webbasierender Publikationen behaupten können, nur – um ganz ehrlich zu sein – haben wir selbst solche Argumente in den letzten Ausgaben der Persona Non Grata immer seltener gefunden. Persona Non Grata war nicht mehr das Magazin, das wir publizieren wollten – zu gefällig, zu affirmativ, zu verheddert in bereits zusammenbrechende Strukturen, die wir eigentlich herausfordern wollten, nicht schräg genug, zu wenig nörglerisch, zu wenig skeptisch und nicht mehr so richtig eigenwillig. Wir benötigen eine Auszeit – ein paar Wochen, um zurück zu einem ursprünglichen konstruktiven Dissens zu finden, um qualitativ abgesicherte und eloquent aufeinanderprallende Widersprüche neu zu entfachen, die das Publizieren in Persona Non Grata für uns Autoren immer so spannend gemacht hatten (und somit wenigstens vor uns jegliche Frage nach der Relevanz des Mediums erübrigten). Doch nicht nur um uns inhaltlich und redaktionell neu zu ordnen, auch um die Existenz von Persona Non Grata ökonomisch abzusichern, anstatt im Scheinzwang einen schwindenden Etat zu löchern, benötigen wir diese Pause. Daher die schlechte Nachricht: es wird in diesem Jahr keine Persona Non Grata mehr geben. Die gute Nachricht: eine neue Persona Non Grata erscheint. Sie erscheint am 21. Januar 2008 – und es wird in Kooperation mit dem grandiosen Berliner Label Sinnbus Records eine CD-Beilage und Konzerte geben. Die angesprochenen, längst überfälligen Veränderungen wurden angestoßen, und wir sind nach grundsätzlichen Diskussionen wieder schwer motiviert. Noch bevor ihr Persona Non Grata #74 an den Kiosken und im Briefkasten findet, werden wir euch auch an dieser Stelle an den Hintergründen unserer zurückgewonnenen Euphorie teilhaben lassen.

Beautiful Girls – Ziggurats

beautiful-girls.jpgBei der derzeitigen, allgemeinen Wilderei innerhalb der Pfründe einstiger Wave-Urheberschaft wird ja schon lange kein Stein mehr auf dem anderen belassen. Bei den Beautiful Girls von vom über’n Teich bildet einzigst die Police-Früh- bis Mittelphase das täglich Brot des fröhlichen Nachexerzierens. Manchmal wünscht man sich in solch einem Falle tatsächlich die langjährig vermehrte eigene Plattensammlung auf den Mond, um unvoreingenommen Schallplatten von jungen, dynamischen Menschen zelebrieren zu können. Aber Police? Die kennen ja sogar die Mädchen vom Indie-Kindergarten, welche dann ständig den Club-DJ mit „Roxanne“-Wünschen zur Weißglut treiben. Und Sting plus Anhang sind dazu gerade auch noch mit dem Altwerk wieder auf Tour. Was soll man hier dann bitteschön noch sagen? Die fünf Police-Alben haben The Beautiful Girls jedenfalls herzzereißend, fließend auswendig gelernt. Wenn das schon reicht… (Crownn Recordings) Donis

She Wants Revenge - This Is Forever

shewantsrevenge.jpgAuweia. War das Debüt von She Wants Revenge noch ein einigermaßen akzeptables Stück Musik, das mit “Tear You Apart” wenigstens mal wieder einen vernünftigen Hit in Sachen gepimpter Joy Division-Imitierei stellte, klingt “This Is Forever” - nun, wie soll ich sagen - lächerlich. Sich auf seine vermeintliche Fähigkeit, den Klang der Achtziger in die Neuzeit zu transportieren, zu verlassen, macht nun mal noch lange keine gute Platte. Hits längst vergangener Jahrzehnte mittels zeilenweiser Zitate wieder aufleben lassen zu wollen, ist nicht nur einfallslos, sondern einfach nur beschämend. (Continued)

Nelson - Revolving Doors

nelson.jpgIch dachte, die Sache mit NuDisco oder NewNoWave! oder wie immer das auch genannt wurde, hätte sich erledigt. Die französischen Nelson sehen dies aber gewaltig anders. Die sagen sich höchstwahrscheinlich, wenn schon das LCD Soundsystem nur noch Ödnis verbreitet und von The Faint, Radio 4 oder Rapture keiner mehr spricht, kochen wir einfach den kalt gewordenen Kaffee noch einmal nach allen Regeln der Kunst auf. Steht nun nur die Frage im Raum, welche abgefuckte Indie-Disse dies jetzt noch in das Raster des Abends aufnimmt. Ich befürchte, dass es wohl so Einige sein werden! Man lässt sich ja dort so manches auf die Stulle schmieren, wenn der Tag lang ist. Ich vertrete ja mittlerweile die Meinung, dass die Verleimung von Saiten-Waveismen mit Floor-Termina am Griffigsten von jemandem gefertigt werden kann, der den Club eben auch in sich trägt. Siehe bspw. Alex Gophers letztes Album! Aber der läuft ja wiederum eher selten bis gar nicht beim Indie-Schwof. Wer ist da nun eigentlich draußen? Die, ihr oder doch ich? (Diamondtraxx) Donis

Cigarettes und Mozartkugeln Rufus Wainwright

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27.11.2007 Alte Oper, Frankfurt am Main. Es gibt nichts Langweiligeres als Musiker, die über ihre Musik reden. Rufus Wainwright redet lieber über seine momentane Vorliebe, sein Verlangen nach Mozartkugeln. Rufus Wainwright ist alles - nur nicht langweilig. Er hat ein erhöhtes Suchtpotential. Meth war mal. Sein neustes Laster, Mozartkugeln. Nicht irgendwelche. Salzburger Mozartkugeln, die ihm während des Aufenthalts dort heimlich zugesteckt worden waren. Wie er sagt. (Continued)

Big Bang – (Too)(Much)(Yang)

big.jpg Das Maskuline, von dem die Norweger Big Bang vorgeben, ganz viel angestaut zu haben - zu viel, gemäß Titel dieses aktuellen Werks – ist eher von einer erpelhaften, Melodien wie tolles Gefieder aufspreizenden Fasson. Die Garage, in der sie sich ihre Stücke geschmiert und geölt haben, hört man dem mit Hymnen glitzernden und gleichzeitig kleine Erdbeben unter den knackenden Asphalt jagenden Album nur noch hintergründigst an. Dennoch wirkt “(Too)(Much)(Yang)” in dieser Konsequenz nicht etwa falsch - sondern so wahrhaftig wie es eben klingen muss (weil man ja ohnehin ahnt, was alles hinter der Show steckt): in sehr nachvollziehbarer Weise etwas gestelzt, ein wenig aufgesetzt, herausgeprahlt und dennoch oder gerade deshalb unbedingt und zweifellos mit zwei gewaltig im breiten Schritt pendelnden Eiern – ergreifend maskulin eben. (Glitterhouse)

Enon und Dan Deacon am Mittwoch im UT

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Am Mittwoch schließt das Schubladenkonsortium für dieses Jahr die Pforten, aber nicht ohne es noch einmal ordentlich krachen zu lassen. Und zwar mit den Amerikanern Enon (Touch And Go) und Dan Deacon (Carpark Rec.). Beide mit total unterschiedlichen Ansatz, aber in der Mischung liegt die Würze.

Mi 12.Dezember UT Connewitz, Leipzig, Einlass: 20h - Start: 21h
(Continued)

La Pampa-Festival im Juli 08

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“Görlitz ist eine furchtbare Stadt, dagegen muss man was tun”, sagte mir Lech vom La Pampa-Festival vor ein paar Wochen am Telefon. Solch ein Einsatzwille in Zeiten jugendlichen kulturellen Desinteresses muss natürlich belohnt werden, und sei es nur mit einer Präsentation des Festivals seitens der Persona non Grata. Die Idee hinter La Pampa, neben der indirekten Aufwertung von Görlitz, ist, die angrenzenden Länder Polen und Tschechien musikalisch näher zu beleuchten, schließlich gibt’s da mehr zu hören als … äh … Karel Gott. So konnten bisher The Car Is On Fire, die dem einen oder anderen noch von der letzten (Pop Up im Kopf herumschwirren dürften, und Popo verpflichtet werden; weitere tschechische und polnische Bands sind in Planung. Dazu kommen sechs bis acht Headliner – derzeit bestätigt sind hier Grand Island – sowie deutsche Newcomer wie die Dresdner The Friendliness Is Going Happy oder Might Sink Ships aus Hohenstein-Ernstthal.
Seit letztem Wochenende ist die Website online, dort findet man schon einige Informationen, die in den kommenden Wochen noch erweitert werden. La Pampa findet am ersten Juli-Wochenende 2008 in Hagenwerder südlich von Görlitz statt. Ich freue mich – Ihr solltet es auch.

La Pampa-Festival
Hagenwerder (bei Görlitz)
4. - 6. Juli 2008
www.lapampafestival.de

Kloppe gegen Viren I am Omega

i-am-omega.jpgGanz schnell noch, bevor Richard Mathesons klassischer Stoff in der Version von Francis Lawrence und Will Smith so unverschämt groß aufgebratzt wird, dass aus der Erinnerung geschubst werden soll, wie formidabel sich bereits Vincent Price und Charlton Heston in der Rolle des Last Man on Earth mit ihrer mutierten Umwelt anlegten, setzt Regisseur Griff Furst (aus dem für seine schundigen Produktionen berüchtigten The Asylum-Umfeld) noch auf seinen eigenen athletischen Rip-Off- Lückenspringer: I AM OMEGA. (Continued)

Ein Langer Weg zu Herz und Eiern DORORO

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Der japanische Fantasy-Film DORORO legt sich die allerbesten Voraussetzungen für einen blitzschnellen Kultstatus zurecht: gierend nach universeller Macht, verschachert der Fürst Kagemitsu seinen ungeborenen Sohn an eine Horde Dämonen. Kaum dass er das Licht der Welt erblickt, wird der Spross von den 48 Teufeln ganz fair in genau 48 Teile zerlegt. Was übrig bleibt, von dem Knaben, ist weder tot noch lebendig, ein geisterhaftes Etwas, ohne Gliedmaßen und Organe, und wird von der Mutter, die dem Fürsten den Todestoß nicht erlaubt, wie Moses in einem Bastkorb in einen Fluss gesetzt. Am Unterlauf des Gewässers findet ein Schamane den untoten Säugling und rekreiert ihn langsam aber nur provisorisch – des Jungen Schicksal, dass er eines Tages ausziehen wird, um seine echten Körperteile von den Dämonen zurückzufordern, ist längst besiegelt - und, keine Frage, es sind genau solche Stoffe, die ich verfilmt sehen möchte. (Continued)

Lullabye Arkestra und Stearica am Sonntag im UT

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Damit man sich nicht schon wieder einen schlechten Tatort anschauen muss, lädt das alte Union-Theater in Leipzig-Connewitz zum fröhlichen Adventskrach. Alles andere als einschläfernd kommen das Lullaby Arkestra (Constellation) aus Kanada mit ihrer wirren Mischung aus Soul, Noise, Hardcore und Garagenrock daher und werden für ordentlich Wirbel auf der Bühne sorgen. Abgerundet wird der Abend mit der italienischen Band Stearica (Homeopathic/Wallace Rec.), die zwischen Indie und Postrock pendelt und der Melodie weit verbundener ist als der Headliner. Kollaboriert haben sie unter anderem mit Dälek, was ja schon mal eine Hausnummer sein sollte.
Also: Hingehen! Keine Ausreden!

Lullaby Arkestra & Stearica
Union-Theater, Leipzig-Connewitz
Einlass: 20 Uhr Beginn: 21 Uhr
(Continued)

PNG Spezial: Audioblogs Heute auf Radio Blau

radio-blau.jpgHeute wieder PNG on air bei Radio Blau. Diesmal mit einem Special zum Thema Audioblogs. Jensor hat keine Mühen gescheut, ist in die Untiefen des weltweiten Netzes abgetaucht und mit jeder Menge Informationen und Musikfiles wieder aufgetaucht. Zu hören sind abgefahrene Remixe, Kollaborationen und Experimente. Jede Menge rares Zeuch also. Und das Beste ist: wir sagen Euch, wo wir`s her haben.

Heute, Freitag 21-23 Uhr
bei Radio Blau

* Leif Ström

The Violets Heute 6.12. im Noch Besser Leben.

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Siouxsie Siouxs gerade absolvierte Tour mutete an wie das Abschiedswinken vor dem Altersheim. Das war alles ein wenig betulich und unnötig. Trotzdem ist ihr Sendungsbewusstsein als Hysterikerin und Frauenspektakel nach wie vor intakt. Shirley Manson mag ihre verruchteste Ziehtochter sein und Karen O die abgründigste, die neueste und zumindest im Timbre originalgetreueste heißt allerdings Alexis Mary. Ihre Band THE VIOLETS verschränkt Post-Punk Spleens mit zeitgeistigem Britpop und stellt sich heute im Noch Besser Leben vor. Bitte hingehen

The Violets
6.12. 20h
Noch Besser Leben, Leipzig

http://www.myspace.com/thevioletsuk

Male Supremacy mit Hexenschuss Carnivore

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Carnivore sind tot. Keith Alexander hat sich mit dem Fahrrad totgefahren. Louie Beato ist verschollen, irgendwo in Brooklyn. Und Petrus Steele glaubt nun, er allein, auf seinem ja durchaus ordentlich breiten Kreuze, könne den Kadaver zurück auf die Bühne stemmen. Ein paar unglaublich alberne Aushilfsmusiker, darunter Joey Z. von Life of Agony, umtänzeln den Hünen in völlig unangebrachten Hardcore-Posen, als wäre er der Pfeiler des Universums, so etwas wie Gottes steif gewichster Pimmel, und zur Belohnung dürfen sie dann gar die Songs singen, deren Texte zu erinnern, Pete Steele sehr offenkundig gar keinen Bock mehr hat. Petrus hat keinen Hass und keine Eier. Was ihn auf der Bühne hält, an diesem traurigen Abend, ist der Hals seiner Rotweinflasche, etwas Kunstblut und seine Selbstgefälligkeit. Er ist sich sicher, dass er nichts falsch machen kann, dass er den ersten Reihen in die Gusche treten könnte, und sie würden ihm das eigene Blut vom Leder lecken – jeder Fauxpas, jede abgeschmackte Provokation wird als Konzept gefeiert. (Continued)

Russian Red (E) im Tschau-Tschüssi am Freitag

russianred.jpgDie Kreativzelle Tschau-Tschüssi offeriert am Freitag nachmittag ein Ladenkonzert mit dem Duo Russian Red aus Madrid. Gegeben wird herzerweichender akustischer Singer-/Songwriterpop aus der Kategorie Cat Power/Amanda Rogers/Hope Sandoval.

Den Laden, in dem auch der Design- und Möbelversand “Das rote Paket” und Materie Records ansässig sind, findet man in der Leipziger Windmühlenstraße 29 gleich neben dem Café Cantona.

Russian Red
07.12. 17h
Tschau-Tschüssi, Leipzig

(Continued)