Junius - S/T

junius.jpg Junius ist haargenau eine jener Bands, über die ich mich permanent aufregen könnte. Sunny Day Real Estate und The Cure in einem Atemzug als Referenzen zu nennen, ist eine Sache; sich dann aber nicht enden wollend musikalisch im Kreis zu drehen, wahllos drauf los zu schreddern und das dann allen Ernstes auch noch als Hommage an den Dark Wave zu betrachten, treibt es auf die Spitze. Mit der Formulierung “one of the most engaging dark rock Albums to come out since Joy Division last graced a stage” wird das Disclosure Magazine zitiert, und wüsste man es nicht besser, könnte man sich fragen, wie viel Geld geflossen sein muss, damit so eine Behauptung gedruckt werden darf. “Junius”, eine Zusammensetzung zweier älterer EPs (will sagen: das echte Debüt steht noch bevor), ist die Tonträger gewordene Redundanz, Musik, die die Welt nicht braucht, schlichtweg infame Ressourcenverschwendung. Es klingt weder nach aufrichtiger Leidenschaft noch nach berechenbarer Karrieregeilheit - es ist nur einfallslos und gänzlich unbegabt. Wäre ich nicht so boshaft, täten die vier Jungs mir leid, weil sie offenbar keine Freunde haben, die ihnen ehrlich ihre schmerzhafte Talentlosigkeit attestieren. (Make My Day/Alive)

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