Pureape - Screenplay
Discopunk und kein Ende. Allerdings hat es schon wieder etwas sympathisches, wie konsequent anachronistisch das Schweizer Duo Andrea Pestoni und Christa Helbling auf „Screenplay“ ihre nun weiß Gott nicht neue Version von Electro-Punk-Pop in Szene setzen. Die 80-er Jahre lassen erwartungsgemäß sacht grüßen. Der Sleaze- und Schmierigkeitsfaktor ist erstaunlich niedrig, was der ganzen Geschichte nicht unbedingt geschadet hat – die offensive Sex-Attitude entsprechender Outfits kann einem manchmal durchaus auf die Nerven gehen. Etwas mehr Risikobereitschaft hätte ich mir hingegen aber schon gewünscht. Oder vielleicht auch etwas mehr Mut im Umgang mit dem rockistischen bzw. punkistischen Background. Dies hätte der Vielfalt im Sound schon gut getan. So geht „Screenplay“ auf der langen Distanz hörbar die Luft aus: Irgendwann kann man diese recht gleichförmigen Beats einfach nicht mehr hören. Oder diese Synthies, die auf einen klar definierten Sound geradezu festgenagelt scheinen. Wäre mehr drin gewesen, finde ich. So bleibt’s beim hier immerhin gern gegebenen Sympathiepunkt. (Alpinechic)
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