The Mae Shi - HLLLYH

hlllyh.jpgGestartet wird mit Kastratenchor und einer Gitarrenwalze, die alles unter sich begräbt. Weiter geht’s auf einem Mitzählreim, der sich zur wütenden Hymne aufschwingt. An Dramatik lassen es The Mae Shi nicht fehlen. Punktgenau die Einsätze trotz gepflegter Anything-Goes-Erscheinung, rotzig, wütend, elektrisierend. In der zweiten Hälfte des Albums wirft das Füllhorn noch Acid-House, Hippiechöre, rootsige Hardrockriffs und jeden Menge punkiges Geschepper aus. Die Band formierte sich als Tim Byron und Ezra Buchla Claremont, einem Vorort von Los Angeles, gemeinsam die Schulbank drückten. 2003 trat man erstmals vor Publikum und die 59 minütige EP „To Hit Armour Class Zero“ erschien. Schnell bekam man Kontakt zu Slim Moon, dem Gründer von Kill Rock Stars und 5RC, wo dann auch das Konzeptalbum „Terrorbird“ 2004 erschien. Behandelt wurden Monster und das Alte Testament. Super, eigentlich ein schönes Musicalthema. Es folgte „Heartbeeps“ (2005) und die Split-LP mit Rapider Than Horsepower „Do Not Ignore The Potential“ 2006.
Man ist versucht, den quirligen Sound Kinderzimmerpunk zu nennen, wäre da nicht die Energie, die Kraft, die schon beim ersten Ausbruch jedes Elternhaus gesprengt hätte. Da findet sich mehr Subversivität als auf sämtlichen Schockrockeralben. (Moshi Moshi/Cooperative Music/Universal)

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