The Mars Volta - Bedlam in Goliath

marsvolta.jpgDem Problembären, den Mars Volta den Kollegen aufgebunden hatte, wollen wir mal nicht nachjagen. Die neuen Stücke soll ihnen ein altes Geisterbrett diktiert haben. Soso, aha, ja ja. Dass die Herren Bixler und Rodriguez schon immer leicht einen an der Klatsche hatten, hervorgerufen durch exzessiven Drogenkonsum und persönliche Dämonen, war ja klar. Das sie dann doch irgendwie geniale Bastarde sind, aber auch. So ergänzt sich auch hier wieder Bixlers Organ und textliche Phantasterei im Fieberwahn mit Rodriguez fingerqualmender Gitarrenvirtuosität. Im Fall vom mittlerweile vierten Werk summiert sich das endlich wieder auf hörbares Niveau. Während besonders „Frances, the Mute“ dieses nur selten erreichte und auch „Amputechture“ nur schwer zu goutieren war, ist hier so etwas wie ein Anschluss an das grandiose Debüt dieser Inkarnation zu erkennen. Mehr noch, vereint „Goliath“ doch die Vocoder-Mätzchen und Gitarrensolis der jüngeren Vergangenheit mit dem Talent verdammt großartige Songs zu schreiben und diese gar, wie bei der ersten Single „Wax Simulacra“, auf zwei Minuten vierzig zu komprimieren. Gab es zuletzt zumeist nicht einmal annähernd genügend Struktur für einen Hit, vereint dieser Song auf kleinstem Raum alles, was an Mars Volta schätzenswert ist: grandiose Instrumentierung, mitreißender Gesang und mehr Haken, Ecken und Kanten, als die wahnwitzige Ausgeburt eines Kubisten. (Universal)

* Web

* MySpace

Post a Comment
*Required
*Required (Never published)