Lack - Saturate Every Atom

cd.jpgNicht wenige Bands da draußen nehmen für sich in Anspruch politisch, unabhängig und kompromisslos zu sein. Leider sind dies dann doch nur die wenigsten und obendrein kommen proklamierten Anspruch und musikalische Fähigkeiten nur selten zusammen. Eine angenehme Ausnahme sind Lack, spätestens seit ihrem zweiten Album „Be There Pulse“ von 2005. Hardcore-Aggressivität gepaart mit Noise-Elementen und auch das eine oder andere Rock-Riff wird nicht verschmäht. Mitreißenden Melodien formen sich dennoch ständig heraus. Der an sich selbst gestellte Anspruch: Konzentration auf das Wesentliche, kein Zierrat, kein Ballast wird nicht nur im Titel, einem Virginia Wolf-Zitat, proklamiert, sondern auch mit den 13 Titeln eindrucksvoll untersetzt. Abwechslungsreich, auch ruhige Töne, doch ohne die Zügel zu lockern. Einen kleinen Ruck Richtung Rock könnte man hinein interpretieren, aber wo verläuft die Grenzlinie denn eigentlich genau? Die Jungs aus Dänemark setzten bei den Aufnahmen ausschließlich auf sich und ihre Freunde, Labelmate Per Chnöeld von Menfolk produzierte und beim Mastering sorgte Bob Weston für den letzten Feinschliff. Bekannt ist er nicht nur durch seine Mitgliedschaft bei Shellac, sondern auch durch seine Arbeit mit Sebadoh, Wilco und Tortoise. Wer von seiner Lust ab hart geschlagenem Schlagzeug und beherzt gezupften Saiten nicht lassen will, sollte Lack mal ein Ohr leihen. (Play/Rec/Cargo)

* MySpace

* Web

Post a Comment
*Required
*Required (Never published)