Donnerstag, Juli 31, 2008
Wir haben ihn aus seinem Kellerclub bekommen: Leipzig Superstar Donis lässt sich auch nach neuerlicher Affirmation unverrottbaren Lokalruhms im Stadtmagazin Kreuzer nicht beirren und bespielt das Lokal Berlin am Freitag (MORGEN!) gemeinsam mit Reznik (Berlin) und System Boogie DJ Set (Audiolith, Hamburg). Das große Familientreffen. 3 Städte. 3 Bands. 3 DJs. Die Gästeliste ist längst voll mit lieben Brüdern und Schwestern, die für Persona Non Grata schreiben, zeichnen oder sich sonstwie den Arsch aufreißen. Aber diesen Deal hier haben wir für die ersten 50 zahlenden Gäste: die brandneue Ausgabe des Magazins mit den großen Themen Familie und Sub Pop gibt’s am Einlass und am Persona-Non-Grata-Devotionalien-Stand für den halben Preis.
Releaseparty Persona non Grata # 76
Freitag, 1. August ab 21h
Lokal Berlin, Rosenthaler Strasse 71
Samstag, Juli 26, 2008

Es gibt nicht viele Festivals in Deutschland, die einen derart hohes Ansehen bei Publikum und Künstlern genießen wie das Haldern Pop Festival. Schon seit nunmehr 25 Jahren sorgt ein Team von Begeisterten für eine gemütlich entspannte und doch immer wieder unglaublich eindrückliche Atmosphäre auf dem Alten Reitplatz in Rees. Wir sprachen mit dem Hauptverantwortlichen Stefan Reichmann über Geschichte, Zukunft und Gegenwart dieses einzigartigen Festivals. (Continued)
Samstag, Juli 26, 2008

Gestatten: Rossi. Meine kindliche Liebe zu dem kleinen, knollennasigen Männchen und seinem Hund Gaston hat sich bis in die Gegenwart gehalten. Während einige Helden der Kindheit den Alterprozess nicht überlebt haben und heute so infantil wirken, wie sie es damals vermutlich eh schon waren, schau ich mir die lakonischen Abenteuer des Italieners auch heute noch gerne an. Dass ich damit nicht alleine bin, beweist die auch schon vor einiger Zeit erschienene Wiederveröffentlichung der kompletten Serie auf DVD. Die psychedelische Komponente war und ist aber auch absolut einzigartig im deutschen Kinderfernsehen (in dem Herr Rossi heute freilich nicht mehr zu sehen ist), ebenso wie die Musikalität der Serie. (Continued)
Samstag, Juli 19, 2008
Natürlich gilt diese simple Weisheit auch im Jahre 2008. Ganz ohne Arschtreten will die Welt nun mal nicht recht funktionieren – ein triftiger Grund, einer entsprechenden Ansammlung von Tonträgern dem passenden Test zu unterziehen. (Continued)
Sonntag, Juli 13, 2008
Dass Ani DiFranco schon seit fast 20 Jahren ganz unbeirrt ihren Weg geht, ist nichts Neues. Diesen schreitet sie auch wieder ganz majestätisch auf ihrer neuen Veröffentlichung ab: einer Live-DVD inklusive Bonus Audio CD. Was will das Fanherz also mehr? Das Babeville ist übrigens DiFrancos ganz eigenes Venue, das vormals eine alte, heruntergekommene Kirche war. Die Songwriterin aus Buffalo schütze das alte Gebäude vor dem Abriss, indem sie eine moderne Konzerthalle daraus machte. Die Atmosphäre spricht jedenfalls für sich, wenn man die DVD einlegt und DiFranco in ihrer Heimatstadt frenetisch empfangen wird. Dieses Gänsehautgefühl schwindet allerdings nicht nach dem Abebben der Geräuschkulisse, sondern kann zumindest stellenweise während des gesamten Sets aufrecht erhalten werden. (Continued)
Donnerstag, Juli 10, 2008

Was hier los ist! Manche Menschen scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, lang gehegte Pläne kurz vor der Vollendung zu zerstören. So geschehen mit dem von uns präsentierten Mamallapuram-Festival: Urplötzlich sah sich die Stadt Storkow, auf dessen Burg das Festival bisher ausgerichtet wurde, befugt, ein Experten-Gutachten vorzulegen, dass - wie auch immer - bewies, dass das Mamallapuram aus Sicherheitsgründen nicht mehr in ihrer Gemeinde stattfinden darf. Fraglich ist, warum es die Jahre davor reibungslos funktionierte und weshalb jetzt auf einmal Beschwerden kamen. Dass die Nerven bei den Organisatoren erst mal blank lagen, da die ganze Angelegenheit kurz vorm Kippen stand, ist klar; umso erstaunlicher und erfreulicher ist, dass innerhalb weniger Tage Ersatz gefunden werden konnte, und zwar in Form der Burg Friedland, zwischen Berlin, Leipzig und Cottbus gelegen. Nach kurzzeitiger Aufregung und Anspannung kann also wieder aufgeatmet werden: Mama findet statt, am 8. und 9. August, und alles wird gut.
Das Line-Up musste im Übrigen auch noch mal verändert werden. Allerdings dürfte es kaum jemanden ernsthaft traurig stimmen, dass Björn Kleinhenz durch die wunder-, wunder-, wunderbaren Bodi Bill ersetzt wird und statt Jn. Fischer Erf nun So So Modern spielen werden. (Nicht, dass die ursprünglichen Künstler schlecht wären! Ihr wisst schon.)
Um sich und uns einzustimmen, findet in den nächsten Tagen und Wochen außerdem eine Warm Up-Tour statt, die am 11.07. im allseits beliebten Leipziger Ilses Erika beginnt. Gereist wird mit The Sea und Leander sowie dem ein oder anderen DJ. Be there or be square.
(Continued)
Donnerstag, Juli 10, 2008
Freezepop aus Boston „brillieren“ als die typischen Elektro-Pop-Ausputzer innerhalb der Scores des US-amerikanischen Wegwerf-Kinos und leidlich erfolgreicher, Pseudo-Hipness-atmender TV-Serials, wenn der obligatorische Nu Metal-/Jack Johnson-Ödnis-/Emo-Anteil abgegolten wurde und die „Gilmore Girls“ auch einmal zum fluffy Blubber-Synth über den Marktplatz ihrer Heimatbutze schlendern sollen. Das nehme ich bei der Beschau des Selbigen ja auch gern hin, aber verschont mich bitte mit einem ganzen Album voller Tasten-Kindergarten und Mini-Ladytron-/Client-Playbackshow, welches so schwachbrüstig daherkommt, auf dass man sich selbst ganz wehrlos wähnt. Das ist doch nicht gut in diesen Zeiten. Und wenn man dreifach im Albumtitel die Zukunft beschwört, dann kann sich desöfteren drinnen nur ein lächerliches „Gut gemeint“ befinden. Da könnt ihr gern noch einmal 50 000 My Space-Freunde sammeln. (Rykodisc) Donis (Continued)
Dienstag, Juli 8, 2008
“Danger!” ist wohl so eine Art Geheim-Hit. Dem Prädikat “Hit” könnte ich zustimmen, wenn man fluffigen Kaugummipop mit einer aparten Hookline und einer üppigen Instrumentierung als adäquates Kriterium nimmt. Nur haben das schon so viele (schwedische) Bands gemacht, dass mein persönlicher Qualitätspegel mittlerweile etwas höher liegt. Da reißen dann auch die beigefügten Remixes nichts mehr raus, genauso wenig wie das leider sehr peinliche, weil sich sämtlicher Klischees bedienende “A Very Sad Song”, das genauso klingt, wie es heißt. Im Herbst soll das Album der Sounds Of Arrows kommen; mal sehen, ob sie auch etwas mehr zu bieten haben. (Labrador/Broken Silence) (Continued)
Sonntag, Juli 6, 2008
Yoooooh, so haben wir das gern. Krachiges Gerumpel, energische Songs, fette Gitarrenriffs, noisy und doch mit einer Melodie im Hintergrund. Fettes Gebratze und doch ausgefeilte Arrangements. Schmissige Hooks, frecher Gesang und dann auch noch im Geschlechterwechsel. Alternative Rock, Indierock wie es ihn vor fast 20 Jahren schon mal gab. (Continued)
Mittwoch, Juli 2, 2008
Ja ja, Retro Retro Retro. Man kann es nicht mehr hören. Die Kritik nutzt die Bezeichnung oft als Vorwurf der mangelnden Kreativität. Aber warum? Nur weil sich die Künstler der Klangwelt, Songstrukturen und –schemen eines Subkosmoses bedienen bzw. verpflichtet fühlen? Sei’s drum, letztlich zählt was gefällt. Punkt. Souverän entwickeln die Black Keys ihren rückwärtsgewandten Garagenbluesrock weiter. Man hat aufgestockt, das Duo aus Akron, Ohio, hat sich nicht nur Produzent Danger Mouse, sondern gleich noch ein paar Musiker und Backgroundsängerinnen ins Studio geholt. Der Sound wird dadurch etwas runder, etwas gefälliger, voluminöser. (Continued)